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Afrika: IKT stärkt die Wirtschaft und verändert die Gesellschaft

Berlin (csr-news) – Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) entwickelt sich in Afrika außerordentlich schnell und überspringt dabei ganze Technologiegenerationen. Die Zukunft der IKT auf dem Kontinent werde von Wirtschaftsexperten „nahezu euphorisch betrachtet“, sagte Sven Gábor Jánszky, Direktor von 2b AHEAD Think Tanks, der gemeinsam mit dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft die Trendstudie „Afrika 2025“ herausgegeben hat. Deutsche Unternehmen, die an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben wollen, „müssen verstehen, wie die afrikanische Gesellschaft und die afrikanische Kundschaft funktionieren“.

Derzeit engagieren sich deutsche Unternehmen etwa beim Einsatz von IKT im Gesundheitswesen, so Jánszky. Dadurch sei es möglich, Diagnosegeräte wie Computerthomografen mit einer Internetplattform zu verbinden und die Ergebnisse an einem ganz anderen Ort zu befunden. Mit deutscher Unterstützung seinen zudem Container mit medizinischen Diagnosegeräten und einer autarken Stromversorgung entwickelt worden, die in abgelegenen Regionen zum Einsatz kommen.

In der Afrikastudie heißt es dazu: „Auf der gesellschaftspolitischen Ebene werden E-Health, E-Lerning und E-Government, in Verbindung mit OpenData, einen sehr großen Einfluss haben. Damit ist es den Ländern möglich, Bildung, Gesundheitsversorgung und behördliche Dienste dahin zu bringen, wo es weder Schule, Krankenhaus oder eine Behörde gibt.“ Ruanda und Kenia seien als IT-Standorte besonders interessant. Afrikanische Märkte würden derzeit von Startups dominiert, die Open Source-Programme nutzten, um „afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme“ zu entwickeln.

Mittelständische Unternehmen, die sich etwa im Bereich von IKT in Afrika engagieren wollten, sollten dies „nicht mit einem wie auch immer gearteten Gutmenschentum“ verbinden, so Jánszky. „Es geht auch mit einer eher marktwirtschaftlich getriebenen Herangehensweise.“

Den afrikanischen IKT-Sektor haben längst auch internationale Konzerne im Blick: So entsandte IBM im Mai ein Corporate Service-Team nach Nairobi an die kenianische Strathmore University, das die Studierenden pro bono in Managementtechnologien schulte. Auch für die Geschäftsentwicklung von IBM dürfen die so entstehenden Kontakte gewinnbringend sein, gilt doch Strathmore als das universitäre Zentrum für die IKT-Forschung und –Lehre in Kenia.

Die Trendstudie „Afrika 2025“ >> als PDF im Internet

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