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Fast drei Viertel der Deutschen bevorzugen regionale Lebensmittel

München (afp) – Bessere Qualität und genauere Informationen über die Herkunft – das erwarten die Verbraucher laut einer am Sonntag vom „Focus“ vorab veröffentlichten Umfrage von regionalen Lebensmitteln. Fast drei Viertel der Befragten sagten demnach, sie gäben regionalen Produkten den Vorzug vor anderen Lebensmitteln. Für Milch, Obst oder Gemüse aus der Umgebung würde jeder Vierte (27 Prozent) auch bis zu zehn Prozent mehr zahlen. Fast jeder Dritte kann sich laut Umfrage sogar einen Aufschlag von 20 Prozent vorstellen.

Die Frage, was regional ist, beantworten die Verbraucher allerdings sehr unterschiedlich. Für 40 Prozent muss das Produkt der Umfrage zufolge aus einem Umkreis von 50 Kilometern kommen. Rund 25 Prozent finden einen Radius von bis zu 100 Kilometern akzeptabel, acht Prozent sogar von 200 Kilometern. 21 Prozent dagegen finden, ein regionales Lebensmittel dürfe höchstens 20 Kilometer weit transportiert werden. Die Umfrage stammt von Handelsprofessor Thomas Roeb von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte zur Grünen Woche Mitte Januar den bundesweiten Start des neuen Siegels Regionalfenster gegeben. Es gibt Auskunft über die Region, aus der die Hauptzutat stammt, den Betrieb, wo das Produkt verarbeitet wurde, sowie die Stelle, die diese und weitere Angaben prüft. Den Kriterien zufolge muss die Region eindeutig benannt werden – etwa ein Landkreis, ein Bundesland oder ein Umkreis in Kilometern. Auch eine Umfrage des Ministeriums hatte zuvor ergeben, dass ein großer Teil der Verbraucher regionale Lebensmittel schätzt und bereit ist, dafür mehr Geld auszugeben als für konventionelle Ware.

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