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CSRbriefly am Donnerstag

Hückeswagen (csr-news) – Heute mit den Themen: Ökologieorientierte Steuerung mittelständischer Unternehmen, Evonik setzt sich neue Umweltziele, Treibhausgase der großen Lebensmittelproduzenten, Elektromobilität als Chance, Unternehmen vernachlässigen Fürsorgepflicht, Karriere mit Kind, Partnerschaft für Klimaschutz und Biodiversität, Nachhaltigkeit im Textil-Management, CSR-Leitfaden für MBA-Studenten und die IHK-Saar sucht gesellschaftlich engagierte Unternehmen.

Ökologieorientierte Steuerung mittelständischer Unternehmen
„Grüne“ Logistik ist neben staatlichen Akteuren auch für den Logistikbereich vieler Unternehmen eine Anforderung, die sie an ihre Logistikdienstleister „weiterreichen“. Das IPRI-Forschungsprojekt „ÖkoLogi“ nahm sich dieses Themas im Zeitraum von Dezember 2011 bis März 2014 an. Eine strategische ökologieorientierte Ausrichtung, insbesondere bei mittelständischen Logistikdienstleistern, lässt sich durch geeignete Reporting- und Anreizsysteme auf allen Unternehmensebenen realisieren. Das Forschungsprojekt sollte dies nicht nur zeigen, sondern auch praktisch ermöglichen. Dazu wurden Reporting- und Anreizsysteme gemeinsam mit Logistikdienstleistern erarbeitet und getestet. Band 1 stellt ein Vorgehen zur Entwicklung umweltstrategischer Ziele sowie ein umfassendes Set von über 200 ökologieorientierten Kennzahlen vor. Zudem wurden mehrere Umweltberichte führender Logistikdienstleister hinsichtlich der veröffentlichten Kennzahlen untersucht und systematisiert. Um die praktische Erhebung der ökologieorientierten Kennzahlen zu unterstützen, wurden etwa 50 Kennzahlen in eigens entwickelten Datenblättern ausführlich beschrieben. Die einzelnen Aspekte der Beschreibung umfassen dabei insbesondere Fragen der Datenerhebung sowie dysfunktionaler, also dem Kennzahlenzweck gegenläufiger, Aspekte sowie Aspekte der grafischen Darstellung. Das Praxis Paper beschreibt die Integration der Kennzahlen in ein geeignetes ökologieorientiertes Berichtswesen bestehend aus empfängerorientierten Berichtsblättern und Berichtsprozessen. Band 2 beschreibt, wie die strategischen Umweltziele durch Anreize mit dem Verhalten der Mitarbeiter verbunden werden können. Ein Katalog monetärer und nicht-monetärer Anreize verdeutlicht, dass die Möglichkeiten zum Setzen ökologieorientierter Anreize weit über finanzielle Prämien hinausgehen. Es wird gezeigt, welche Grundlagen sich grundsätzlich für den Einsatz ökologieorientierter Belohnungen eignen. Letztlich werden Belohnungsfunktionen dargestellt, durch welche die Höhe der Belohnung und die Leistungserreichung miteinander gekoppelt werden können.

Evonik setzt sich neue Umweltziele
Evonik Industries hat sich neue langfristige Umweltziele gesetzt und diese im Nachhaltigkeitsbericht 2013 veröffentlicht. Bis 2020 will Evonik die spezifischen Treibhausgasemissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol in Relation zur Produktion gegenüber 2012 um 12 Prozent senken. Die Kennzahl umfasst alle direkten Treibhausgasemissionen sowie die indirekten Netto-Emissionen aus dem Zu- und Verkauf von Energie. Außerdem will Evonik die spezifische Wasserförderung, die den Wasserverbrauch bezogen auf die Produktion angibt, im gleichen Zeitraum um zehn Prozent reduzieren. Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik: „Mit unseren Produkten helfen wir unseren Kunden weltweit, Rohstoffeinsatz und Energieaufwand zu senken. Das gleiche Effizienzdenken wenden wir auch auf unsere eigenen Prozesse an. Denn dauerhaft erfolgreich können wir nur sein, wenn wir verantwortungsvoll mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen.“ Die langfristigen Umweltziele für den Zeitraum von 2004 bis 2014 hatte Evonik bereits 2012 erreicht, zwei Jahre früher als geplant. Hier geht es zum Nachhaltigkeitsbericht.

