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MWC 2014: Deutsche Telekom und Pisa starten Smart City Projekt

Autofahrer in Pisa können künftig einfacher einen Parkplatz finden. Im Rahmen eines Pilotprojekts bindet die Deutsche Telekom mehrere Parkplätze auf dem Piazza Carrara im Stadtzentrum in ein sensorgestütztes Parkleitsystem ein. Darüber hinaus umfasst die Kooperation einen Big Data Service, der historische Verkehrsdaten zur Optimierung des Verkehrsflusses auswertet. Diese und weitere M2M-Lösungen rund um die Smart City präsentiert die Deutsche Telekom auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

Bonn (csr-news) – Autofahrer in Pisa können künftig einfacher einen Parkplatz finden. Im Rahmen eines Pilotprojekts bindet die Deutsche Telekom mehrere Parkplätze auf dem Piazza Carrara im Stadtzentrum in ein sensorgestütztes Parkleitsystem ein. Darüber hinaus umfasst die Kooperation einen Big Data Service, der historische Verkehrsdaten zur Optimierung des Verkehrsflusses auswertet. Diese und weitere M2M-Lösungen rund um die Smart City präsentiert die Deutsche Telekom auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona (Halle 3, C114). Aus der Ferne kontrollierbare Straßenlampen gehören ebenso dazu wie ein vernetztes Gesamtkonzept für Stadien.

„Schlüsselfertige und zukunftssichere Smart City-Lösungen sind ein wichtiger Pfeiler unserer Wachstumsstrategie im Bereich M2M. Sie unterstützen Städte dabei, nachhaltige Strukturen aufzubauen, den CO2-Ausstoß zu verringern und Bürgern eine höhere Lebensqualität zu bieten“, sagt Thomas Kiessling, Chief Product & Innovation Officer, Deutsche Telekom. „Wir begrüßen es, mit solch einer innovativen Stadt wie Pisa ein erstes Smart City Projekt im Bereich Parking und Mobilitätsmanagement verwirklichen zu können.“

Zum Einsatz kommen wird das System künftig in der historischen Altstadt von Pisa – nur wenige hundert Meter entfernt vom Wahrzeichen der Stadt, dem schiefen Turm. „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Deutschen Telekom Pisas Intelligent Transport System (ITS) um das Parkplatzmanagement zu erweitern“, sagt Pisas Bürgermeister Marco Filippeschi. „Damit sorgen wir für einen besseren Verkehrsfluss, weniger CO2-Emissionen – entsprechend unserem nachhaltigen Energie-Aktionsplan SEAP (Sustainable Energy Action Plan) und unserer Smart Mobility Politik – und eine komfortablere Parkplatzsuche.“

Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Urbanisierung und sinkender Budgets der öffentlichen Hand sind Smart City-Lösungen wie der Pilot in Pisa zukunftsweisend. Laut UNO lebten im Jahr 2011 insgesamt 3,63 Milliarden Menschen in Großstädten, bis 2050 sollen es 6,25 Milliarden sein – rund 67,2 Prozent der Weltbevölkerung.

Parkplatzsuche ade

Alleine in Großstädten verursacht die Parkplatzsuche schätzungsweise 30 Prozent des Verkehrsaufkommens. Damit könnte bald Schluss sein. Mit der von der Telekom vorgestellten Lösung für das Parkplatz- und Mobilitätsmanagement können sich Autofahrer künftig via App zu einem freien Parkplatz lotsen lassen. Sensoren auf den Parkplätzen prüfen, ob sie frei oder belegt sind und leiten diese Information an die App weiter. Auch die Parkgebühr lässt sich komfortabel via Smartphone entrichten.

Für die Stadtverwaltung visualisiert ein Webportal die gesamte Parkplatzsituation in Echtzeit. Mehr noch: RFID-Karten ersetzen Parkausweise. Diese lassen sich leichter verwalten und beantragen. Mittels RFID-Gates kann die Stadt anonymisiert registrieren, wie sich bestimmte Kategorien von Verkehrsteilnehmern durch die Bezirke bewegen. Die Auswertung dieser Daten verspricht großes Potenzial für die Stadt- und Verkehrsplanung.

Nie wieder im Dunkeln bleiben

Auch die Straßenbeleuchtung lässt sich mit Hilfe von Smart City-Lösungen effizienter verwalten. In Kombination mit einer Festkörperbeleuchtung kann die intelligente Lichtverwaltung Stromkosten um bis zu 70 Prozent und Wartungskosten um bis zu 10 Prozent senken. Die Stadt hat alle Lampen stets im Blick und kann Störungen sofort erkennen und beheben.

Wie das genau funktioniert, können Besucher auf dem Telekom-Stand erfahren. Drei vernetzte Lampen lassen sich dort über die Verwaltungssoftware steuern. Das Besondere an der Lösung: Sie baut ein offenes stadtweites Netzwerk auf, über das beliebige Smart City-Lösungen laufen können – von Smart Metering bis hin zu Ladestationen für Elektroautos.

Das Stadion wird smart

Als Teil der GSMA Connected City (Halle 3, Stand 3A11 und 3A31) präsentiert die Deutsche Telekom das Smart Stadium, ein vernetztes und integriertes Gesamtkonzept für Großveranstaltungen. Es zielt darauf, eine intensivere Fan-Erfahrung zu schaffen und operative Abläufe bei Großereignissen zu vereinfachen. Informationen aus allen Teilen des Stadions werden dabei erfasst, ausgewertet und für datengetriebene Entscheidungen genutzt. So sorgt ein Leitsystem der Besucherströme für kürzere Wartezeiten beim Ticketverkauf oder beim Anstehen an Getränkeständen während der Pausen. Über eine App können Fans außerdem detaillierte Informationen über das Spiel abrufen oder sich beispielsweise erkundigen, wie die aktuelle Verkehrssituation rund um das Stadium ist.

Für Veranstalter digitalisiert das Smart Stadium sämtliche Aspekte rund um den Stadionbetrieb – von der Berechnung von Wartezeiten an den Verkaufsständen über die Sicherheit bis hin zur Wartung der Stadionbeleuchtung. Durch den präziser planbaren Einsatz von Ressourcen lässt sich der Energieverbrauch um zehn Prozent senken. Während der Veranstaltung erkennen automatisierte Videoanalysen Probleme frühzeitig und sorgen für schnellere Reaktionszeiten bei Zwischenfällen.

Universell einsetzbare Fernverwaltung

Ergänzend zu dem Thema Smart City stellt die Telekom in Barcelona weitere M2M-Lösungen rund um die industrielle Automation vor. Dazu gehören einerseits vorkonfigurierte Komplettlösungen für bestimmte Anwendungsbereiche wie Photovoltaikanlagen, Windkraftwerke sowie die Versorgung mit Heizöl oder Gas. Andererseits bietet das Portfolio aber auch universell einsetzbare Lösungen, mit denen nahezu jede Maschine aus der Ferne verwaltet werden kann – seien es Aufzüge, medizinische Geräte oder Fertigungsanlagen.

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