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Transparente Lieferkette für Fisch und Fleisch

Wo wann und wie sind Barsch, Lachs oder Scholle ins Netz gegangen? Wer hat sie gefischt und wer verarbeitet? Antworten auf diese Fragen bekommen Kunden der Metro Cash&Carry Märkte zukünftig direkt beim Einkauf. Möglich macht dies ein lückenloses Rückverfolgungssystem, gemeinsam entwickelt von der Metro Group und der Standardisierungsorganisation GS1.

Düsseldorf (csr-news) > Wo wann und wie sind Barsch, Lachs oder Scholle ins Netz gegangen? Wer hat sie gefischt und wer verarbeitet? Antworten auf diese Fragen bekommen Kunden der Metro Cash&Carry Märkte zukünftig direkt beim Einkauf. Möglich macht dies ein lückenloses Rückverfolgungssystem, gemeinsam entwickelt von der Metro Group und der Standardisierungsorganisation GS1.

Mittels eine Smartphone-App lässt sich der gesamte Lieferweg, vom Fanggebiet über Verarbeiter und Versender bis ins Regal, nachvollziehen. Ergänzend dazu gibt es Informationen über die Sorte, die Fangmethode, das Fanggebiet, über Nährwerte und Möglichkeiten der Zubereitung. Die Informationen sind zudem durch die Eingabe eines auf der Rechnung abgedruckten Zahlencodes auf www.ftrace.de verfügbar. Auch bei zahlreichen Fleischprodukten sind künftig detaillierte Daten zur Herkunft, Verarbeitung, Qualität und Nachhaltigkeit der Ware abrufbar. In den vergangenen Monaten hat Metro das System mit der Standardisierungsorganisation GS1 Germany entwickelt und mit ausgewählten Produkten aus den Sortimenten Frischfisch, Tiefkühlfisch und Fleisch getestet. Mit Erfolg, denn nun steht die Lösung in den nächsten Wochen allen Kunden der Cash&Carry-Märkte zur Verfügung. Das Besondere an der neuen Technologie ist, dass sie allen Marktteilnehmern offen steht und damit erstmals die Möglichkeit bietet, zu einem vereinheitlichten Rückverfolgungssystem zu kommen. Vom Hersteller bis hin zum Händler können alle Beteiligten ihre Produktinformationen dezentral in eigenen Datenbanken erfassen, die dann online zusammengeführt werden. Über eine Suchmaschine und mittels eindeutiger Produktidentifikation ist es dann möglich, sich im Detail über einzelne Produktdaten zu informieren. Während bisher oftmals große Datenmengen durch die Lieferkette geschleust wurden, bleiben die Informationen nun beim jeweiligen Eigentümer. Möglich wird dies durch den Einsatz des internationalen GS1-Standards. Bisher existieren international zahlreiche Standards und Systeme, die von den verschiedenen Herstellern und Händlern verwendet werden.

Metro sieht in der vorgestellten Lösung nun die Möglichkeit, dieses Nebeneinander zu harmonisieren und damit zu einer effektiveren Rückverfolgbarkeit weltweit zu gelangen. So wird die Komplexität reduziert, Redundanz vermieden und zudem die Kosten gesenkt. Ein weiterer Vorteil des einheitlichen Standards ist die mögliche Erweiterbarkeit der Rückverfolgung auf andere Produktgruppen. „Das neue Rückverfolgbarkeitssystem funktioniert für Unternehmen aller Größen und Branchen sowie über alle Produktgruppen hinweg – ob Lebensmittel oder Non-Food“, so Heiko Hutmacher, im Metro-Vorstand für Nachhaltigkeit und Personal zuständig.“ Zudem ermöglicht es uns, unser Engagement für eine nachhaltige Warenbeschaffung besser als je zuvor für unsere Kunden transparent zu machen und die steigenden gesetzlichen Vorschriften zur Rückverfolgbarkeit von Produkten zu erfüllen“. Neben Fisch und Fleisch sollen Obst und Gemüse als nächste Produktgruppen in das System einbezogen werden. Darüber hinaus ist mittelfristig auch die Erweiterung auf Non-Food-Artikel beabsichtigt. Zunächst aber soll das System internationale ausgerollt werden. „Wir wollen unseren Kunden auch in Zukunft eine breite Palette an frischem Fisch und Meeresfrüchten anbieten. Rückverfolgbarkeit ist für uns der Schlüssel, nachhaltig einzukaufen sowie die Qualität und Sicherheit unserer Produkte zu erhöhen. Damit stärken wir langfristig das Vertrauen unserer gewerblichen Kunden in uns und unsere Produkte“, so Alain Cappannelli, Geschäftsführer Food und Non-Food bei Metro Cash & Carry Deutschland.

Zum Thema auf CSR-NEWS: Vollständige Rückverfolgbarkeit von Fisch rückt näher

 

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