Treibhausgase der großen Lebensmittelproduzenten
Die zehn großen Lebensmittelproduzenten verursachen mit 263,7 Millionen Tonnen Treibhausgasen mehr klimaschädliche Emissionen als die skandinavischen Länder Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen zusammen. Das zeigt die neue Oxfam-Studie „Standing on the Sidelines. Why food and beverage companies must do more to tackle climate change“. Wären Associated British Foods, Coca-Cola, Danone, General Mills, Kellogg, Mars, Mondelez,International, Nestlé, PepsiCo und Unilever ein Land, würden die zehn Konzerne zusammen die Umwelt so stark belasten, dass sie im Ländervergleich auf Platz 25 der größten Klimasünder wären. „Die Lebensmittelriesen werden ihrer Verantwortung beim Klimaschutz nicht gerecht. Sie gehen mit den Ressourcen nicht sorgsam genug um und nehmen in Kauf, damit den Klimawandel anzuheizen und Millionen Menschen in den Hunger zu treiben“, sagt Jan Kowalzig, Klima-Experte bei Oxfam Deutschland. Bereits jetzt verursacht die Nahrungsmittelproduktion (Rodungen für Ackerflächen eingerechnet) bis zu ein Viertel der weltweiten Treibhausgase, die den Klimawandel befeuern. Stürme, Überflutungen und Dürren führen in der Folge zu Ernteausfällen und steigenden Lebensmittelpreisen. Im Jahr 2015 werden Schätzungen zufolge 50 Millionen Menschen zusätzlich aufgrund des Klimawandels hungern. „Die Lebensmittelriesen könnten viel mehr tun, um entlang ihrer Lieferkette und in ihrer Produktion Emissionen einzusparen. Bis 2020 könnten sie 80 Millionen Tonnen Treibhausgase weniger verursachen. Das ist ein Umfang, als ob man in Los Angeles, Peking, London und New York alle Autos von den Straßen nähme“, sagt Jan Kowalzig. Oxfam fordert von den Lebensmittelriesen, sich selbst und ihren Zulieferern schärfere und verbindliche Emissionsziele aufzulegen. „Es ist skandalös, wenn Lebensmittelkonzerne die wohlhabenden Menschen auf Kosten derjenigen ernähren, die durch den Klimawandel in den Hunger getrieben werden“, sagt Jan Kowalzig. Oxfam-Studie zu Klimawandel und Hunger „Standing on the sidelines“ und die Zusammenfassung.

Elektromobilität als Chance
Zum nächsten Bahnhof sind es fünf Kilometer, der letzte Bus fuhr vor einer Stunde, kein Taxi ist in Sicht: Der Bedarf an zukunftsfähigen Mobilitätslösungen ist gerade in ländlichen Regionen besonders groß. Während 95 Prozent der Stadtbewohner ihre Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel als gut bezeichnen, ist auf dem Land nur jeder Zweite (56 Prozent) damit zufrieden. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Deutschen Bank. (1) Gerade Regionen jenseits der Städte bieten daher erhebliches Potenzial für die Entwicklung zukunftsfähiger Mobilitätslösungen – von Bürgerbussen über Ruf-Taxis bis hin zu Carsharing-Angeboten. Wie sich die Situation verbessern lässt, zeigen zwei Modellprojekte zum Thema Elektromobilität im ländlichen Raum.

Im Fokus des Projekts „E-Mobilität im Vogelsbergkreis“ in Hessen steht die Entwicklung neuer Mobilitätsangebote in ländlichen Räumen mit Hilfe von Elektrofahrzeugen. Davon sollen besonders ältere Menschen und Kinder profitieren. Ein Teilprojekt widmet sich der Erforschung eines Hol- und Bringservices als neue Form der Nachbarschaftshilfe. In zwei Ortsteilen – Lautertal-Hopfmannsfeld und Nieder-Gemünden – untersuchen die Initiatoren im zweiten Teilprojekt die Potenziale des „Elektro-Dorf-Carsharing“. Die gemeinsam genutzten Fahrzeuge unterschiedlicher Modelle und Größen werden geleast und mit regional produziertem Strom aus regenerativen Quellen betrieben. Das Projekt befindet sich derzeit in der Probephase. Für 18 Monate können die Dorfbewohner die neue Form des Carsharing gratis testen. Weitere Informationen dazu unter http://www.vogelsbergkreis.de

