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„Wasser ist noch kein Investment-Case“: CDP will das ändern

Vielen ist das Carbon Disclosure Project als eine zu Fragen der Treibhausgas-Emissionen aktive NGO bekannt. Das CDP engagiert sich aber ebenso für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen Wasser und Wald. „Im Blick auf das Wasser tun sich nach unserem Dafür halten die Unternehmen noch schwer“, sagt Susan Dreyer, CDP Country Director für Deutschland, Schweiz und Österreich.

Berlin (csr-news) – Vielen ist das Carbon Disclosure Project als eine zu Fragen der Treibhausgas-Emissionen aktive NGO bekannt. Das CDP engagiert sich aber ebenso für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen Wasser und Wald. „Im Blick auf das Wasser tun sich nach unserem Dafür halten die Unternehmen noch schwer“, sagt Susan Dreyer, CDP Country Director für Deutschland, Schweiz und Österreich.

Das CDP will Unternehmen zur Offenlegung ihrer Umweltdaten motivieren und so einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen fördern. „Wir geben grundsätzlich nicht bestimmte Standards vor, wir wollen einfach Transparenz schaffen“, sagt Dreyer. Ausgangspunkt sind dabei Anfragen institutioneller Investoren zu konkreten Unternehmen an das CDP, woraufhin die NGO einen detaillierten Fragebogen an diese Unternehmen versendet. Das CDP veröffentlicht die Antworten der Befragten – oder einen Hinweis darauf, dass sie nicht oder ablehnend geantwortet haben. Im vergangenen Jahr berichteten über das CDP 4.500 Unternehmen weltweit zu Klimawandel und 530 zu Wasser. Damit ist die Anzahl der teilnehmenden Unternehmen im Bereich Wasser kleiner, sie verzeichnet allerdings ein deutliches Wachstum: So wurden im Jahr 2012 erst 470 Wasser-Berichte veröffentlicht. Das CDP konzentriert sich auf die wasserintensiven Sektoren Kleidung, Energie, Nahrungsmittel und Chemie.

„Wasser ist noch nicht wirklich ein Investment-Case“, sagt Dreyer. Deshalb ist es ein CDP-Ziel, dieses Thema auf der Prioritätenliste der Investoren weiter oben zu verankern. Andererseits gehe den Unternehmen die Ermittlung und Bewertung ihres Wasserfußabdruckes nicht einfach von der Hand, da Wasserentnahmen je nach Gegend oder Branche unterschiedlich zu bewerten seien. Dreyer dazu: „Unternehmen fällt es leichter, Zahlen zu erheben und zu berichten, als daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.“

Über das Supply-Chain-Programm gewinnt die NGO neben den internationalen Konzernen auch deren mittelständische Zulieferer für eine Berichterstattung zu Umweltfragen. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 2.900 Zulieferer von 64 Konzernen daran teil und berichteten ihre Klima- und in einigen Fällen auch ihre Wasserdaten. Im Rahmen des Supply-Chain-Programms unterstützt das CDP die Zulieferer beim Aufbau einer Datenerhebung.

Warum sollte sich größere Unternehmen ab etwa 100 Millionen Euro Jahresumsatz – möglichweise neben der Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichtes nach dem GRI-Standard – dem CDP-Fragebogen stellen? „Wir gehen bei den Themen Klima, Wasser und Wald deutlich stärker in die Tiefe“, sagt Dreyer. „Dabei arbeiten wir mit dem Enthusiasmus einer NGO und sehen immer mehr: Das hat Zug und wirkt sich am Ende auch positiv auf die Unternehmen selbst aus.“

Weitere Informationen im Internet: www.cdp.net

Beispiel für ein „CDP Water Disclosure“: >> die BASF SE 2013

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