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CSRbriefly am Dienstag

Hückeswagen (csr-news) – Heute mit den Themen: Hohe Wertschätzung für Bier und Milchprodukte aus Deutschland, St. Pauli unterstützt historisches Männerwohnheim, AIDA präsentiert Fahrplan in die Zukunft, Feinstaub und Stickstoffdioxid belasten die Gesundheit, Leuphana für Nachhaltigkeit ausgezeichnet, WWF Earth Hour am 29. März, EKK-Nachhaltigkeitspreis 2014 und dem TV-Tipp: Wem gehört die Welt? Wachstum durch Teilen.

Hohe Wertschätzung für Bier und Milchprodukte aus Deutschland
Bier und Milchprodukte liefern sich in der Wertschätzung der Deutschen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Laut einer aktuellen Meinungsumfrage im Auftrag des Vereins „Die Lebensmittelwirtschaft“ halten 79 Prozent der Befragten das Bier gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot für besonders schützenswert und wertvoll. Deutsche Milchprodukte wie Käse und Joghurt schneiden mit 76 Prozent fast genauso gut ab und liegen im Ranking der Meinungsforscher auf dem zweiten Platz. Bei den Frauen verdrängen Milchprodukte das Bier sogar von der Spitzenposition. Auf Platz 3 landen Wurst- und Fleischspezialitäten (70 Prozent), der Wein mit 65 Prozent Zustimmung auf Platz 4. Dazu erklärt Stephan Becker-Sonnenschein, Geschäftsführer des Vereins: „Die Deutschen schätzen ihre Esskultur und die Vielfalt ihrer Lebensmittel. Das Abschneiden der deutschen Milchprodukte zeigt zudem, dass wir uns hinter Frankreich, Italien und der Schweiz hier nicht verstecken müssen.“ Hintergrund der Umfrage sind die Anträge, das Reinheitsgebot für Bier und die Deutsche Brotkultur in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufzunehmen. Derzeit treffen die Länder eine Vorauswahl und leiten diese dann an die Kultusministerkonferenz weiter. Auf der UNESCO-Liste stehen schon unter anderem der türkische Kaffee, die japanische Küche und die Mittelmeer-Diät. Wenn alles gut geht, werden das Bier nach Deutschem Reinheitsgebot und die Brotkultur frühestens 2016 gelistet sein.

St. Pauli unterstützt historisches Männerwohnheim
Kiezhelden, die soziale Seite des FC St. Pauli, unterstützt eine Anwohnerinitiative in der Hamburger Neustadt, die sich für den Erhalt einer Einrichtung für alleinstehende Männer einsetzt. Auf der sozialen Plattform des Clubs vom Millerntor werden Spenden für das Ledigenheim in der Rehhoffstraße gesammelt. Die inzwischen 100 Jahre alte Einrichtung bietet heute ca. 90 Männern ein Zuhause, darunter etlichen berenteten Hafenarbeitern und Seeleuten, aber auch vielen jungen Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln. In den letzten Jahren wurde das Gebäude mehrfach verkauft und das Ledigenheim dadurch in seinem Fortbestand gefährdet. Dienstleistungen wurden abgebaut und notwendige Renovierungen nicht mehr vorgenommen. Um das Haus zu erhalten und weiterzuentwickeln, sammelt der gemeinnützige Verein Ros e.V. derzeit Spenden und Stiftungsgelder. Ziel ist es, das Gebäude zu erwerben und in den Besitz der gemeinnützigen Stiftung Ros zu überführen. Mithilfe der auf Kiezhelden gesammelten Spenden soll die brachliegende Werkstatt im Keller des Hauses wieder eingerichtet und den Bewohnern bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden. Indem die Männer kleinere Reparaturen im Gebäude selbst ausführen können, entsteht ein praktischer und sozialer Mehrwert.

AIDA präsentiert Fahrplan in die Zukunft
„Wachstum nachhaltig und mit Verantwortung gestalten“ – war das Thema eines parlamentarischen Abends, den die Rostocker Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises veranstaltet hat. 2012 wurden allein in Rostock 300 000 Kreuzfahrtpassagiere empfangen. Damit diese möglichst umweltschonend auf Tour gehen will AIDA Cruises bis 2016 rund 100 Millionen Euro in neue Filtersysteme investieren. Damit sollen die AIDA Neubauten 2015 und 2016 ausgestattet und die Schiffe der bestehenden Flotte nachgerüstet werden. Mittels neuer Technologien können erstmals alle drei Emissionsarten – Rußpartikel, Stickoxide und Schwefeloxide – gefiltert und somit zwischen 90 und 99 Prozent  reduziert werden. Derzeit gehören zur AIDA Flotte zehn Kreuzfahrtschiffe, zwei weitere werden bis 2016 dazukommen. Auf der Veranstaltung wurden AIDA Cruises und Becker Marine Systems vom Baltic Sea Forum mit dem „Baltic Sea Clean Maritime Award“ in der Kategorie „umweltfreundliche Infrastrukturentwicklung im Ostseeraum“ ausgezeichnet. Gewürdigt wurde das Pilotprojekt der LNG Hybrid Barge zur Nutzung von Flüssiggas für die Energieerzeugung an Bord von Kreuzfahrtschiffen während der Liegezeit im Hamburger Hafen.