Das Projekt „E-Wald“ im Bayerischen Wald, das deutschlandweit größte Demonstrationsprojekt für Elektromobilität, hat den Praxistest bereits erfolgreich bestanden. Heute sorgen rund 150 Elektroautos dafür, dass Touristen und Einwohner in insgesamt sechs Landkreisen im Bayerischen Wald umweltfreundlich unterwegs sind. Das Projekt, das vom Technologiecampus Freyung der Hochschule Deggendorf geleitet wird, deckt eine Gesamtfläche von 7.000 Quadratkilometern ab – das entspricht rund zehn Prozent der Fläche des Freistaates. Durch die Einbindung des ÖPNV, beispielsweise über eine Kooperation mit der DB RegioNetz Verkehrs GmbH, wird zudem gewährleistet, dass an zentralen Verkehrsknotenpunkten die Anschlussmobilität gesichert ist. „E-Wald“ wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie im Rahmen der „Modellregion Elektromobilität“ gefördert. Mehr Informationen zum Projekt unter http://www.e-wald.eu/

Die beiden Projekte zeigen beispielhaft, wie im ländlichen Raum zukunftsfähige Konzepte entstehen können. Mit dem Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ zeichnen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank wegweisende Innovationen aus. Eine unabhängige Expertenjury aus 18 Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern wählt aus allen Bewerbern die 100 besten Projekte aus. Die Gewinner werden am 1.Juli bekannt gegeben. Informationen zum Wettbewerb und zum Jahresthema finden sich unter ausgezeichnete-orte.de sowie unter Innovationen-querfeldein.de.

Unternehmen vernachlässigen Fürsorgepflicht
Geschäftsreisende sind bei unvorhergesehenen Problemen immer häufiger auf sich gestellt: 45 Prozent müssen sich bei Krisen vor Ort selbst helfen und bekommen keine Unterstützung vom Arbeitgeber. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Chefsache Business Travel 2014“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV). Für die Studie wurden 220 Geschäftsführer, Vorstände, Fach- und Führungskräfte befragt, die regelmäßig beruflich reisen. Politische Unruhen, Extremwetterlagen, Streiks: Immer wieder passieren Störungen, die Geschäftsreisende unterwegs stranden lassen. Ob und wie die Reise weitergeht, muss laut DRV-Studie fast die Hälfte von ihnen selbst herausfinden. 2013 betrug der Anteil derjenigen, die sich im Stich gelassen fühlen, noch 35 Prozent. „Die ausbleibende Unterstützung vom Arbeitgeber führt nicht nur zu Frust beim Einzelnen“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. „Wenn Termine platzen oder der Reisende sich nicht in Ruhe darauf vorbereiten kann, gefährdet dies auch den geschäftlichen Erfolg der Reise.“ 62 Prozent der vom DRV befragten Geschäftsreisenden geben in der aktuellen Studie außerdem an, dass ihnen von speziellen Vorbereitungen ihres Unternehmens auf einen Krisenfall bei Geschäftsreisen nichts bekannt sei. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur um vier Prozentpunkte verringert. Knapp zwei Drittel der Befragten vermuten also lediglich, dass ihr Arbeitgeber ihnen im Ernstfall schon aus der Klemme helfen würde. „Offenbar wird in Unternehmen zu wenig über das Thema gesprochen“, sagt Stefan Vorndran. „Selbst dort, wo es Regelungen für einen Krisenfall gibt, sind viele Reisende darüber nicht informiert. Die Chefs vernachlässigen so ihre Fürsorgepflicht und gefährden die Sicherheit ihrer Mitarbeiter – und damit auch ihren eigenen Ruf als Arbeitgeber“, so der Business-Travel-Experte.

