Agenturmeldung Nachrichten

BP darf wieder an öffentlichen Ausschreibungen in USA teilnehmen

New York (afp) – Vier Jahre nach der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko darf der britische Ölkonzern BP wieder an öffentlichen Ausschreibungen in den USA teilnehmen. Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) teilte am Donnerstag mit, BP habe sich zu unternehmensinternen Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit und Ethik verpflichtet und werde zudem seine Klagen gegen die EPA fallen lassen. Der im November 2012 gegen BP verhängte Ausschluss von der Auftragsvergabe werde daher für die folgenden fünf Jahre aufgehoben.

Die Explosion der BP-Bohrinsel hatte eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der USA ausgelöst. Bei dem Unglück starben elf Arbeiter, hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste massiv geschädigt. BP gestand seine Schuld ein und musste eine Rekordstrafe von mehr als 4,5 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) zahlen.

Damit sah sich BP genug gestraft. Im August 2013 klagte das Unternehmen gegen den Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen. Die nun mit der EPA erzielte Einigung sei nach langen Verhandlungen erzielt worden, erklärte der USA-Chef des Ölkonzerns, John Minge. Sie sei „fair und vernünftig“.

Hinterlassen Sie einen Kommentar