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NGOs planen Proteste gegen Primark

Aus Anlass der Eröffnung einer Primark-Filiale in Berlin am 3. Juli wollen INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung gegen die britische Textilhandelskette protestieren.

Berlin (csr-news) – Aus Anlass der Eröffnung einer Primark-Filiale in Berlin am 3. Juli wollen INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung gegen die britische Textilhandelskette protestieren. „Der Trend in der Textilbranche, Kollektionen immer schneller zu wechseln, hat direkte negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken“, so Berndt Hinzmann von INKOTA in einem Pressestatement. Der Arbeitsalltag der Näherinnen sei durch massive Überstunden, enormen Leistungsdruck und Arbeitsrechtsverletzungen gekennzeichnet. Darauf wollen die NGOs unter dem Motto „Fast Fashion ist untragbar“ aufmerksam machen. In den letzten Tagen hatten Medienberichte über in Primark-Kleidungstücke eingenähte Hilferufe von Zwangsarbeitern für Aufsehen gesorgt. Hinzmann dazu: „Es ist schwer zu sagen, ob die gefundenen Hilferufe echt sind oder nicht.“ Primark müsse aber sicherstellen, dass die Arbeitsbedingungen in ihrer Lieferkette keinen Anlass für derartige Hilferufe böten. Das Label ist insbesondere für seine billigen Preise bekannt.