Karriere mit Kind
Das Programm FOR WOMEN IN SCIENCE hat zum Ziel, die Situation von hochqualifizierten Doktorandinnen mit Kindern zu verbessern. Die Initiative trägt dazu bei, dass gut ausgebildete Frauen ihre vielversprechende Karriere aufgrund einer Familiengründung nicht wesentlich unterbrechen oder sogar abbrechen müssen und der Forschung damit wichtiges Know-How erhalten bleibt. Seit 2006 unterstützen L’Oréal Deutschland und die Deutsche UNESCO Kommission in Zusammenarbeit mit der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung herausragende Doktorandinnen der Naturwissenschaften mit Kindern. Die jährlich drei Preisträgerinnen erhalten jeweils eine Unterstützung im Wert von 20.000 Euro. Die Hälfte des Betrags können die Wissenschaftlerinnen für zusätzliche Kinderbetreuung und Unterstützung im Haushalt sowie für Coaching- und Weiterbildungsmaßnahmen verwenden. Die zweite Hälfte fließt an das Institut der jeweiligen Preisträgerin. Damit werden Projekte unterstützt, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie dauerhaft verbessern, beispielsweise durch die Einrichtung eines Eltern-Kind-Zimmers. Am 22. Mai 2014 werden in Berlin die diesjährigen Preisträgerinnen geehrt. Die diesjährigen Preisträgerinnen:

MILA LEUTHOLD vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Sie untersucht die Interaktion von Noroviren mit dem Wirt, um Aufschlüsse über die Entwicklung von Noroviren zu erlangen. Dieses Wissen kann helfen, Substanzen zu entwickeln, die eine Infektion verhindern oder zumindest abschwächen.

LENA VEIT vom Institut für Neurobiologie der Eberhard Karls Universität Tübingen. Sie erforscht die neuralen Verarbeitungsmuster von Rabenvögeln. Diese Grundlagenforschung liefert wertvolle Einblicke, wie im Laufe der Evolution intelligentes Verhalten mehrmals unabhängig voneinander entstanden ist und hirnorganisch verwirklicht wurde.

NATASCHA ZHANG vom Institut für Zoologie und Anthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Sie untersucht die molekularen Mechanismen, die für die Evolution morphologischer Diversität in Gliederfüßern verantwortlich sind. Ihr Ziel ist es, genetische Faktoren zu identifizieren, die das Längenwachstum der Laufbeine von Spinnen beeinflussen.

Partnerschaft für Klimaschutz und Biodiversität
Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank fördert Brasilien im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderer Ressorts bei seiner nachhaltigen Entwicklung. Das Portfolio an laufenden Vorhaben und Projekten in Vorbereitung beträgt 2 Mrd. EUR. „Die KfW unterstützt Brasilien dabei, die internationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Ziel ist der Erhalt der einmaligen Biodiversität und die Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Mit Innovationen und moderner Technologie kann ein Wachstum gefördert werden, das im Einklang mit der Natur steht und sozialen Kriterien genügt“, sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. Einer von zwei Schwerpunkten ist die Zusammenarbeit bei Erneuerbaren Energien sowie der Steigerung energetischer Effizienz. Alleine für diesen Schwerpunkt werden momentan Projekte von mehr als 1,3 Mrd. EUR durchgeführt und vorbereitet. Eine Reihe von Kleinwasserkraftanlagen und Windparks sind bereits fertig gestellt und liefern täglich sauberen Strom. Als nächstes steht Ende Mai die Einweihung einer 1 Megawatt-Solaranlage auf dem Hauptsitz des südbrasilianischen Energieversorgungsunternehmens Eletrosul an. Sie wird die erste Solargroßanlage auf dem Dach einer öffentlichen Firma Brasiliens sein und als Modellprojekt die Photovoltaik stärker in den Blickpunkt der brasilianischen Öffentlichkeit rücken; denn trotz günstiger Sonneneinstrahlungswerte ist diese Technologie noch wenig im Einsatz. Und in wenigen Tagen wird eine weitere KfW-Finanzierung die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Im Rahmen des Projekts „Solar-WM 2014“ wurde das Stadiondach des „Mineirão“ im WM-Spielort Belo Horizonte mit einer 1,4 Megawatt-Anlage Photovoltaik ausgestattet. Für weitere Solarstadiondächer haben Studien beratend unterstützt durch die GIZ den Anstoß gegeben. Erfrischender Schatten für die Zuschauer und Sonnenenergie für den Stadionbetrieb – die Stadiondächer leisten ihren Beitrag zu einer ausgewogenen WM. Der zweite große Schwerpunkt in der Kooperation mit Brasilien ist der Tropenwaldschutz, in dem die KfW bereits seit 1995 im Auftrag der Bundesregierung engagiert ist. Die KfW war nicht nur einer der Pioniere im Schutz der Regenwälder Brasiliens, sondern ist mit derzeit 366 Mio. EUR auch volumenseitig der wichtigste Kooperationspartner der brasilianischen Umweltbehörden. Das weltweit wohl bekannteste Programm heißt ARPA (Amazon Region Protected Area Program) und stellt knapp 100 Naturschutzgebiete auf einer Fläche von rd. 600 Tsd. Quadratkilometern unter aktiven Schutz. Neben der Ausweisung der Parkflächen steht besonders der langfristige Unterhalt der Gebiete im Fokus. Illegaler Abholzung kann so wirksam Einhalt geboten werden. Besonders dankt dies Brasiliens Biodiversität mit ihren rd. 1,4 Millionen Pflanzen- und Tierarten. Die dort lebenden Menschen können ihre Zukunft im Einklang mit der Natur gestalten.

