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Ikea-Tochter verliert FSC-Siegel

Hofheim (csr-news) > Swedhood, ein Unternehmen der Ikea-Gruppe, hat das FSC-Siegel für nachhaltige Waldwirtschaft verloren. Der Grund soll die Abholzung von schützenswerten Baumbeständen in der russischen Teilrepublik Karelien sein. „Wir sehen diese Aufhebung nur als vorübergehend an“, reagierte Ikea auf die Aberkennung. „Die aufgezeigten Abweichungen betreffen hauptsächlich Themen wie die Einrichtungen und die Ausrüstung unserer Mitarbeiter, die Forstverwaltung sowie die Schulung unserer Forstwirtschaftsmitarbeiter.“ Ein Großteil der Abweichungen soll bereits behoben worden sein. „Unsere ganze Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die ausstehenden Abweichungen, so dass wir schnellstmöglich das FSC-Zertifikat wieder erhalten. Und obwohl wir natürlich sehr über die Aufhebung enttäuscht sind, zeigt dieser Vorfall doch auch, dass das FSC-System funktioniert. Wir nehmen unsere Verantwortung für Umwelt und Menschen sehr ernst und gehen davon aus, dass die Korrektur dieser Abweichungen, unsere Art und Weise, wie wir die Wälder in Karelien bewirtschaften, verbessern wird.“ Die Wälder in Karelien sind im Schnitt 160 Jahre alt, in ihnen befinden sich jedoch auch Bäume, die deutlich älter sind. Diese älteren Bäume werden jedoch nicht für IKEA Produkte verwendet, wie das Unternehmen betont. Karelien ist ein Bereich von hohem Naturschutzwert. 22% des Pachtbereichs wurden als besonders schützenswerter Wald (High Conservation Value Forest (HCVF) laut Definition des FSC) identifiziert. „Hier führen wir keine Baumfällungen durch. Die temporäre Aufhebung der FSC-Zertifizierung bezieht sich nicht auf die Fällung alter Bäume“.

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