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Nachhaltigkeitsinitiative Futouris mit grüner Palme ausgezeichnet

Hamburg (csr-news) > Einmal im Jahr prämiert das Reisemagazin Geo Epoche die besten Veranstalterreisen mit der „Goldenen Palme“. Projekte der Tourismusindustrie die durch besonderes soziales oder ökologisches Engagement auffallen, können mit der „Grünen Palme“ bedacht werden. In diesem Jahr wurde die Nachhaltigkeitsinitiative Futouris mit diesem Preis ausgezeichnet. Futouris will die Reisebranche mit Projekten in aller Welt inspirieren und motivieren, sich für den Schutz der Umwelt und bessere Lebensverhältnisse an den Reisezielen zu engagieren. Die deutsche Tourismusindustrie Schritt für Schritt auf Nachhaltigkeit zu trimmen – so lautet das ehrgeizige Ziel des 44-Jährigen ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden Andreas Koch. Eine Herkules-Aufgabe bei tausenden Veranstaltern und Reisebüros und einem Markt von mehr als 25 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2013 allein in Deutschland. Koch rief den Verein 2009 mit ins Leben. Inzwischen ist er zu einer weithin anerkannten Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Tourismusbranche herangewachsen. „Futouristen“ nennen sich die zahlenden Mitglieder, darunter diverse TUI-Töchter und weitere Schwergewichte von Thomas Cook über AIDA bis zu Reisebüros. Zusammen haben sie weltweit Projekte zum Beispiel für Umweltschutz und Bildung an den Start gebracht. Reisende können diese Projekte im Urlaub besuchen. Vor allem aber sollen die Menschen vor Ort davon profitieren: ob vom Korallenschutz in Curaçao oder der Rettung von Tempeln in Kambodscha. Ob durch Schulung von Bike-Guides in den Townships von Kapstadt oder die Ausbildung von Waisenkindern in Thailand. Für all diese Projekte übernehmen Futouris-Partner eine Patenschaft, damit ihre Mitarbeiter die Kunden am Schalter besser für nachhaltige Reisen begeistern können. Für dieses Engagement wird Futouris mit der Grünen Palme ausgezeichnet – auch als Ermutigung für die gesamte Reiseindustrie, Nachhaltigkeit zu einem zentralen Aspekt ihres Geschäfts zu machen.

Damit die Futouris-Projekte nicht nur durch die Branchenbrille betrachtet werden, lässt der Verein alles von hochkarätigen Wissenschaftlern begutachten. Stefan Gössling zum Beispiel. Der Experte für Klimawandel und nachhaltigen Tourismus ist Professor an der Universität Lund in Schweden. „Bei Futouris“, so hofft er, „lässt sich was bewegen, dort kommen Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.“ Er ist überzeugt: „Die Großen müssen mit ins Boot. Sie haben bei ihren Kunden und Partnern die nötige Hebelwirkung, um etwas für Umwelt- und Klimaschutz zu bewegen. Nur durch Kooperation finden wir richtige Lösungen“. „Gerade bei einem Thema wie Reisen, auf die sich die Menschen schon lange vorher freuen, müssen wir positive Beispiele kommunizieren“, sagt Gössling. Wie zum Beispiel die „Klimainsel Juist“: Bis 2030 will die Nordseeinsel „klimaneutral“ werden, sich allein mit erneuerbaren Energien versorgen und sogar die Klimagasemissionen der Gäste bei An- und Abreise kompensieren können. Ein Vorhaben, das die Futouris-Wissenschaftler bis Ende 2013 zwei Jahre begleitet hatten. Nächste Stufe ist ein „Masterplan“ für Juist, den dann auch viele andere Inseln als Kopiervorlage nutzen können.

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