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CSRbriefly am Freitag

Hückeswagen (csr-news) – Heute mit den Themen: Fiat-Group berichtet nach G4, SÜSS MicroTec veröffentlicht Broschüre zum Thema Nachhaltigkeit, H&M veröffentlicht globalen Nachhaltigkeitsreport, Start der Kampagnen-Website von Nachhaltig Bio!, Nachhaltigkeit an Hochschulen, Juist und La Gomera: Gemeinsam zur Klimaneutralität, Publikation zur Kreislaufwirtschaft in der Schweiz, Pirelli Geschäftsbericht gewinnt CSR-Award, Nachhaltigkeit muss Erfolgsbarometer werden, Windenergie Report Deutschland 2013, DFB fördert Institut für Integrationsforschung, TUHH lobt Gründerpreis Nachhaltigkeit aus und Investoren die über Nachhaltigkeitsberichterstattung diskutieren.

 

Fiat-Group berichtet nach G4
Die Fiat S.p.A. und die Chrysler Group haben ihren Nachhaltigkeitsbericht 2013 nach den neuen GRI-Standards G4 mit der Option „Comprehensive“  veröffentlicht. In diesem Bericht werden die gemeinsamen Maßnahmen, Ergebnisse und Ziele des Konzerns in Bezug auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit bereits zum dritten Mal dargelegt. Es ist dabei das erste Mal, seit Fiat alle Anteile an der Chrysler Group erworben hat. „Die Integration von Fiat und Chrysler macht es möglich, den gemeinsamen Einsatz für Nachhaltigkeit zu intensivieren, indem wir uns auf jeweilige Stärken konzentrieren und Best Practices einsetzen“, erklärte Sergio Marchionne, CEO der Fiat S.p.A. sowie Präsident und CEO von Chrysler Group LLC.  „Unsere Strategie für nachhaltige Mobilität konzentriert sich auf die Balance zwischen konventionellen und alternativen Technologien, die unmittelbar die größten Vorteile für die Umwelt bieten und gleichzeitig sicher stellen, dass wir dem Kunden weiterhin bezahlbare Produkte anbieten können.“ Zu den wichtigsten Ergebnissen, die 2013 vom Konzern im Bereich Nachhaltigkeit erzielt wurden, zählen unter anderem die kontinuierliche Reduzierung der CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs bei den Fahrzeugen des Konzerns. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Themen Vielfalt und Weiterbildung der Belegschaft als zentraler Erfolgsfaktor. Zum fünften Mal in Folge wurde die Fiat S.p.A. in den Börsenindizes Dow Jones Sustainability Indexes (DJSI) World und Europe, sowie in den Indizes Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) Italy 100 und Carbon Performance Leadership Index (CPLI) Italy 100 bestätigt.

SÜSS MicroTec veröffentlicht Broschüre zum Thema Nachhaltigkeit
Der Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie und verwandte Märkte, SÜSS MicroTec, hat seine erste Informationsbroschüre zum Thema Nachhaltigkeit veröffentlicht. „Als Technologieführer und Innovationstreiber fühlen wir uns nicht nur der Erstklassigkeit unserer Produkte, sondern auch dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet. Es geht bei unseren Managemententscheidungen immer auch darum, die sozialen, ökologischen und ökonomischen Komponenten in Einklang zu bringen.“, sagt Frank P. Averdung, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. SÜSS MicroTec ist Partner der Nachhaltigkeitsinitiative BluECOmpetence des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA).

H&M veröffentlicht globalen Nachhaltigkeitsreport
H&M hat seinen zwölften Conscious Actions Sustainability Report veröffentlicht. Einer der Höhepunkte des Jahres 2013 war die Veröffentlichung von H&Ms Roadmap zu fairen existenzsichernden Löhnen, die erste Closed Loop Collection, die aus recyceltem Material der Initiative „Kleidung sammeln bei H&M“ hergestellt wurde, und das Verdoppeln des Anteiles an nachhaltigerer Baumwolle in den letzten zwei Jahren. „Bei H&M möchten wir unsere Größe nutzen, um grundlegende Veränderungen in unserer Branche und entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu bewirken. Mit der Größe kommt die Verantwortung und wir haben die Möglichkeit, große Veränderungen herbeizuführen: von der Verbesserung der Lebensumstände eines Baumwollbauern bis zur Verringerung der Auswirkungen des Waschens und Trocknens von Kleidung. Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben und gleichzeitig blicken wir auf die Herausforderungen, die vor uns liegen“, sagt Karl-Johan Persson, CEO von H&M. Der Report enthält eine breite Palette an Themen, die jeden Schritt des Produktlebenszyklus von H&M, vom Design bis zur Pflege der Kleidung beim Kunden, abdecken.

