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Umweltkriminalität finanziert bewaffnete Gruppen

Nairobi (afp) – Durch Umweltkriminalität werden jährlich etwa 213 Milliarden Dollar (157 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Zu diesem Ergebnis kommen UNO und Interpol in einem Bericht, der am Dienstag bei der ersten Konferenz der neuen UN-Umweltbehörde Unea in Nairobi vorgelegt wurde, die noch bis zum Freitag andauert. Darüber hinaus sind dadurch Sicherheit und Entwicklung ganzer Länder gefährdet.

Zur länderübergreifenden organisierten Kriminalität im Umweltbereich gehören dem Bericht zufolge illegale Rodungen, Wilderei, Handel mit verbotenen Arten, illegaler Fischfang, illegale Bergwerke und die Verarbeitung von Giftmüll. Achim Steiner, der deutsche Chef des UN-Umweltprogramms (Unep), sagte, über die unmittelbaren Umweltschäden hinaus entziehe der illegale Handel mit natürlichen Ressourcen der Wirtschaft in Entwicklungsländern “Milliarden Dollar, mit denen Kriminelle sich die Taschen füllen”.

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