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Special Olympics Düsseldorf 2014 sucht Corporate Volunteers

Die Veranstalter der nationalen Sportwettkämpfe für Menschen mit geistiger Behinderung im Mai in Düsseldorf suchen weitere ehrenamtliche Mitarbeiter. „Unternehmen in der Region Düsseldorf, überlegt Euch, ob Ihr Euch einer solchen Maßnahme, in der es nicht nur um Auszubildende gehen muss, anschließen wollt“, sagte Düsseldorfs Sozialdezernent Burkhard Hintzsche heute bei einer Pressekonferenz in seiner Stadt. Düsseldorf bietet seinen 450 Auszubildenden eine Freistellung für die Teilnahme an. Corporate Volunteers sind seit Jahren ein wichtiger Bestandteil des Organisationsteams.

Düsseldorf (csr-news) – Die Veranstalter der nationalen Sportwettkämpfe für Menschen mit geistiger Behinderung im Mai in Düsseldorf suchen weitere ehrenamtliche Mitarbeiter. „Unternehmen in der Region Düsseldorf, überlegt Euch, ob Ihr Euch einer solchen Maßnahme, in der es nicht nur um Auszubildende gehen muss, anschließen wollt“, sagte Düsseldorfs Sozialdezernent Burkhard Hintzsche heute bei einer Pressekonferenz in seiner Stadt. Düsseldorf bietet seinen 450 Auszubildenden eine Freistellung für die Teilnahme an. Corporate Volunteers sind seit Jahren ein wichtiger Bestandteil des Organisationsteams.

Vom 18. bis 23. Mai werden in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt etwa 5.000 Athleten mit geistiger Behinderung in 19 Sportarten gegeneinander antreten, darunter Handball, Basketball, Leichtathletik und Schwimmen. Die Düsseldorfer Special Olympics sind ein Beispiel für gelebte Inklusion. „Wir werden während der Spiele bis zu 15.000 Menschen zusätzlich in der Stadt haben, das wird das Stadtbild verändern“, so Hintzsche. Dazu zählen die etwa 2.000 ehrenamtlichen Helfer, von denen rund 400 Corporate Volunteers sind. Deren Aufgaben reichen von der Parkplatzeinweisung über die Logistik bis zur Koordination der Siegerehrungen und der Begleitung der Athleten – auch kurz vor und nach dem Start.

Die Liste der Unternehmen, die ein Engagement ihrer Mitarbeiter bei den Special Olympics Deutschland unterstützen, ist lang: ABB, Würth, s.Oliver, Bilfinger, Coca-Cola, Sport-Thieme, Henkel, die Düsseldorfer Stadtwerke und die Deutsche Telekom gehören dazu. Auch Ärzte und medizinisches Fachpersonal engagieren sich während der Spiele. Die besondere Erfahrung der Ehrenamtlichen brachte die Ärztin Margarethe Möllering auf den Punkt: „Die Athleten teilen mit uns“, so Möllering, sie „machen ihr Sportfest mit zu unserem“, deshalb sei die Mitarbeit ein emotional bewegendes Erlebnis.

In Sachen Unternehmensengagement sticht ABB heraus: Der Konzern mit seinen deutschlandweit 10.000 Mitarbeiter stellte in den vergangenen 15 Jahren knapp 2.500 Corporate Volunteers, zwei Drittel dieser Mitarbeiter waren mehr als einmal dabei. „Das wichtige an dem ABB-Volunteering ist, dass unsere Mitarbeiter wirklich freiwillig kommen“, sagte ABB-Pressesprecherin Stephanie Sonneck. Die Mitarbeiter setzen ihren Urlaub oder Zeitausgleich für die Teilnahme ein, ABB zahlt die Reise- und Hotelkosten. Sonneck ist überzeugt, dass auch ihr Unternehmen von dem Corporate Volunteering profitiert – und nicht nur die teilnehmenden Kollegen: „Sie bekommen ganz viel zurück und nehmen das mit in ihren Arbeitsalltag und in ihren privaten Alltag“, so Sonneck. Corporate Volunteering fördere die Mitarbeitermotivation und das Teamwork.

So wird bei den Special Olympics Düsseldorf die ABB-Vertriebsassistentin Sabine Klotz-Peiker im Einsatz sein – wie schon bei zehn ähnlichen Veranstaltungen zuvor. „Mich hat total geärgert, dass Menschen mit geistiger Behinderung in vielen Sportarten benachteiligt wurden“, so Klotz-Peiker. Die Begegnung mit den Sportlern mit geistiger Behinderung erlebt sie als bereichernd. Klotz-Peiker: „Freude und Leid mit den Athleten zu teilen, und die Offenheit, die uns entgegengebracht wird, das ist in unserem Arbeitsalltag nicht normal.“ In ihrer Firma habe sie „angeregt, dass es ein Pflichtprogramm für unsere Führungskräfte werden sollte“ – sieht dafür aber kaum Chancen.

Wenn sich Unternehmen für eine Beteiligung an den Special Olympics Düsseldorf interessieren, sollten sie sich bald bei den Veranstaltern melden. „Was wir brauche sind Gruppen, Einzelhelfer können wir organisatorisch nur sehr schwer einbinden“, so Brigitte Lehnert, die Präsidentin des Organisationskomitees. Die Veranstalter hoffen auf Teams, die während der ganzen Woche vor Ort bleiben und nach einer Einführung selbständig Aufgaben übernehmen. Und sie hoffen auf finanzielle Unterstützung. „Unternehmen, die sich engagieren, sind auch Sponsoren“, sagte Lehnert.

Die Veranstaltung im Internet:
www.specialolympics.de/duesseldorf2014/

Foto: Tischtennis bei einer Vorläuferveranstaltung, den Special Olympics München 2012. Achim Seidel und Rudi Gregoric sind erschöpft, aber glücklich nach dem Spiel. (SOD/Florian Conrads)

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