Start der Kampagnen-Website von Nachhaltig Bio!
Die Website der Kommunikationskampagne Nachhaltig Bio! Ist online. Das vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) umgesetzte Projekt soll die Nachhaltigkeitsleistungen der Branche erlebbar machen. In sechs verschiedenen Kategorien werden Praxisbeispiele präsentiert, die Nutzer zum Nachfragen motivieren sollen. „Mit Nachhaltig Bio! kommen wir einem echten Branchenbedürfnis nach“, so Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN. „Häufig ist an uns von verschiedenen Seiten herangetragen worden, die Leistungen, die für die Naturkostbranche elementar und typisch sind, stärker herauszustellen. Mit der Kampagne haben wir die Möglichkeit, unsere Werte und Anstrengungen deutlich zu kommunizieren.“ Das Projekt startet zunächst mit der Website, um den Mitgliedern die Möglichkeit für eine Beteiligung auf www.nachhaltigbio.de zu geben. Naturkosthersteller, Groß- und später auch Einzelhändler können so nicht nur partizipieren, sondern sich und ihre Leistungen präsentieren. Mit dem Start der Kommunikationsmaßnahmen am Point of Sale wird die Kampagne einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Nachhaltigkeit an Hochschulen
Die betrieblichen Abläufe an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen werden auch durch den Umgang mit Nachhaltigkeit geprägt. Unter der Prämisse „Gestalten – Beteiligen – Messen“ diskutierten etwa 100 Teilnehmer beim 2. Forum N an der Freien Universität Berlin vielfältige Zugänge, Ansätze und Gestaltungsmöglichkeiten für nachhaltige Entwicklung. Eine zentrale Rolle spielten dabei Instrumente und Methoden für die Motivation und Beteiligung aller Akteure. Das Forum N hatte eine große Resonanz, die Teilnehmer lobten die anregenden inhaltlichen Beiträge und Diskussionen sowie die Möglichkeit zu intensivem Austausch und zur Vernetzung. Die Vorträge der Veranstaltung sind online abrufbar.

Juist und La Gomera: Gemeinsam zur Klimaneutralität
Zwei Jahre lang unterstützte Futouris, die Nachhaltigkeitsinitiative der Tourismusbranche, die Inselgemeinde Juist auf ihrem Weg, bis 2030 die erste klimaneutrale Destination der Welt zu werden. Ein Ziel des Branchenprojekts war es dabei Grundlagen für den Wissenstransfer in andere touristische Destinationen zu schaffen. Gestern unterschrieben Juist und die Kanareninsel La Gomera ein entsprechendes Abkommen, das gemeinsame Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität beider Inseln vorsieht. Das Abkommen sieht vor, dass La Gomera als Mitglied der Europäischen Charta für Nachhaltigen Tourismus und Juist bei der Entwicklung und Umsetzung von Umweltschutzprojekten zusammenarbeiten mit dem Ziel, den ökologischen Fußabdruck der Insel auf Null zu reduzieren. Im Zentrum der Aktivitäten stehen ein gemeinsamer Aktionsplan für nachhaltigen Tourismus, die gemeinsame Akquise von Fördermitteln für konkrete Projekte und der kontinuierliche Austausch bei allen Fragen, die die Reduzierung von CO2 Emissionen und Abfall, die Nutzung alternativer Energiequellen, die Reduzierung des Wasserverbrauchs sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung und der Tourismusbranche betreffen. Bei der Positionierung von La Gomera und Juist als nachhaltige Tourismusdestinationen soll es schließlich gemeinsame Vermarktungsaktionen geben. Dietmar Patron, Bürgermeister der Inselgemeinde Juist, freut sich über die Unterzeichnung des Abkommens: „Wir sind sehr glücklich, dass die Kooperation mit La Gomera nun offiziell vollzogen ist. La Gomera ist ein wunderbarer Partner für uns. Beide Inseln sind UNESCO-Weltnaturerbe und Teil von Nationalparks. Ebenso sind beide Inseln vom Tourismus abhängig und uns eint die gemeinsame Vision der Klimaneutralität sowie der Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus.“

Publikation zur Kreislaufwirtschaft in der Schweiz
Die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben eine Publikation herausgegeben, die einen Einblick in die derzeitige Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft auf nationaler Ebene gibt. Zu diesem Zweck werden die Fallstudien dreier Länder – China, Deutschland, Schweiz – und deren unterschiedliche Ansätze zur Erreichung desselben Ziels – eines nachhaltigeren Planeten – präsentiert. China ist nicht nur eine riesige Volkswirtschaft, sondern hat auch politisch die Macht, im Top-Down-Verfahren das Industrie- und Gesellschaftssystem vollständig umzustrukturieren. Deutschland hingegen unterliegt externen Einschränkungen in Form von EU-Richtlinien und nationalen, regionalen und lokalen Auflagen. Die Schweiz schließlich verfolgt einen schrittweisen Ansatz, der sich darauf stützt, unter Einbindung aller Interessenvertreter Lösungen zu finden. In der Publikation werden die drei Länder nicht nur einzeln beschrieben, sondern auch anhand einer Reihe von Indikatoren betrachtet, und es wird beleuchtet, welche Art von Indikatoren für eine solide jährliche Überprüfung der Fortschritte der Kreislaufwirtschaft herangezogen werden könnte. Der Schlussteil enthält Empfehlungen für mögliche zukünftige Aktionen, um die entsprechenden Schritte zur Umsetzung der Vision einer Kreislaufwirtschaft einzuleiten.

