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CR-Bericht: Messbare Fortschritte bei der Telekom

Die Deutsche Telekom will weltweit Marktführer für vernetztes Leben und Arbeiten werden und dabei auch eine führende Rolle bei der Übernahme gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung übernehmen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden auf diesem Weg einige wesentliche Schritte erreicht. Zu den Highlights gehört die Verabschiedung einer konzernweit gültigen CR-Richtlinie und auch die Lieferanten werden verpflichtet.

Bonn (csr-news) > Die Deutsche Telekom will weltweit Marktführer für vernetztes Leben und Arbeiten werden und dabei auch eine führende Rolle bei der Übernahme gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung übernehmen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden auf diesem Weg einige wesentliche Schritte erreicht. Zu den Highlights gehört die Verabschiedung einer konzernweit gültigen CR-Richtlinie und auch die Lieferanten werden verpflichtet.

„Die Telekom ist international treibende Kraft für nachhaltiges Handeln, sie setzt Maßstäbe für ein vernetztes Leben und Arbeiten, ist beispielhaft in der Integration von Menschen in die Informationsgesellschaft und führend auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Gesellschaft“, so hat die Telekom ihre Vision formuliert und gibt damit einen Orientierungsrahmen für den gesamten Konzern vor, der alle Handlungsfelder einer verantwortlichen, nachhaltigen Unternehmensführung umfasst. „Wir sind eben mehr als nur ein Infrastrukturanbieter“, schreibt Vorstandschef Timotheus Höttges im Vorwort des neuen Nachhaltigkeitsberichts dazu. Die konzernweite CR-Strategie ist das Bekenntnis zur nachhaltigen Unternehmensführung und konzentriert sich auf drei wesentliche Handlungsfelder. Das ist die Übernahme von Verantwortung für vernetztes Leben und Arbeiten, für chancengleiche Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft sowie für eine klimafreundliche Gesellschaft. Fortschritte auf diesem Weg werden anhand zentraler Indikatoren gemessen und unter anderem im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der Telekom ist dabei sehr wichtig auch für Investoren interessant zu sein, die bei ihren Kapitalanlagen auch die sogenannten ESG-Kriterien berücksichtigen. Im vergangenen Jahr lagen immerhin 19 Prozent der T-Aktien bei Investoren die zumindest teilweise ESG-Kriterien in ihre Anlagestrategie einbeziehen. Rund zwei Prozent wurden von Fonds gehalten, die sich vorrangig an sozialen und ökologischen Kriterien orientieren. Entsprechend wichtig ist der Telekom ein erfolgreiches Abschneiden in den wichtigsten Rankings und die Aufnahme in zentralen Nachhaltigkeitsindizes. Das ist in 2013 weitestgehend gelungen. So ist das Unternehmen unter anderem im STOXX Global ESG Leaders Index, im FTSE 4Good und im neu aufgelegten UN Global Compact 100 gelistet. Im oekom-Nachhaltigkeitsrating ist die Telekom mit „Prime“ bewertet. Nicht gereicht hat es für DJSI World und Europe. Obwohl die Telekom gegenüber dem Vorjahr erneut besser abgeschnitten hat, ist sie im aktuellen DJSI nicht enthalten. Als Grund wird das erneut stark gestiegene Anspruchsniveau genannt. Für 2014 ist die Wiederaufnahme ein festes Ziel. Für das zugrunde liegende SAM-Rating will man sich stärker auf die Themen mit dem höchsten Verbesserungspotenzial fokussieren und damit das Gesamtergebnis erneut verbessern. Erstmals wurde die Telekom im vergangenen Jahr im CDP Leadership Index aufgenommen. Als Grund wurde die überdurchschnittliche Transparenz bei den klimarelevanten Aktivitäten angegeben. Mit 90 von 100 möglichen Punkten gehört die Telekom damit zu besten zehn Prozent der Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ein Grund dafür könnte das 2013 verabschiedete Klimaschutzziel sein. Danach soll der gesamte Konzern mit Ausnahme von T-Mobile USA die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Referenz-Jahr 2008 um mindestens 20 Prozent senken. Ein konzernweites Klimaschutzziel wurde im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse zusammen mit den Stakeholdern als wesentlichstes Ziel im Bereich Klima und Umwelt benannt. Konkret müssen nun 430.