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Europäisches Parlament stimmt für sicherere Produkte und bessere Marktüberwachung

Brüssel (csr-news) > Am Dienstag hat das Europäische Parlament Vorschläge der EU-Kommission für sicherere Produkte und eine bessere Marktüberwachung mit einer großen Mehrheit unterstützt. Die neuen Regeln beinhalten auch eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung „Made in“ für alle Waren. Diese Angabe ist bisher freiwillig und unterliegt keinen klaren Regeln. Die Mitgliedstaaten müssen dem Entwurf im Rat noch zustimmen. Nach den neuen Vorschriften soll das Ursprungsland eines Produkts künftig nach eindeutigen Regeln angegeben werden. Wer etwa ein Produkt „Made in Germany“ kauft, kann sich demnach künftig darauf verlassen, dass auch die letzte wesentliche Bearbeitung in Deutschland stattgefunden hat. Durch die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit von Verbraucherprodukten kann bei Sicherheitsproblemen schnell und wirksam reagiert werden. Darüber hinaus werden gleiche Ausgangsbedingungen für alle Unternehmen geschaffen und es wird sichergestellt, dass verantwortungsbewusste Hersteller nicht unter dem unlauteren Wettbewerb durch Produkte zu leiden haben, die den europäischen Sicherheits- oder Umweltvorschriften nicht entsprechen. Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani, zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte zum gestrigen Votum: „Ich freue mich, dass das Parlament für die neuen Maßnahmen zugunsten von sichereren, vorschriftsgemäßen Produkten gestimmt hat. Dadurch werden die Verbraucher vor Gesundheitsrisiken und die Wirtschaft vor unlauterem Wettbewerb geschützt. Eine konsequente Marktüberwachung in der gesamten EU ist notwendig, um Schwachstellen, die das öffentliche Interesse gefährden und unausgewogene Handelsbedingungen schaffen, zu verhindern. Wir hoffen, dass auch der Rat diese Maßnahmen billigen wird.“ Im Ministerrat gibt es derzeit keine Mehrheit für oder gegen den Vorschlag.