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Nestlé schlägt Aktionären Änderungen bei Vorstandsgehältern vor

Zürich (afp) – Beim Schweizer Lebensmittelriesen Nestlé müsse Aktionäre bald über Änderungsvorschläge für die Vorstandsgehälter abstimmen. Zukünftig soll nun die Hauptversammlung jedes Jahr das Maximalgehalt festlegen, wie aus der am Dienstag versendeten Einladung zur Hauptversammlung hervorgeht.

Damit reagiert der Konzern auf die geänderte Rechtslage in der Schweiz. Bei einem Referendum im März 2013 hatte sich eine deutliche Mehrheit der Schweizer dafür ausgesprochen, bei Boni und Gehältern den Aktionären mehr Mitbestimmungsrechte einzuräumen. Damit sollten Gehaltsexzesse verhindert werden.

Die Nestlé-Aktionäre sollen nun bei der nächsten Hauptversammlung am 10. April über die Änderungen abstimmen. Der Abstimmungsvorlage zufolge wählen die Aktionäre künftig auch jährlich die Vorstandsmitglieder und Verwaltungsratsvorsitzenden.

Die Anteilseigner werden außerdem für den Vorstand und die Bereichsleiter eine Maximalgrenze für die Entlohnung festsetzen. Dabei sei es wahrscheinlich, dass „die Maximalsumme, über die abgestimmt werde, generell höher als die letztendliche Bezahlung liegen werde“. Die Maximalsumme müsse demnach auch die Bezahlung im Falle des Erreichens aller Unternehmensziele abdecken.

2013 hatten der Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck-Letmathe 6,97 Millionen Schweizer Franken (5,72 Millionen Euro) verdient, der Vorstandsvorsitzende der Nestlé-Gruppe Paul Bulcke erhielt 9,29 Millionen Franken.

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