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Aktiv für eine gute Corporate Governance

Rund 212 Millionen Euro verwaltet die Union-Investment als Vermögensverwalter innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Damit ist sie eine der größten Fondsgesellschaften in Deutschland, der über vier Millionen Kunden ihre Ersparnisse anvertrauen. Im neuen integrierten Nachhaltigkeitsbericht erläutert die Union, wie sie die Gelder verantwortlich anlegt und wie sie von Unternehmen eine gute Corporate Governance fordert.

Frankfurt (csr-news) > Rund 212 Millionen Euro verwaltet die Union-Investment als Vermögensverwalter innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Damit ist sie eine der größten Fondsgesellschaften in Deutschland, der über vier Millionen Kunden ihre Ersparnisse anvertrauen. Im neuen integrierten Nachhaltigkeitsbericht erläutert die Union, wie sie die Gelder verantwortlich anlegt und wie sie von Unternehmen eine gute Corporate Governance fordert.

“Der Gemeinschaftsgedanke ist wichtiger Baustein in unserem genossenschaftlichen Selbstverständnis und aktueller denn je”, so Stefan Kantzenbach, Leiter Unternehmenskommunikation bei Union Investment. “Denn er kann helfen, auch in einem dynamischen Marktumfeld zu wachsen und dennoch nachhaltig zu agieren“. Erstmals hat die Union Investment Geschäftsbericht und CSR-Bericht in einer Publikation vereint. 216 Seiten umfasst das Werk mit dem Titel „Gemeinschaft ist alles“. Ein wichtiger Aspekt darin ist, wie die Kundengelder möglichst sozial und ökologisch verantwortlich investiert werden. Dabei verlässt sich die Union keineswegs nur auf die Bewertung potenzieller Investments anhand von ESG-Kriterien. Ein ebenso bedeutendes Mittel ist der Ansatz des engagierten Aktionärs. „Ohne Nachhaltigkeit und Corporate Governance gibt es keinen Shareholder-Value“ so die Überzeugung von Vorstandsmitglied Alexander Schindler. Und dies wird auf unterschiedlichen Wegen von den Unternehmen eingefordert. „Active Shareholder“ heißt dieser Ansatz, der erstmalig in den 1980er Jahren in den USA auftauchte. Zu jener Zeit allerdings noch im Sinne einer maximalen Gewinnausbeute gebraucht, steht er heute eher für Dialog über Themen einer nachhaltigen Unternehmensführung. In diesem Sinne versteht auch die Union ihr Engagement, wenn sie auf Hauptversammlungen oder in Hintergrundgesprächen mit Unternehmensverantwortlichen redet. Rund 4.000 Einzelgespräche, davon rund 400 ausschließlich zu Nachhaltigkeitsthemen, führen die Fondsmanager im Laufe eines Jahres um ihre Anlageentscheidungen zu überprüfen. Hinzu kommen rund 1.000 Stimmrechtsausübungen und etwa 10-15 Redebeiträge auf Hauptversammlungen. Trotz dieses Engagements bleibt die Performance des Investments maßgeblich, heißt es im Nachhaltigkeitsbericht. Besteht die Wahl zwischen zwei Aktien, deren Parameter im Wesentlichen gleich sind: „Dann investiert man lieber in ein Unternehmen mit besserer Corporate Governance“, so Geschäftsführungsmitglied Michael Schmidt im Bericht. Als engagierter Aktionär verfolgt die Union einen dreistufigen Ansatz. Zunächst werden in der Phase des Pre-Engagements mögliche Investments gesucht. Dazu greifen die Fondsmanager auf die Expertise von hauseigenen Sektoranalysten und externen Datenanbietern wie Trucost oder imug zurück. Die Ergebnisse werden in einem IT-gestützten System zusammengefasst und bilden die Basis für den Engagement-Ansatz. Die analysierten Unternehmen werden entweder einem roten Bereich zugeordnet, wenn sie Mindeststandards der Nachhaltigkeit verletzen. Unternehmen mit ausreichenden oder guten ESG-Standards kommen in den gelben Bereich und die vorbildlichen Akteure sind dem grünen Bereich zugeordnet. Das Ziel der zweiten Phase der Engagement-Politik ist es, ausgewählte Unternehmen in den grünen Bereich zu führen. Dazu kommen die Werkzeuge Stimmrechtsausübung und Dialog in Form von Redebeiträgen auf Hauptversammlungen oder Hintergrundgesprächen. Fehlt noch die dritte Phase, das Post-Engagement. Denn, wenn die Nachhaltigkeitsleistung auf Dauer nicht den Anforderungen entspricht, werden diese Unternehmen konsequent aus dem Anlageportfolio ausgeschlossen.

Weitere Informationen enthält der Geschäfts-/CSR-Bericht und der Engagement-Report.

 

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