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C&A warnt vor Lieferengpässen bei Biobaumwolle

Die globale Produktion von Biobaumwolle nimmt weiter ab, trotz der steigenden Nachfrage in den internationalen Märkten, warnt der Modehändler C&A heute in einer Mitteilung. Die Gründe liegen in unter anderem in der Unkenntnis über biologische Anbaumethoden und der fehlenden Zusammenarbeit der Gemeinschaften. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, hat C&A jetzt die Broschüre “Let’s take Bio Cotton to everyone every day” veröffentlicht.

Düsseldorf (csr-news) > Die globale Produktion von Biobaumwolle nimmt weiter ab, trotz der steigenden Nachfrage in den internationalen Märkten, warnt der Modehändler C&A heute in einer Mitteilung. Die Gründe liegen in unter anderem in der Unkenntnis über biologische Anbaumethoden und der fehlenden Zusammenarbeit der Gemeinschaften. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, hat C&A jetzt die Broschüre “Let’s take Bio Cotton to everyone every day” veröffentlicht.

Mehr als 100 Millionen Produkte aus Biobaumwolle hat C&A im vergangenen Jahr verkauft. Damit liegt der Biobaumwollanteil an der gesamten Baumwoll-Kollektion bei 38 Prozent. Noch lange nicht genug, denn bis zum Jahr 2020 hat sich C&A das Ziel gesetzt, die gesamte Baumwoll-Kollektion aus nachhaltigem Anbau zu beziehen. Doch schon heute ist C&A nach eigenen Angaben der größte Abnehmer von Biobaumwolle. Nachdem die weltweite Produktion von Biobaumwolle noch bis zum Jahr 2011 kontinuierlich anstieg, sind die Ernteerträge in der Folgezeit um 8 Prozent gesunken. Und das ungeachtet der Tatsache, dass gleichzeitig 50 Prozent der produzierenden Länder ihre Biobaumwollproduktion erhöhten. Dabei macht die Biobaumwolle nur rund ein Prozent an der weltweiten Baumwollproduktion aus. Thorsten Rolfes, Head of Corporate Communications Europe, erläutert: “Wir befinden uns jetzt an einem kritischen Punkt, an dem die Nachfrage nach Biobaumwolle das Angebot überholt. Die damit verbundene Unsicherheit über die Verfügbarkeit droht langfristige Investitionen in Biobaumwolle zu gefährden.”

Mit der Broschüre “Let’s take Bio Cotton to everyone every day” will C&A auf das Problem aufmerksam machen. Diese informiert umfassend über den Mehrwert sowie die aktuellen Herausforderungen des Biobaumwollanbaus und zeigt dabei die Chancen für alle Beteiligten entlang der globalen Lieferkette auf. In einer besonderen Verantwortung sieht C&A hier die Textilunternehmen. “Markenunternehmen spielen eine Schlüsselrolle in der Entwicklung von Biobaumwolle als nachhaltige Ressource. Obwohl bereits einige Unternehmen aktiv geworden sind, zeigt die Versorgungskrise, dass noch viel mehr getan werden muss. Kooperation ist dabei das zentrale Stichwort – die Zusammenarbeit mit Experten, Gemeinschaften und Regierungen vor Ort leistet einen wichtigen Beitrag, das volle Potenzial von Biobaumwolle auszubilden”, so Rolfes. “Aber nicht nur in den Produktionsländern, auch auf den Absatzmärkten können Unternehmen etwas bewirken, indem sie ihre Kunden für das Thema Biobaumwolle sensibilisieren. Unsere Erfahrung zeigt, dass es sehr wohl möglich ist, Bewusstsein zu schaffen, die Nachfrage zu bedienen und gleichzeitig Gewinn zu erzielen.”

Bei C&A stammt die verarbeitete Biobaumwolle, die ohne den Einsatz von Pestiziden und künstlichen Düngemitteln kultiviert wird, zu 75 Prozent aus Farmprojekten, die von der C&A Foundation unterstützt werden. Im Mittelpunkt der Sozial- und Umweltprogramme stehen die Gemeinden in den Anbaugebieten mit dem Ziel, eine Verbesserung der Lebensbedingungen der dort arbeitenden Baumwoll-Farmer zu erreichen. So werden u. a. Projekte zur Tropfenbewässerung und zur Bereitstellung von Biosaatgut realisiert sowie Schulungen für die Farmer und andere wichtige Partner der Biobaumwoll-Lieferkette durchgeführt. Alleine in Indien können davon rund 60.000 Farmer profitieren. Indien ist, das zeigt auch die Broschüre, der größte Anbieter von Biobaumwolle. Rund 75 Prozent des weltweiten Angebots werden von dort exportiert. Dennoch sind die produzierten Mengen verschwinden gering. In den Jahren 2011 und 2012 wurden rund 27,6 Millionen Tonnen Baumwolle produziert, 138.000 Tonnen davon stammten aus biologischem Anbau. Wollen C&A und andere Anbieter des Textilhandels ihren selbst gesteckten Ziele erreichen, dann müssen die Mengen schleunigst erhöht werden. Mit ihrer Broschüre beschreitet C&A, neben anderen Initiativen, den Weg der Information und Aufklärung. Die Broschüre gibt einen lesenswerten Überblick über den Markt der Baumwolle und seine ökologischen, sozialen aber auch wirtschaftlichen Herausforderungen.