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Nachhaltig verbinden – der neue Fraport CSR-Report

Mit rund 58 Millionen Fluggästen und mehr als 2,1 Millionen Tonnen Fracht gehört der Frankfurter Flughafen zu den größten Flughäfen in Europa. Der neue Nachhaltigkeitsbericht der Betreibergesellschaft Fraport gibt Auskunft darüber, wie dabei die soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung wahrgenommen wird. Die Herausforderungen sind zahlreich und reichen von der Verringerung der CO2-Emissionen bis hin zu Maßnahmen gegen den Fluglärm.

Frankfurt (csr-news) > Mit rund 58 Millionen Fluggästen und mehr als 2,1 Millionen Tonnen Fracht gehört der Frankfurter Flughafen zu den größten Flughäfen in Europa. Der neue Nachhaltigkeitsbericht der Betreibergesellschaft Fraport gibt Auskunft darüber, wie dabei die soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung wahrgenommen wird. Die Herausforderungen sind zahlreich und reichen von der Verringerung der CO2-Emissionen bis hin zu Maßnahmen gegen den Fluglärm.

„E-PORT AN“, „Fitness-Mobil“ und „GBAS“ nennen sich drei Projekte, die stellvertretend für die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Flughafens stehen. Alle drei Projekte sollen dazu beitragen, dass der Flughafen auch in Zukunft international wettbewerbsfähig bleibt. Denn „die angemessene Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte ist eine notwendige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens und unseren Führungsanspruch in der Branche“, so der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte in seinem Vorwort. Aber dazu gehört auch die Zufriedenheit der Kunden neben der Sicherheit eines der zentralen Themen des Flughafens. In der 2013 aktualisierten Wesentlichkeitsmatrix wurde der Kundenzufriedenheit eine sehr hohe Priorität eingeräumt. Auch dafür hat das Unternehmen eine Initiative lanciert. „Great to have you here!“ wird sie genannt und sie soll den Passagieren während ihres Aufenthalts mehr Komfort ermöglichen. Die Zufriedenheit der Kunden wird aber im Wesentlichen durch die pünktliche Abwicklung der Flüge erreicht. Im vergangenen Jahr konnte Fraport an dieser Stelle weitere Verbesserungen erreichen. Insgesamt konnte die sogenannte Pünktlichkeitsquote auf einen Durchschnittswert von 82 Prozent gesteigert werden. Auch wenn die Passagiere möglichst schnell weg wollen, so sollen sie sich während ihres Aufenthalts am Flughafen wohlfühlen. Die Mitarbeiter werden deshalb entsprechend geschult um freundlich und aufmerksam auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen unterstützt durch verständliche Informationssysteme und eine angenehme Atmosphäre. 2010 hatte sich die Betreibergesellschaft zum Ziel gesetzt, die Kundenzufriedenheit bis 2015 auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Dieses Ziel wurde zwar schon 2012 erreicht, durch die steigenden Passagierzahlen sind aber weitere Anstrengungen notwenig um diesen Wert zu halten und das Ziel zu erreichen. Insgesamt führten die Maßnahmen in 2013 zum Erfolg und bescherten dem Fraport unter anderem einen Platz unter den besten 100 Unternehmen in Deutschlands größtem Serviceranking. Aber für den Flughafen sind nicht nur die Passagiere wichtige Kunden, sondern auch die Fluggesellschaften. Deren Zufriedenheit wurde 2013 erneut im „Kundenbarometer Airlines“ mit einer Zustimmung von über 90 Prozent bestätigt.

Unter der Bezeichnung „E-PORT AN“ verbirgt sich ein gemeinsames Projekt von Fraport der Lufthansa, der Modellregion Rhein-Main und dem Land Hessen. Ziel ist unter anderem die Steigerung der Elektromobilität auf dem Flughafengelände. Inzwischen werden bereits mehr als zehn Prozent der rund 3.000 Fraport-Fahrzeuge elektrisch betrieben. Dies hat letztlich auch Auswirkungen auf die CO2-Emissionen, die seit dem vergangenen Jahr systematischer und genauer geprüft werden. Bis 2020 soll am Standort Frankfurt der CO2-Ausstoß pro Passagier beziehungsweise pro 100 Kilogramm Fracht um 30 Prozent geringer sein als 2005. Die absoluten CO2-Emissionen sollen ab 2020 den Wert von 238.000 Tonnen im Jahr nicht übersteigen. Analysen haben gezeigt, dass rund 86 Prozent der Gesamtemissionen auf den Betrieb der Terminals entfallen. Weil in diesem Segment entsprechend die meisten Einsparpotenziale schlummern, wurden im vergangenen Jahr zahlreiche kleinere Feldversuche unternommen, um energiesparende Verfahren im Praxiseinsatz zu testen.

Ein weiterer Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie ist die Verantwortung der Fraport AG gegenüber ihren Mitarbeitern, etwa durch Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt und Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Gesundheitsmanagement. So steht den Mitarbeitern auf dem Vorfeld seit Herbst 2013 ein mobiles Trainingszentrum zur Verfügung, das „Fitness-Mobil“. Mit kurzen Sporteinheiten während der Arbeitszeit soll so Erkrankungen vorgebeugt werden. Weiterentwicklungen gibt es auch beim Thema Schallschutz. Im vergangenen Jahr erfolgte zum Beispiel gemeinsam mit der Deutschen Flugsicherung der Spatenstich zu GBAS, dem Ground Based Augmentation System. Damit werden in Zukunft neue Anflugverfahren möglich, was die Belastung für die Anwohner merklich reduzieren soll. „Dass wir in Sachen Lärmschutz international Vorreiter sind, macht uns stolz. Aber noch viel mehr spornt es uns an, gemeinsam mit unseren Partnern immer weiter daran zu arbeiten, die Belastungen durch den Flugverkehr in der Region zu minimieren“, so Schulte.

Der Nachhaltigkeitsbericht „Nachhaltig verbinden“ der Fraport AG steht online und in einer Kurzversion als PDF zur Verfügung.