Feinstaub und Stickstoffdioxid belasten die Gesundheit
Vor allem Stickstoffdioxid und Feinstaub beeinträchtigten auch im Jahr 2013 die Luftqualität und damit die menschliche Gesundheit in Deutschland. Das zeigen vorläufige Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA). Beim Stickstoffdioxid war die Belastung im Vergleich zu den Vorjahren nahezu unverändert hoch. Mehr als die Hälfte der städtisch verkehrsnahen Stationen überschritten den zulässigen Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm (μg) Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter (m3) Luft. Auch beim Feinstaub gab es anhaltende Grenzwertüberschreitungen. Verglichen mit den Vorjahren war 2013 allerdings eines der am geringsten belasteten Jahre. Entwarnung ist aber nicht angezeigt, sagte Thomas Holzmann, Vizepräsident des UBA: „Der Feinstaub-Grenzwert wurde zwar nur an rund drei Prozent aller Messstationen überschritten. Das scheint gering, spiegelt aber die tatsächliche Gesundheitsbelastung der Bevölkerung durch Feinstaub nicht wider, gerade wenn man an die deutlich strengeren Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO denkt.“

Leuphana für Nachhaltigkeit ausgezeichnet
Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks hat die Leuphana Universität Lüneburg als eine von bundesweit 18 Organisationen für ihren vorbildlichen betrieblichen Umweltschutz ausgezeichnet. Die Leuphana hatte sich bereits im Jahr 2000 als erste Universität nach EMAS, dem weltweiten Umweltlabel der Europäischen Union, registrieren lassen. Sie hat sich seitdem zum Ziel gesetzt, den Universitätsbetrieb insgesamt nachhaltig und so ressourcenschonend wie irgend möglich zu gestalten. Der Grundsatz der Nachhaltigkeit findet sich deshalb in Forschung und Lehre ebenso wieder wie im Alltag der Universität. Im Jahr 2007 setzte sich die Universität zudem das Ziel, klimaneutral zu werden. Bis 2015 soll dieses Ziel erreicht werden. Die Energieversorgung ist bereits komplett auf Ökostrom umgestellt worden, Kampagnen zur Verhaltensänderung bei Studierenden und Beschäftigten sorgten für die immer umfangreichere Realisierung von Einsparungen im Energieverbrauch.

WWF Earth Hour am 29. März
Die wohl größte Klimaschutzaktion der Erde wirft ihren Schatten voraus: Während der WWF Earth Hour am 29. März um 20:30 Uhr werden wieder Millionen Menschen rund um den Globus für eine Stunde die Lichter ausknipsen. Auch viele Tausend Städte werden ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen und so ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz setzen. In Deutschland steht die Earth Hour dieses Jahr unter dem Motto „Jeder kann Klima“. Bereits 55 Städte haben laut WWF hierzulande ihre Teilnahme zugesagt. Auf www.earthhour.wwf.de können sich alle Interessierten ab sofort über die Earth Hour 2014 informieren. „Um den Planeten zu retten, muss man auch mal eine ungewöhnliche Aktion auf die Beine stellen“, kommentiert Silke Hahn, Kampagnenreferentin beim WWF Deutschland, die Earth Hour. „Jeder kann ganz einfach mitmachen und sich symbolisch für den Schutz des Klimas einsetzen.“ Neben dem Lichtausschalten gehe es bei der Earth Hour aber auch darum, über die Stunde hinaus etwas für die Umwelt zu tun. So ruft der WWF zum Beispiel dazu auf, einfache aber effektive Energiesparmaßnahmen anzuwenden oder bei der Ernährung stärker auf regionale Produkte zu setzen. „Die kleinen, alltäglichen Entscheidungen machen den Unterschied und haben großen Einfluss auf die Zukunft unseres Planeten. Jeder einzelne kann ein Klimaheld sein“, so Hahn. Die WWF Earth Hour findet 2014 bereits zum achten Mal statt.

EKK-Nachhaltigkeitspreis 2014
Noch bis zum 30. April können sich institutionelle Kunden der evangelischen Kreditgenossenschaft EKK für den diesjährigen Nachhaltigkeitspreis bewerben. Prämiert werden drei Kundenprojekte aus Kirche, Diakonie und freier Wohlfahrtspflege mit insgesamt 20.000 Euro. Weitere Informationen auf der Website.

TV-Tipp: Wem gehört die Welt? Wachstum durch Teilen
Heute Abend läuft auf 3sat die Dokumentation „Wem gehört die Welt? Wachstum durch Teilen“. Menschen tauschen und teilen wieder, ob Wohnungen, Autos, Haustiere oder Kleider. Gemeinsam beackern sie Brachflächen in der Stadt oder engagieren sich dafür, Wasser und Strom wieder in Bürgerhand zu bringen. Forscher streiten für die Zugänglichkeit des Wissens im Netz, Künstler stellen ihre Werke als „Creative Commons“ der Allgemeinheit zur Verfügung. Was macht Gemeingüter heute so attraktiv? Sind sie eine Antwort auf die Ressourcen-Konflikte der Zukunft? Der Film stellt eine neue Form der Nutzung von Gemeingütern vor. Um 22:25 – 23:10 Uhr auf 3sat. Mit Gemeingütern befassen sich am Donnerstag, 20. Februar, im Rahmen von „Wissenschaft am Donnerstag“ zwei weitere Sendungen: Um 20.15 Uhr hinterfragt die Dokumentation „Mein Auto, kein Auto!“, ob das eigene Auto ein Auslaufmodell ist, und um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen über das Thema „Gemeingüter“.

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