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Papst betet für Opfer wirtschaftlicher Ausbeutung

Rom (afp) – Papst Franziskus hat am Karfreitag gemeinsam mit zehntausenden Gläubigen für die Opfer wirtschaftlicher Ausbeutung gebetet. Im Zentrum der Gebete beim traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom standen unter anderem das “schwere Kreuz der Arbeitswelt” und “das Gewicht aller Ungerechtigkeiten, die durch die Wirtschaftskrise mit ihren sozialen Folgen verursacht wurden”. In den Texten wurden Arbeitslosigkeit, Entlassungen, “Finanzspekulationen” sowie die Korruption verurteilt.

Etwa 40.000 Gläubige beteten gemeinsam mit dem Papst den Kreuzweg. Wie im vergangenen Jahr saß Franziskus unter einem Baldachin, während das Kolosseum von zehntausenden Kerzen erleuchtet wurde. Der Papst, der das Kreuz nicht selbst trug, wirkte bei der von etlichen Fernsehsendern in die ganze Welt übertragenen Zeremonie sehr ernst. In den Gebeten wurde auch an Missbrauchsopfer sowie Alkohol- und Drogensüchtige erinnert. Das 77-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche lenkte den Blick auf die “Kranken und alle verlassenen Menschen”. Die Menge feierte die Worte Franziskus’ mit Applaus und “Viva il papa”-Rufen.