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Jugendkonferenz zum Recht auf Wasser: „Hebel im Kopf umlegen“

Über das Recht auf Wasser und die weltweite Versorgungssituation diskutierten Jugendliche aus Deutschland, Afrika, Asien und Südamerika am vergangenen Wochenende in Osnabrück. Wasser sei ein Thema, „bei dem die Jugendlichen auf Augenhöhe miteinander reden können. Umweltprobleme gibt es überall“, sagte Barbara Küppers von der Gastgebenden NGO terre des hommes.

Osnabrück (csr-news) – Über das Recht auf Wasser und die weltweite Versorgungssituation diskutierten Jugendliche aus Deutschland, Afrika, Asien und Südamerika am vergangenen Wochenende in Osnabrück. Wasser sei ein Thema, „bei dem die Jugendlichen auf Augenhöhe miteinander reden können. Umweltprobleme gibt es überall“, sagte Barbara Küppers von der Gastgebenden NGO terre des hommes.

Die 160 Jugendlichen aus Deutschland und acht internationalen Gäste erlebten Vorträge, Workshops und Diskussionen mit Unternehmensvertreten zu Wasserthemen und gewannen einen differenzierten Blick. Der deutsche Teilnehmer Joshua Hofert sagte in seinem Abschlussstatement: „Es ist vertrackt: Helfen wir der Umwelt, hemmen wir die Wirtschaft; lassen wir der Wirtschaft freien Lauf, schaden wir der Umwelt. Zugleich gehen verschiedene Kulturen auch verschieden mit dem Wasser um.“ Dabei nahmen die jungen Leute auch die Konsumentenverantwortung in den Blick. Joshua Hofert: „Wir können den Hebel umlegen – in unserem Kopf. Uns muss bewusst werden, dass unser Handeln Konsequenzen hat.“

Die „Internationale Jugendkonferenz für das Recht auf Wasser“ ist Teil einer Kampagne, mit der terre des hommes junge Menschen für die Probleme der weltweiten Wasser- und Abwasserversorgung sensibilisieren und diese Themen in ihrer Beziehung zu den Menschenrechten diskutieren will.

Besonders beeindruckt seien die jungen Leute von den Berichten Gleichaltriger aus anderen Kontinenten gewesen, sagte Barbara Küppers. So berichtete die junge Südafrikanerin Prescious Mazibuko: Es gäbe zwar ein verfassungsmäßiges Recht auf den Zugang zu Trinkwasser in der Verfassung ihres Landes. Dieses sei aber so ungenau ausgestaltet, dass sich privilegierte Bevölkerungsgruppen ausreichend mit sauberem Wasser versorgen könnten und die wirtschaftlich Schwachen das Nachsehen hätten.

Die Konferenzseiten im Internet:
www.internationale-wasserkonferenz.de

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