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China misst erstmals „soziale Harmonie“ in ländlichem Raum

Peking (afp) – Chinas Führung hat erstmals einen Index zur „sozialen Harmonie“ im ländlichen Raum vorgelegt. Den am Dienstag in staatlichen Medien veröffentlichten Daten zufolge liegt der Wert auf einer Skala von hundert Punkten derzeit bei 59,25 Punkten. Der Index basiert demnach auf sechs von der Kommunistischen Partei für relevant erachteten Kriterien für eine „harmonische Gesellschaft“ – „Demokratie, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Dynamik, Stabilität sowie Einklang von Mensch und Natur“.

Der Begriff von einer „harmonischen Gesellschaft“ war von Chinas früherem Staatschef Hu Jintao geprägt worden, der damit zu stärkerem Zusammenhalt aufrief. Vor allem in ländlichen Regionen Chinas gibt es seit Jahren immer wieder Sozialproteste und gewaltsame Auseinandersetzungen.

Die Unzufriedenheit entzündet sich häufig an Korruptionsfällen, Landraub und Polizeigewalt. Zudem gibt es regelmäßig Unruhen von Arbeitern, denen ihre Löhne nicht ausbezahlt werden.

Dem Index zufolge erreichen die ländlichen Regionen in der Kategorie Ehrlichkeit den höchsten Wert von 83,65 Punkten. Beim Einklang von Mensch und Natur liegt der Wert hingegen nur bei 50,74 Punkten.

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