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Schwieriger Akkuwechsel – gutes Recycling

Stuttgart (afp) – Hersteller von Smartphones, Rasierapparaten oder Akku-Schraubern machen es den Käufern oft unmöglich, die Batterie oder den Akku des Geräts selbst auszutauschen. Bei zehn von 32 getesteten Produkten war ein Wechsel nicht machbar, wie ein am Montag veröffentlichtes Forschungsvorhaben im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums ergab. Minister Franz Untersteller (Grüne) kritisierte, „in Zeiten von Ressourcenschonung und Materialeffizienz können wir es uns nicht leisten, dass funktionsfähige Geräte im Abfall landen, weil der Wechsel der Batterie zu teuer oder umständlich ist“.

Untersteller appellierte an die Industrie, es mittels einfacherer Konstruktionen zu ermöglichen, Batterie oder Akku selbst zu wechseln. Jeder Verbraucher habe es zudem selbst in der Hand, kundenunfreundlich konstruierte Geräte zu meiden, erklärte er.

Das Forschungsvorhaben des Sachverständigenbüros Cyclos ergab zudem, dass sich Elektro- und Elektronikgeräte besser recyceln lassen als erwartet. Von 43 Produkten sei lediglich bei einem die Demontierbarkeit und damit auch die Recyclingfähigkeit als mangelhaft eingestuft worden. Ein weiteres Gerät sei nur nach aufwendiger Internetrecherche demontierbar gewesen.

Das Sachverständigenbüro habe in dem Forschungsvorhaben ein Prüfmuster für die Recyclingfähigkeit entwickelt; das Land Baden-Württemberg wolle es nun in die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall einbringen, damit künftig jedes beliebige Gerät einfach und nachvollziehbar auf seine Recyclingfähigkeit untersucht werden kann, erklärte Untersteller.

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