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First Mover – Erste Studie zur Nachhaltigkeitskommunikation nach GRI G4

Die Kirchhoff Consult AG hat in einer Studie die Umsetzung des neuen Standards G4 der Global Reporting Initiative bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen im Euro Stoxx 50 und im Dax 30 untersucht. Gegenstand der Untersuchung waren sowohl separate Nachhaltigkeitsberichte als auch integrierte Berichte. Bislang berichten erst wenige Unternehmen nach dem neuen Standard.

Hamburg (csr-news) > Die Kirchhoff Consult AG hat in einer Studie die Umsetzung des neuen Standards G4 der Global Reporting Initiative bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen im Euro Stoxx 50 und im Dax 30 untersucht. Gegenstand der Untersuchung waren sowohl separate Nachhaltigkeitsberichte als auch integrierte Berichte. Bislang berichten erst wenige Unternehmen nach dem neuen Standard.

Von 66 untersuchten Unternehmen bereiten aktuell sechs Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsthemen gemäß dem neuen Standard G4 auf. Bei den deutschen Unternehmen gehören SAP und Daimler zu den Vorreitern. Von den untersuchten europäischen Unternehmen berichten ASML, Iberdrola, Philips und Unibail-Rodamco nach dem neuen Standard. Daimler und Philips wählten das umfassende „Comprehensive“-Modell, berichten jedoch nicht alle geforderten Indikatoren. ASML, Iberola, SAP und Unibail-Rodamco berichten nach dem deutlich schlankeren „Core“-Modell. Bei der Umsetzung des Standards gibt es  erhebliche Unterschiede. Insbesondere bei der Festlegung, wie viele Themen für das Unternehmen wesentlich sind, variiert die Anzahl stark: Zwischen 6 und 57 Aspekte werden definiert. Während sich beispielsweise SAP auf sechs Kernthemen konzentriert, hat Daimler 46 Aspekte als wesentlich definiert. Die im „Comprehensive“-Modell geforderte Angabe zur Vorstandsvergütung im Bezug auf die Vergütung des Medians der Gesamtbelegschaft wird von den Unternehmen nicht umgesetzt. Ebenfalls werden Auswirkungen in der Lieferkette nur eingeschränkt erfasst. Deutlichen Nachholbedarf sieht Kirchhoff Consult bei den Unternehmen Fresenius, Fresenius Medical Care und BBVA, welche über ihre Nachhaltigkeitsthemen bisher kaum berichten. Insgesamt zeigt die Studie, dass noch eine Menge Arbeit auf Unternehmen zukommt, welche die GRI-Richtlinien anwenden. Alle Berichte, die nach dem 31.12.2015 veröffentlicht werden, müssen dem neuen Standard G4 folgen. „Diese Arbeit lohnt sich, denn die GRI-Berichterstattung ist eine gute Voraussetzung für die Umsetzung der kommenden EU-Veröffentlichungspflicht“, so die Experten von Kirchhoff.

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