Nachhaltigkeit im Textil-Management
Die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit des Textilspezialisten bardusch wurde mit dem Prüfsiegel „Gesicherte Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. Das Deutsche priv. Institut für Nachhaltigkeit und Ökonomie bescheinigte bardusch eine umfassende Nachhaltigkeitsprüfung in den Bereichen Produkt-, Service- und Beratungsqualität. Im Rahmen des Audits wurden auch die wirtschaftliche Zukunftsausrichtung, das Unternehmensmanagement sowie die ökologische und soziale Verantwortung des international tätigen Familienunternehmens zertifiziert. Die bardusch Gruppe hat als erstes deutsches Serviceunternehmen ein Umweltmanagementsystem begonnen, nach EGVerordnung 1836/93 eingeführt und zu EMAS III und ISO 14001 weiterentwickelt. Eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit, die auch das älteste Umweltzeichen der Welt, der „Blaue Engel“, bestätigt. Angelika Lehmann, Leiterin des Qualitätsmanagements bardusch, kommentiert das neu erhaltene Prüfsiegel: „Mit diesem Zertifikat wurde erneut bestätigt, dass Nachhaltigkeit bei bardusch mit Verantwortung verbunden ist, und nicht zu einem reinen Modewort verkommen ist.“

CSR-Leitfaden für MBA-Studenten
Corporate Social Responsibility 2014 ist ein umfassender Leitfaden für angehende MBA-Studenten auf der Suche nach einer Business School, Bildung und CSR sowie Beschäftigungsaussichten. Hier geht es zum Download.

IHK-Saar sucht gesellschaftlich engagierte Unternehmen
Die IHK Saarland, die LAG Pro Ehrenamt und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr loben erneut den Unternehmenswettbewerb „aktiv & engagiert“ aus – dies bereits zum achten Mal. Die Bewerbungen der vergangenen Jahre haben nach Ansicht der Initiatoren gezeigt, dass sich die Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, sich aktiv in die Gesellschaft einbringen und bürgerschaftliches Engagement weit über ihren Betrieb hinaus praktizieren. Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, die im Saarland ansässig sind oder hier eine Zweigstelle betreiben und sich beispielsweise in den Bereichen Bildung, Kultur, Umwelt oder Soziales engagieren. Das Engagement kann dabei auf unterschiedliche Weise erfolgen: Geld oder Sachspenden, Pro-Bono-Arbeiten für gemeinnützige Einrichtungen, Freistellung von Mitarbeitern für soziale Projekte oder durch Bereitstellung von unternehmenseigener Infrastruktur. Bis zum 15. September können Unternehmen ihre Projekte bürgerschaftlichen Engagements einreichen. „Mit unserem Wettbewerb wollen wir das vielfältige bürgerschaftliche Engagement der Unternehmen würdigen und zugleich andere zur Nachahmung anregen. Denn Unternehmen, die sich auf vorbildliche Weise im sozialen oder kulturellen Bereich engagieren, steigern nicht nur die Akzeptanz bei ihren Kunden, sie präsentieren sich auch als sympathischer, attraktiver Arbeitgeber“, erklärte IHK-Präsident Richard Weber. LAG Pro Ehrenamt-Präsident Hans-Joachim Müller wies auf den gesamtgesellschaftlichen Nutzen bürgerschaftlichen Engagements hin: „Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für andere engagieren, denn dies stärkt den Zusammenhalt. Diese Kultur der Verantwortung findet sich bei uns im Saarland insbesondere in familiengeführten Unternehmen.“ Dort sei unternehmerisches Engagement seit jeher gelebte Praxis, so Müller.