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Suchaktion nach Unglück in Goldmine in Südafrika beendet

Johannesburg (afp) – Die Suche nach möglichen weiteren Verschütteten in einer illegalen Goldmine in Südafrika ist offiziell beendet worden. „Der Rettungseinsatz ist abgeschlossen. Wir werden morgen nicht weitermachen“, sagte ein Vertreter der Rettungsdienste, Rogger Mamaila, am Sonntagabend der Nachrichtenagentur AFP. Rund zwei Stunden zuvor waren elf Arbeiter über eine hinabgelassene Leiter gerettet worden.

Die genaue Zahl der möglicherweise in der Mine östlich von Johannesburg Verschütteten blieb unklar. Rettungskräfte hatten von 30 Verschütteten gesprochen, zu denen es Kontakt gebe. Auch die Polizei ging zunächst von 30 eingeschlossenen Menschen aus. Diese wiederum sollen den Rettungskräften zufolge angegeben haben, „dass noch tiefer in der Erde 200 weitere Menschen sind“. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite gab es dafür allerdings nicht. Laut Polizei weigerten sich mehrere Menschen aus Angst vor Bestrafung, den Fluchtweg aus der Mine zu nutzen.

Den Rettungskräften zufolge waren die Arbeiter am Samstag in die hinter einem Cricketstadion im Bezirk Benoni gelegene illegale Mine hinabgestiegen. Ein abgebrochener Felsbrocken versperre ihnen nun den Weg an die Oberfläche. Die Polizei vermutete, dass einige der Arbeiter sich bereits bis zu zwölf Tage lang unter Tage aufhalten könnten.

Passanten hatten die Polizei alarmiert, weil sie Schreie aus dem Untergrund hörten. „Wir versuchen alles, um sie zu retten“, sagte der örtliche Bergungsexperte Roggers Mamaila. Unter anderem sei schweres Gerät herangeschafft worden. Auch den Rettungskräften zufolge war der Zugang zu den Verschütteten „schwierig“.

In südafrikanischen Goldminen ereignen sich immer wieder schwere Unglücke. Im Jahr 2009 waren bei einem Brand in einem stillgelegten Bergwerk mindestens 82 Menschen getötet worden, als sie dort verbotenerweise nach Gold schürften. Erst in der vergangenen Woche starben infolge eines Erdbebens acht Menschen in einer Mine westlich von Johannesburg.

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