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Deutsche Wassertechnologie für den Weltmarkt gut aufgestellt

Industrie und Unternehmen haben in den vergangenen Jahrzehnten einen großen Beitrag zum Gewässerschutz geleistet“, sagt Jörg Rechenberg vom Umweltbundesamt. Emissionen in die Gewässer seien reduziert und die Klärtechnik verbessert worden, so der Fachbereichsleiter übergreifende Angelegenheiten Wasser & Boden. Umwelttechnologie Made in Germany besitze gute Chancen auf dem Weltmarkt. Das Umweltbundesamt präsentiert diese Technologien auf einer eigenen Website: cleaner production germany.

Dessau (csr-news) – „Industrie und Unternehmen haben in den vergangenen Jahrzehnten einen großen Beitrag zum Gewässerschutz geleistet“, sagt Jörg Rechenberg vom Umweltbundesamt. Emissionen in die Gewässer seien reduziert und die Klärtechnik verbessert worden, so der Fachbereichsleiter übergreifende Angelegenheiten Wasser & Boden. Umwelttechnologie Made in Germany besitze gute Chancen auf dem Weltmarkt. Das Umweltbundesamt präsentiert diese Technologien auf einer eigenen Website: cleaner production germany.

In Bezug auf wasserwirtschaftliche Technologien sei Deutschland seit Jahren gut aufgestellt, sodass der Standard in den letzten 20 Jahren nicht revolutionär angehoben worden sei. Und auch die Abwasserverordnung sei nicht erheblich verschärft worden, so Rechenberg. Das heiße nicht, dass es heute nichts mehr zu tun gäbe:

Die aktuellen Hauptprobleme stammten aus diffusen Quellen: aus der Landwirtschaft etwa und der Verbauung. Insbesondere müssten bei den Indirekteinleitern Verbesserungen erzielt werden, bei den Unternehmen und Haushalten, die ihr Abwasser über die Kanalisation in die Umwelt zurückführen. Rechenberg weiter: „Ein verbleibendes Problem sind die Mikroverunreinigungen, wie polyfluorierte organische Verbindungen zur Feuerfestausstattung von z.B. Textilien oder Bisphenol-A aus dem Papierrecycling.“ Probleme bereiteten zudem Nitrate, Pflanzenschutz- sowie Arzneimittelrückstände, die in die Gewässer gelangten.

Eine weitere Herausforderung – auch unter dem Aspekt des Klimawandels – sieht Rechenberg beim Thema Kühlwasser, das aus Kraftwerken oder größeren Industrieanlagen in die Umwelt gelangt und zu einer Erwärmung der Gewässer beiträgt. Hier arbeitet das Umweltbundesamt derzeit an einem Leitfaden, der Informationen über die Auswirkungen von Gewässererwärmungen enthalten und kritische Grenzwerte benennen soll.

Die Website cleaner production germany wendet sich zugleich an Entwickler und Anwender von Umwelttechnik. Sie will den Zugang zu umweltfreundlichen Technologien erleichtern und zielt auch auf die Exportförderung: Zwei Drittel der Nutzer greifen aus dem Ausland auf die in Deutsch und Englisch angebotenen rund 3.000 Projektinformationen und Publikationen zu. Zum Thema Wassermanagement liefert die Website 43 sehr unterschiedliche Treffer, darunter Informationen zur Abwasserbehandlung in Vietnam, zum Einfluss des demografischen Wandels auf Abwassersysteme oder zu einer Pilotanlage für ein Dränage-Versickerungs-System.

Eine verbesserte Position für deutsche Umwelttechnologien auf dem Weltmarkt will auch das Netzwerk „German Water Partnership“ erreichen. Er bündelt die Aktivitäten privater und öffentlicher Unternehmen und Verbände aus dem Wasserbereich und wird von der Bundesregierung unterstützt.

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