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„CSR und HR müssen viel mehr Hand in Hand gehen“

Für junge Fachkräfte ist die ethische Orientierung ihrer zukünftigen Arbeitgeber ein „Hygiene-Kriterium“: „Unternehmen mit einem schlechten ethischen Verhalten kommen nicht in die engere Auswahl“, sagt Petra Lewe, Geschäftsführerin des Vereins Enactus, der mit seinen Angeboten insbesondere Studierende anspricht. Das bedeute allerdings nicht, dass als besonders nachhaltig positionierte Unternehmen automatisch zum Wunscharbeitgeber des wissenschaftlichen Nachwuchses würden.

Köln (csr-news) – Für junge Fachkräfte ist die ethische Orientierung ihrer zukünftigen Arbeitgeber ein „Hygiene-Kriterium“: „Unternehmen mit einem schlechten ethischen Verhalten kommen nicht in die engere Auswahl“, sagt Petra Lewe, Geschäftsführerin des Vereins Enactus, der mit seinen Angeboten insbesondere Studierende anspricht. Das bedeute allerdings nicht, dass als besonders nachhaltig positionierte Unternehmen automatisch zum Wunscharbeitgeber des wissenschaftlichen Nachwuchses würden, so Lewe weiter.

Unter den Studierenden gewinne die Nachhaltigkeitsorientierung an Bedeutung. Lewe weiter: „Es ist inzwischen der kleinere Kreis, der sein Studium ellenbogenmäßig durchzieht.“ Andererseits erlebt die Enactus-Geschäftsführerin, dass viele Arbeitgeber die Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) für ihr Personalmanagement (HR) noch nicht erkannt haben. „CSR und HR müssen viel mehr Hand in Hand gehen“, so Lewe.

Dabei gehe es um eine Verankerung von CSR in der Unternehmenskultur und der Führungskräfteentwicklung, keinesfalls reichten „grüne Botschaften“. Lewe: „Wichtig ist die Authentizität.“ Viele gelungene Bespiele für die Integration von HR und CSR gebe es noch nicht.

Die Enactus-Geschäftsführerin wird von der Unternehmensberatung KPMG beschäftigt und für die Arbeit in dem Verein freigestellt. Bei KPMG verweist Lewe auf das Business-Advisor-Modell: Wirtschaftsberater begleiten Studierende im Rahmen von Enactus-Programmen deutschlandweit als Mentoren in ihrer Projektarbeit. Ein Beispiel: Das Enactus-Teams der TU München kooperiert mit dem Verein EinDollarBrille und unterstützt diesen bei der Entwicklung lokaler Geschäfts-, Ausbildungs- und Finanzierungsmodelle für die Ein-Dollar-Brille. KPMG-Mitarbeiter begleiten diesen Prozess.

Gemeinsam mit der HHL Leipzig Graduate School of Management führt Enactus derzeit eine Studie zum Thema „Sinn der Arbeit“ durch, die für eine Arbeitgeberwahl ausschlaggebende individuelle Überlegungen und Motivationslagen von Studierenden erfasst. Ergebnisse der Studie sollen im September veröffentlicht werden.

CM14_Personalverantwortung