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Daimler veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht nach G4

Was hat eine Curry-Wurst mit Daimler zu tun? Die Antwort gibt es in einem Video. Vorstandschef Dieter Zetsche macht darin höchstpersönlich auf den neuen Nachhaltigkeitsbericht des Autobauers aufmerksam. Und der beschäftigt sich unter anderem mit Datenschutz, denn längst ist das Thema auch in den Automobilen angekommen. Insgesamt setzt das Unternehmen auf zahlreiche Datenschutz-Vorkehrungen, um die höchstmögliche Sicherheit für Fahrzeug und Kunden zu gewährleisten.

Stuttgart (csr-news) > Was hat eine Curry-Wurst mit Daimler zu tun? Die Antwort gibt es in einem Video. Vorstandschef Dieter Zetsche macht darin höchstpersönlich auf den neuen Nachhaltigkeitsbericht des Autobauers aufmerksam. Und der beschäftigt sich unter anderem mit Datenschutz, denn längst ist das Thema auch in den Automobilen angekommen. Insgesamt setzt das Unternehmen auf zahlreiche Datenschutz-Vorkehrungen, um die höchstmögliche Sicherheit für Fahrzeug und Kunden zu gewährleisten.

„Sicherheit ist einer der zentralen Markenwerte von Mercedes-Benz und spielt demzufolge auch bei der Entwicklung unserer Infotainment-Systeme sowie bei deren Bedienung im Fahrzeug eine maßgebliche Rolle“, betont Prof. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung & Entwicklung Mercedes-Benz Cars. Durch die zunehmende Ausstattung der Fahrzeuge mit Kommunikationstechnologie und dem Trend zur vernetzten Mobilität gehört das Thema Datenschutz inzwischen zu den wesentlichen Aspekten eines nachhaltig agierenden Automobilherstellers. Die aktuelle Wesentlichkeitsanalyse des Konzerns weist Datenschutz im Bereich ethische Verantwortung als zweitwichtigstes Thema aus. Im Rahmen der Stakeholder-Veranstaltung „Daimler Sustainability Dialogue“ wurden die Potenziale und Risiken „vernetzter Fahrzeuge“ und mögliche Folgen erstmals diskutiert. Die dauerhafte Verbindung von Fahrzeugen über und mit dem Internet ist einer der zentralen Innovationsschwerpunkte von Daimler und der gesamten Automobilindustrie. Dabei geht es nicht nur um einen Internetzugang im Auto, sondern vor allem um die Assistenzsysteme. Damit diese funktionieren, müssen unzählige Daten erfasst und verarbeitet werden. Doch welche Daten werden genau erhoben und was passiert mit ihnen? Ein wesentlicher Aspekt beim Umgang mit den Daten spielt für Daimler die Transparenz. Der Kunde entscheidet selbst, welche Dienste er tatsächlich nutzen und welche Daten er weitergeben möchte, so die Haltung des Unternehmens. „Für uns ist selbstverständlich, dass der Kunde stets die volle Transparenz und Selbstbestimmung über die Daten hat – entweder per Vertrag, Einwilligung oder Knopfdruck“, so Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstandsmitglied der Daimler AG für Integrität und Recht. Immer öfter wird der Konzerndatenschutz schon in während der Fahrzeugentwicklung und der Gestaltung neuer Funktionen mit einbezogen. Der Bereich Konzerndatenschutz steuert weltweit den Datenschutz bei Daimler und wird unterstützt von über 120 lokalen Datenschutzkoordinatoren. Um die IT-Systeme gegen Angriffe von Außen zu schützen, beschäftigt der Konzern darüber hinaus Spezialisten, die sich mit den entsprechenden Fragestellungen zu IT-Security im Automobil hinsichtlich Verschlüsselung, Trennung von Domänen und Schnittstellen zwischen sicherheitsrelevanten Funktionen im Fahrzeug auskennen. Regelmäßig werden mögliche Angriffsszenarien simuliert und sogenannte Penetrationstests durchgeführt.

Ein weiteres wichtiges Thema, mit dem Daimler im vergangenen Jahr in die Kritik geriet, sind Beschäftigte mit Werkverträgen. Sie sind ein unverzichtbares Instrument unternehmerischen Handelns, schreibt das Unternehmen im Nachhaltigkeitsbericht, gleichwohl sollen diese Beschäftigungsverhältnisse auf soliden und fairen Füssen stehen. Im Herbst hat Daimler neue Standards für die Vergabe und Ausführung von Werk- und Dienstverträgen beschlossen. Darin sind insbesondere Arbeitsbedingungen und Vergütung geregelt. Für Dienstleister ist die nachweisbare Einhaltung dieser Standards in Zukunft bindend. Die Kritik, dass durch Werkverträge reguläre Beschäftigung abgebaut wird, weist der Autobauer allerdings von sich und verweist auf die hohen Beschäftigtenzahlen.

Die Wesentlichkeitsanalyse basiert für den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht auf Dialogveranstaltungen und erstmals einer offenen Stakeholderbefragung über das Internet. Daran haben sich insgesamt 800 Personen beteiligt. Die Unternehmensdimension spiegelt die Haltung von Vorstand, Sustainabiliy Board und Sustainability Office wieder. Für diese Gruppe ist die Kundenzufriedenheit das wichtigste unternehmerische Ziel, gefolgt von einer Reduzierung des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs und der Reduzierung der CO2-Emissionen. Für die Stakeholder hat das Thema Menschenrechte die höchste Priorität.

Der neue Nachhaltigkeitsbericht der Daimler AG orientiert sich an den neuen GRI-Standards G4. Er ist online und als PDF verfügbar. Auf insgesamt 72 Seiten bzw. 219 Seiten in der ausführlichen Version wird ein umfangreicher Einblick in das Nachhaltigkeitsverständnis des Automobilkonzerns geboten. Der Nachhaltigkeitsbericht wurde auf der Hauptversammlung gleichzeitig mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.

 

 

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