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Wanka kündigt engere Zusammenarbeit mit Afrika bei Bildung an

Berlin (afp) – Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) will die Zusammenarbeit mit Afrika in Bildung und Forschung stärken. Deutschland und Afrika verbinde eine über mehr als 30 Jahre gewachsene Partnerschaft in Bildung und Forschung, erklärte Wanka am Dienstag auf einer Fachkonferenz in Berlin. „Jetzt wollen wir gemeinsam einen Schritt weiter gehen und die Zusammenarbeit neu denken und neu ausrichten.“ Allein in den vergangenen sieben Jahren seien mehr als 500 Bildungs- und Forschungsaktivitäten in Afrika umgesetzt worden; deutsche Wissenschaftler kooperierten inzwischen mit Partnern aus 39 afrikanischen Ländern.

Bei der Konferenz in Berlin diskutierten 700 Fachleute aus Deutschland und Afrika über Themen wie beispielsweise Umwelt, Bioökonomie, Gesundheit, Rohstoffmanagement, gesellschaftliche und politische Transformationsprozesse sowie Innovation. Wanka kündigte eine „Afrika-Strategie für Bildung und Forschung“ an. Ziel sei es, gemeinsam an Forschungsfragen zu arbeiten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung und Innovationen in afrikanischen Ländern zu fördern. Wanka verwies insbesondere auf den gemeinsamen Aufbau von zwei regionalen Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement im südlichen und in Westafrika. Die Bundesregierung investiert in diese Projekte bis zu 100 Millionen Euro.

Die Afrikanische Union (AU) begrüßte die Zusammenarbeit: Der für Humanressourcen, Wissenschaft und Technologie zuständige AU-Kommissar Martial De-Paul Ikounga hob in Berlin hervor, dass die deutsche Unterstützung Afrikas „eigene Rahmenbedingungen“ und auf dem Kontinent „selbstentwickelte Lösungen zur Förderung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung“ berücksichtige. Dieser Ansatz unterscheide sich „in erfreulicher Weise“ von der Praxis internationaler Stellen und Geberländer, „die eigene Programme entwickeln und unterstützen, die Afrikas kollektiver Vorstellung von Frieden, Wohlstand und Integration nicht optimal entsprechen“.