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EuGH soll Streit um Teekanne-Werbung entscheiden

Karlsruhe (afp) – Im Streit um die Verpackung eines Früchtees der Firma Teekanne GmbH soll nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden, ob auf Lebensmittelverpackungen Bilder das Vorhandensein natürlicher Zutaten suggerieren dürfen, obwohl sie durch andere ersetzt wurden. Die vom Bundesverband der Verbraucherzentralen betriebene Klage legte der Bundesgerichtshof (BGH) nun laut einer Mitteilung vom Freitag dem EuGH zur Entscheidung vor. (Az. I ZR 45/139)

Teekanne vertreibt unter der Bezeichnung „Felix Himbeer-Vanille Abenteuer“ einen Früchtetee, dessen Verpackung Himbeeren und Vanilleblüten zeigt sowie die Hinweise „nur natürliche Zutaten“ und „Früchtetee mit natürlichen Aromen“. In Wirklichkeit enthält der Tee laut BGH aber keine natürlichen Vanille- oder Himbeer-Aromen sondern Ersatzstoffe, auf die im Zutatenverzeichnis hingewiesen wird.

Der EuGH soll nun entscheiden, ob solch ein Hinweis im Zutatenverzeichnis ausreicht oder ob Verbraucher wegen der abgebildeten Himbeeren und Vanilleblüten keine Veranlassung mehr sieht, sich anhand des Zutatenverzeichnisses über den Inhalt des Tees zu informieren, und deshalb in die Irre geführt wird.