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Ladegeräte für Handys und andere Geräte werden vereinheitlicht

Straßburg (afp) – In der Europäischen Union soll es spätestens in drei Jahren einheitliche Ladegeräte für Handys, Smartphones, Digitalkameras, Tablets und ähnliche Geräte geben. Eine entsprechende Neuregelung hat das Europaparlament am Donnerstag in abschließender Lesung verabschiedet. Damit werden Hersteller verpflichtet, sich auf ein einheitliches Modell zu einigen. Außerdem entsteht weniger Elektroschrott, weil nicht mehr mit jedem Produkt automatisch ein Ladegerät mitverkauft wird.

Es handele sich um eine gute Nachricht für die Verbraucher, erklärte die Berichterstatterin Barbara Weiler (SPD). Für sie sei die Unzahl unterschiedlicher Ladegeräte „ein Alptraum“. Zudem müssten in der EU derzeit jährlich 51.000 Tonnen Ladegeräte als Elektroschrott entsorgt werden. Die Neuregelung werde endlich „Schluss machen mit den Schubladen voller unterschiedlicher Ladegeräte“, freute sich der belgische Sozialist und Verbraucherschutzexperte Marc Tarabella.

Die Vereinheitlichung der Ladegeräte ist Teil einer neuen Richtlinie für Funkanlagen aller Art, die auch die Nutzung von Frequenzen besser regeln soll. Ziel ist es, die gegenseitige Beeinflussung durch immer mehr Funkanlagen zu verringern.

Der Rat, in dem die 28 EU-Staaten vertreten sind, hat der Richtlinie bereits zugestimmt. Sie kann somit in Kürze in Kraft treten. Die Mitgliedstaaten müssen sie anschließend in spätestens drei Jahren in nationales Recht umgesetzt haben. Den Herstellern bleibt somit voraussichtlich genug Zeit, um sich auf die neuen Vorschriften einzustellen.