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Die 2012 veröffentlichte SMARTer-2020-Studie zeigte, dass die Informations- und Kommunikationsbranche einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten kann. Demnach könnte die Branche mehr als neun Milliarden Tonnen CO2 einsparen, das wären rund 16,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Um ihren Beitrag zu leisten, setzt die Telekom unter anderem auf einen effizienteren Betrieb der Netzinfrastruktur, die den größten Energieverbrauch verursacht und damit den größten Hebel darstellt. So soll etwa die veraltete Festnetz-Technik komplett durch IP-basierte Anschlüsse ersetzt werden. Alleine 2013 konnte dadurch bereits 3,153 Megawatt Leistung abgeschaltet und mehr als 12.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Aber auch die Mitarbeiter können und sollen ihren Beitrag leisten. So soll der Fuhrpark auf Fahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß umgestellt werden. Mitarbeiter, die sich dennoch für ein anderes Fahrzeug entscheiden, werden durch einen monetären Malus an der höheren Umweltbelastung beteiligt. In einem ersten Schritt konnte der durchschnittliche Schadstoffausstoß der Flotte im vergangenen Jahr von 120g auf 118g CO2 /km gesenkt werden. Dieser, auf Herstellerangaben beruhende, Wert soll bis Ende 2015 auf 110g CO2 /km reduziert werden. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter zu sparsamer Fahrweise angehalten. 2013 nahmen etwa 1640 Mitarbeiter der Telekom in Deutschland an Öko-Fahrtrainings teil.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Telekom CR-Strategie ist eine nachhaltige Beschaffung. Mehr als 20.000 Unternehmen aus 80 Ländern beliefern die Telekom mit Produkten und Dienstleistungen. Durch eine sozial- und umweltverträgliche Beschaffung soll das Ziel einer insgesamt nachhaltigen Wertschöpfungskette unterstützt werden. Dazu hat die Telekom verschieden Leitlinien und Selbstverpflichtungen eingeführt, die auch von den Lieferanten einzuhalten sind. Dazu gehören etwa ein Code of Conduct, eine Sozialcharta und die CR-Klausel als Bestandteil der Allgemeinen Einkaufsbedingungen. Diese 2013 eingeführte Klausel beschreibt in 13 Punkten ethische, soziale und ökologische Grundsätze, zu deren Einhaltung sich die Lieferanten aber auch die Vorlieferanten verpflichten müssen. Dadurch erlangt die Telekom das Recht, von ihren Lieferanten Informationen Einhaltung von Menschenrechten, Arbeits- und Umweltstandards oder zu Korruptions- und Betrugsbekämpfung in ihrem Verantwortungs- und Einflussbereich zu erhalten und dies auch zu überprüfen. Gemessen wird die Nachhaltigkeitsleistung der Beschaffung über den Key Performance Indikator „Nachhaltiger Einkauf“. Dieser stellt das Einkaufsvolumen von Lieferanten, bei denen die Einhaltung der sozialen und ökologischen Anforderungen überprüft wurde, in Beziehung zum gesamten Einkaufsvolumen. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 54 Prozent und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Ziel ist es, bis zum Ende des nächsten Jahres eine Abdeckung von 75 Prozent zu erreichen. Auch bei Ausschreibungen werden die Nachhaltigkeitskriterien seit dem vergangenen Jahr mit einer Gewichtung von zehn Prozent angewendet. Noch keine Lösung erreichen konnte die Telekom bei ihrem Ziel, ein Programm zur Lieferantenentwicklung einzuführen. Damit sollen strategisch wichtige und kritische Lieferanten unterstützt werden, ihre Geschäftspraktiken sozial und ökologisch verträglich auszurichten. Im vergangenen Jahr konnte die Telekom keinen geeigneten Partner für die Einführung finden, deshalb steht die Einführung 2014 erneut auf der Agenda.

 

Weitere Informationen:

Online-Nachhaltigkeitsbericht

Personalbericht

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