Pirelli Geschäftsbericht gewinnt CSR-Award
Das US-amerikanischen Fachmagazin PR News, kürte den Pirelli Geschäftsbericht 2012 zum Gewinner des CSR Award. Mit dem prämierten Geschäftsbericht war das Kommunikationsprojekt Imagining the Future with You verknüpft. Darin hatte Pirelli Universitätsstudenten aus aller Welt gebeten, via Internet den wichtigsten Wert für die Zukunft zu nennen und ihre Wahl kurz zu begründen. Die Vorschläge wurden von der New Yorker Karikaturistin Liza Donnelly illustriert und im Pirelli Geschäftsbericht 2012 veröffentlicht. Darüber hinaus lud das Unternehmen die Autoren, darunter Studenten aus Ägypten, Brasilien, den USA und Italien, zu einem zweimonatigen bezahlten Praktikum in die Mailand Konzernzentrale ein. Eine Jury hatte die Einsendungen bewertet und die Vorschläge ausgewählt, die Eingang in den Geschäftsbericht fanden – darunter Begriffe wie Ehrlichkeit, Ausdauer, Innovation und Einfachheit.

Nachhaltigkeit muss Erfolgsbarometer werden
Die Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates, Marlehn Thieme, sieht die ersten 100 Tage der Bundesregierung kritisch. „Es gibt zwar positive Zeichen, dass die Nachhaltigkeitspolitik mit neuem Schwung angegangen wird. Dennoch wünsche ich mir noch mehr Mut, die Nachhaltigkeit zu einem Barometer für die Politik zu machen“. Positiv, so Thieme, sei die beabsichtigte Fortentwicklung der bewährten Berichte und Indikatoren, Verfahren und Institutionen der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Ihr eigenes Handlungsprogramm in der Beschaffung sollte jedoch überprüft und fortentwickelt werden. „Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung alsbald darüber Auskunft gibt, welche Empfehlungen aus der kritischen Bewertung internationaler Experten des Peer Reviews sie umsetzt“, so die Ratsvorsitzende. Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie solle zu einem Barometer für das Handeln Deutschlands sowohl national als auch international werden. Während seiner Frühjahrssitzung beschloss der RNE einvernehmlich, den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) zu aktualisieren, um ihn noch besser für kleine und mittlere Unternehmen anwendbar zu machen.

Windenergie Report Deutschland 2013
„Die Windenergie in Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr mit einer Gesamtleistung von rund 2900 MW einen neuen Zubaurekord seit den letzten zehn Jahren. Nur 2002 lag er geringfügig höher«, hebt Kurt Rohrig, Herausgeber des neu erschienenen „Windenergie Report Deutschland 2013“ des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik, die wichtigsten Ergebnisse hervor. Zum Zubau von knapp 1100 Windenergieanlagen trugen 2013 neben den klassischen Wind-Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg auch hohe Installationszahlen an Binnenland-Standorten bei. Rheinland-Pfalz war mit 385 MW nach Schleswig-Holstein mit 435 MW das Land mit dem zweitgrößten Zubau. In Deutschland waren zum Ende des Jahres 2013 insgesamt rund 34 200 MW Windleistung installiert. Zusätzlich wurden die Offshore-Windparks Riffgat und Bard Offshore fertig gestellt. Sieben weitere Parks mit mehr als 2000 MW Nennleistung sind im Bau. Die bisher fertig errichteten deutschen Offshore-Windparks alpha-ventus, Baltic 1, Bard Offshore und Riffgat haben zusammen eine installierte Leistung von knapp 620 MW. Damit hat sich die Offshore-Leistung in Deutschland gegenüber 2012 inzwischen etwa verdoppelt. Für den Windenergieertrag bilanziert Kurt Rohrig: »Mit einem Energieertrag von 47,4 TWh deckte die Windenergie 8 % des deutschen Strombedarfs im Jahr 2013. Nach einem eher schwachen Frühjahr und Sommer bescherten Orkantiefdruckgebiete einen stürmischen Dezember und die bisher zweithöchsten Stromerträge binnen eines Monats. Die Windenergie bleibt damit eine Säule der Energiewende in Deutschland.

