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EU will Artenschutz mit Entwicklungshilfe verbinden

Brüssel (afp) – Die EU-Kommission will Artenschutz und Entwicklungshilfe besser miteinander verbinden. Am Donnerstag startete die Kommission in Brüssel eine Initiative, die in armen Ländern zugleich die biologische Vielfalt erhalten wie auch die Lebensbedingungen der Menschen verbessern soll. Das Programm für die Zeit bis 2020 hat einen Umfang von bis zu 800 Millionen Euro.

Biologische Vielfalt, also der Reichtum an Tier- und Pflanzenarten sowie an unterschiedlichen Landschaften, steht nach Analyse der Kommission in engem Zusammenhang mit der Entwicklung. So können artenreiche Landstriche etwa Öko-Touristen anziehen, deren Geld das Leben der einheimischen Bevölkerung verbessern hilft. Dies könnte wiederum Wilderei vorbeugen.

Das EU-Programm setzt an verschiedenen Stellen an, etwa bei der Förderung nachhaltiger Landwirtschaft und der Bekämpfung von Korruption in Naturschutzbehörden. Ein Schwerpunkt ist der Kampf gegen Wilderei und den damit verbundenen Schmuggel. Die Kommission äußerte sich besorgt über Hinweise, wonach Rebellen-Milizen und möglicherweise terroristische Gruppen in das Wilderei-Geschäft eingestiegen seien, um so ihre Aktivitäten zu finanzieren.