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Der neue CSR-Report von RWE – „Nachhaltigkeit ist Kerngeschäft“

Die RWE AG hat ihren Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. In diesem Jahr legt der inzwischen 10. Nachhaltigkeitsbericht einen Schwerpunkt auf die größten ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, mit denen sich der Konzern konfrontiert sieht. Ein wesentliches Thema ist dabei die Energiewende. Ergänzt wird der Bericht um ein Online-Tool mit über 1.700 Daten zu finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen.

Essen (csr-news) > Die RWE AG hat ihren Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. In diesem Jahr legt der inzwischen 10. Nachhaltigkeitsbericht einen Schwerpunkt auf die größten ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, mit denen sich der Konzern konfrontiert sieht. Ein wesentliches Thema ist dabei die Energiewende. Ergänzt wird der Bericht um ein Online-Tool mit über 1.700 Daten zu finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen.

„Nachhaltigkeit ist Kerngeschäft, wenn wir Partner der Gesellschaft sein wollen“, sagte der RWE Vorstandsvorsitzende Peter Terium im einleitenden Interview zum Bericht. „Und wir kommen voran. Unsere CO2-Emissionen sind 2013 gesunken, und bei der Energieeffizienz unserer Kraftwerke haben wir uns weiter gesteigert. In Feldern, in denen wir auch in den vergangenen Jahren gut waren – wie bei den Themen Versorgungssicherheit und gesellschaftliches Engagement –, liegen wir im europäischen bzw. Branchenvergleich auf konstant hohem Niveau.“ Um das Vertrauen der Gesellschaft zu gewinnen, müsse RWE innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die dem Kunden nutzen und die Umwelt schonen. So werden im Bericht im ersten Teil die großen Herausforderungen behandelt, zu denen RWE die Senkung der CO2-Emissionen in der Stromerzeugung, die Belastung der Privathaushalte durch steigende Energiekosten, aber auch Veränderungen an den Energiemärkten zählt. Der zweite Teil widmet sich dann der Umsetzung im Unternehmen.

„RWE befindet sich in einer überaus schwierigen Phase seiner Unternehmensgeschichte. Mit unseren konventionellen Kraftwerken verdienen wir immer weniger Geld“, heißt es im Bericht. „Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen“. Das bedeutet aber nicht die Abkehr von konventionellen Technologien, sondern eine Effizienzsteigerung von Gas- und Kohlekraftwerken. Bis Ende dieses Jahres will man rund 13 Milliarden Euro in den Betrieb neuer Kraftwerke investieren und damit teilweise ältere Anlagen ersetzen. Rund 12,5 Gigawatt werden dann neu in Betrieb genommen und etwa 2.400 Megawatt aus älteren Braunkohleanlagen und rund 2.000 Megawatt aus Steinkohlekraftwerken abgeschaltet. Aber auch bei den erneuerbaren Energien will man in Essen am Ball bleiben. Bis Ende des Jahres sollen Anlagen in der Größenordnung von 3.400 Megawatt betrieben werden. Die Größenordnungen zeigen aber eine klare Positionierung zugunsten konventioneller Stromerzeugung in Gas- und Kohlekraftwerken. Für RWE ist dies vor allem ein Kommunikationsproblem. So würde zwar ein Großteil der Bürger für erneuerbare Energien plädieren, fühlten sich aber gleichzeitig über bestehende Technologien nicht ausreichen informiert. RWE will dieses Informationsdefizit verbessern und deutlich machen, „dass Kohlekraftwerke und Klimaschutz keinen Widerspruch darstellen“. Vorausgesetzt es würden alle Potenziale genutzt um den CO2-Ausstoß konventioneller Kraftwerke zu reduzieren.

Eine weitere wesentliche Herausforderung sieht RWE in den sozialen Auswirkungen steigernder Energiekosten. Das Unternehmen sieht sich hier in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen, denen man begegnen muss, gleichzeitig aber deutlich machen muss, dass der Einfluss bei einigen Themen sehr begrenzt ist. „Dazu zählen auch die Endkundenpreise für Energie, die sich zu weiten Teilen aus Steuern und Abgaben zusammensetzen“, heißt es im Bericht. Dennoch sind die Energieversorger oftmals die ersten Ansprechpartner für die Kunden. Aus diesem Grund hat RWE eigene Initiativen zur Bekämpfung von Energiearmut ergriffen, denn das Problem weitet sich aus. Als von Energiearmut betroffen, werden Haushalte bezeichnet, die mehr als zehn Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Energie aufwenden müssen. Alleine in Großbritannien trifft dies schon auf rund 4,5 Millionen Haushalte zu. So hat RWE im vergangenen Jahr 37 Millionen Euro bereitgestellt, um bedürftigen Kunden Vergünstigungen anbieten zu können. In den nächsten Jahren rechnet man mit einem weiteren Anstieg dieses Betrags. Darüber hinaus werden betroffene Haushalte bei der Modernisierung ihrer Heizungsanlagen und bei Isolierungsmaßnahmen unterstützt.

Für die Nachhaltigkeitsstrategie hat RWE zehn Handlungsfelder benannt, für die konkrete Ziele festgelegt wurden. Dazu gehören unter anderem Aussagen zu einer nachhaltigen Beschaffung von Brennstoffen, Ansätzen für mehr Energieeffizienz bei RWE und ihren Kunden sowie zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes pro erzeugte Menge Strom. Bis 2020 soll dieser weiterhin um 20 Prozent gegenüber 2005 sinken. So befindet sich das Unternehmen auf der verabschiedeten Roadmap in der Phase des Vorantreibens. Das bedeutet, die Ziele werden ständig aktualisiert und sind Bestandteil der Zielvereinbarungen für das Management. Ab 2016 soll Corporate Responsibility fester Bestandteil der Unternehmenssteuerung sein. Oberstes Ziel ist und bleibt dabei der Klimaschutz, das hat auch die Überarbeitung der Materialitätsanalyse ergeben, die im Dialog mit den Stakeholdern erstellt wurde. Im vergangenen Jahr wurde nämlich eine umfangreiche Evaluierung der bestehenden CSR-Strategie vorgenommen. Zu diesem Zweck wurden ausführliche Interviews mit 37 Vertretern von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Polen und Ungarn geführt.

Der Bericht der RWE AG ist zum dritten Mal ausschließlich im Internet zu finden. Er wurde nach den GRI G3-Richtlinien erstellt und entspricht dem Level A+. Über das RWE-Kennzahlen-Tool lassen sich über 1.700 Daten zur Entwicklung von RWE in den Bereichen Erzeugung, Umwelt und Gesellschaft sowie die Finanzkennzahlen für die Jahre 2006 bis 2013 recherchieren. Für seinen online veröffentlichten CSR-Bericht hat RWE beim letzten Social Responsibility Benchmark von NetFederation den 1. Platz erreicht.

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