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Krummes Gemüse: ab und zu bei Edeka

Hamburg (afp) – Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern wie krumme Gurken oder fleckige Aprikosen soll es bei Edeka künftig nur saisonal und regional geben. Die Resonanz auf das Pilotprojekt „Keiner ist perfekt“ im Oktober sei zwar „überwiegend positiv“ gewesen, sagte ein Edeka-Sprecher am Dienstag in Hamburg. Das Angebot „nicht perfekter Ware“ seitens der Erzeuger sei aber geringer als erwartet. Grund für den Test war auch eine bessere Verwertung von Lebensmitteln.

Edeka hatte das vierwöchige Projekt Anfang Oktober in Testmärkten gestartet und dann ausgewertet. Die Kunden griffen nach Angaben des Unternehmenssprechers aus zwei Gründen zu: Sie wollen verantwortungsvoll handeln und gleichzeitig auch sparen – denn das Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern wurde zu reduzierten Preisen angeboten. Getestet hatte Edeka in den Regionen Südbayern, Nordbayern-Sachsen-Thüringen, Rhein Ruhr und Nord.

Weil die Resonanz überwiegend positiv gewesen sei, „können wir uns vorstellen, solche Aktionen in Abhängigkeit zur jeweiligen Erntesituation, in diesem Jahr saisonal und regional erneut durchzuführen“, erklärte der Sprecher. Und wie schon vor dem Test werde es auch weiterhin Einzelaktivitäten mit lokalen Erzeugern der mehr als 4000 selbstständigen Edeka-Kaufleute geben, die ihre Filialen eigenständig führen.

Dass es offenbar nicht genügend Angebote an Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern gab, erklärte der Sprecher damit, dass es bereits „gut funktionierende Vermarktungswege“ für diese nicht perfekte Ware gebe. Das Obst und Gemüse werde verarbeitet – und lande dann in verarbeiteter Form im Supermarktregal.

Edeka war mit seinem Pilotprojekt Beispielen in Österreich und der Schweiz gefolgt. In Österreich führte Rewe Anfang Oktober die neue Eigenmarke „Wunderlinge“ ein, als „konkrete Maßnahme gegen die Wegwerfkultur“. In der Schweiz war die Supermarktkette Coop im Sommer 2013 mit der Marke „Ünique“ gestartet.

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