DFB fördert Institut für Integrationsforschung
Um künftig noch besser zu verstehen, wie der Fußball einen Beitrag zur Integration leisten kann, fördert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das neu gegründete Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach gab in Berlin bekannt, dass der DFB eine Junior-Professur in der Abteilung „Integration, Sport und Fußball“ über vier Jahre mit insgesamt 400.000 Euro finanzieren wird. „Seit 2006 hat der DFB eine Integrationsbeauftragte, seit 2007 verleihen wir gemeinsam mit Mercedes-Benz einen Integrationspreis. Der Fußball leistet täglich einen wichtigen Beitrag zur Integration. Hier wollen wir nicht nachlassen und auch bei diesem Thema auf Ballhöhe bleiben, deshalb fördern wir das neue Berliner Institut“, so Niersbach. 20 Prozent der 6,8 Millionen Mitglieder des DFB sind Menschen mit einem Migrationshintergrund. In den Juniorenklassen liegt der Anteil in den Ballungsgebieten deutlich höher. Fußball ist damit unabhängig von der Nationalität oder kulturellen Herkunft der Spieler die beliebteste Sportart in Deutschland. Das neue Berliner Institut soll wissenschaftliche Grundlagen und empirische Daten zur Versachlichung der Diskussion über Integrationsfragen erarbeiten und mit seiner Forschung einen Erkenntnistransfer, auch zum DFB, leisten.

TUHH lobt Gründerpreis Nachhaltigkeit aus
Die Technische Universität Hamburg schreibt den Gründerpreis Nachhaltigkeit 2014 aus. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird von der Stiftung für naturnahes Wirtschaften zur Verfügung gestellt. Der Gründerpreis Nachhaltigkeit 2014 richtet sich an alle gründungswilligen Studierenden und Angehörigen von Hochschulen der Metropolregion Hamburg. Voraussetzung ist ein technologieorientiertes, nachhaltiges Geschäftskonzept. Die TUHH versteht sich als Gründeruniversität als vernetzte, unternehmerisch handelnde Hochschule. Um innovative Geschäftsideen im Bereich der Green Technologies aktiv zu unterstützen, vergibt sie auf Initiative der Stiftung für naturnahes Wirtschaften bereits zum zweiten Mal den TUHH Gründerpreis Nachhaltigkeit. Mit dem Ziel, die Attraktivität und Sichtbarkeit für Startups aus der Wissenschaft zu steigern, werden technologieorientierte und innovative Geschäftsideen prämiert, deren Umsetzung zu einer effizienteren Nutzung von Ressourcen oder der Reduzierung umweltschädlicher Emissionen beiträgt. Bewerbungen sind bis zum 11. August 2014 möglich.

Investoren diskutieren über Nachhaltigkeitsberichterstattung
Ceres, ein Interessenverband zur Förderung der Nachhaltigkeit, hat gemeinsam mit BlackRock und anderen großen institutionellen Investoren auf der ganzen Welt eine Diskussionsinitiative mit den weltweiten Börsen und der World Federation of Exchanges (WFE) als Plattform angekündigt. Dabei geht es um eine einheitliche Norm für die Nachhaltigkeitsberichterstattung durch alle Börsenmitglieder. Die Gruppe hat eine Empfehlung für eine Norm zur Nachhaltigkeitsberichterstattung börsennotierter Unternehmen für Investoren veröffentlicht. Dabei werden genaue Empfehlungen über die Einbeziehung von ökologischen und sozialen Kriterien bei den Notierungsvorschriften für börsennotierte Unternehmen angesprochen. Die Empfehlung wurde den Börsen übermittelt und diese haben nun einige Monate Zeit um eine Stellungnahme abzugeben. Die Empfehlung wurde gemeinsam mit über 100 institutionellen Investoren aus sechs Kontinenten erarbeitet, darunter viele der weltgrößten Pensionskassen. Zudem hat die WFE eine Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen. „Wir brauchen eine gemeinsame Lösung, damit die Märkte insgesamt mit einheitlicheren und vergleichbareren Informationen versorgt werden und keine Einzelbörse, die sich in diesem Bereich besonders auszeichnet, mit einem Wettbewerbsnachteil bestraft wird“, sagte NASDAQ OMX CEO Robert Greifeld. „Durch eine weltweite Norm zur Nachhaltigkeitsberichterstattung hätten Investoren Zugang zu Informationen, mit denen sich Risiko und Erfolg beurteilen lassen, während sich Börsen und Unternehmen an spezifische Marktbestimmungen und -kulturen anpassen können“, fügte Thomas P. DiNapoli, Treuhänder der gemeinsamen Pensionskasse für den US-Bundesstaat New York, hinzu. Mindy Lubber, President von Ceres, betonte: „Die Zeit ist reif für eine Norm zum Nachhaltigkeitsausweis auf breiter Basis, die über freiwillige Initiativen hinausgeht.“