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Public Women-on-Board-Index

Berlin (csr-news) > In den öffentlichen Unternehmen von Bund, Ländern und Gemeinden ist nur jede 4. Führungsposition mit einer Frau besetzt, im Top-Management sind es noch weniger. Dies ist ein Ergebnis des heute, gemeinsam von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig und Monika Schulz-Strelow, Präsidentin der Initiative „Frauen in die Aufsichtsräte e.V.“ (FidAR), vorgestellten Public Women-on-Board-Index (WoB-Index). Der Index misst und dokumentiert den Frauenanteil in Führungspositionen der 225 größten Unternehmen, an denen Bund, Länder oder Gemeinden mehrheitlich beteiligt sind. „Die öffentlichen Unternehmen dürfen nicht hinter den Forderungen an die Privatwirtschaft zurückbleiben. Im Gegenteil, sie müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Hier sorgt das Ranking des Public WoB-Index erstmals für Transparenz und zeigt: Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Bereich sind Mangelware“, sagte Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig. Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien der untersuchten öffentlichen Unternehmen aus Bund, Ländern und Kommunen insgesamt liegt bei 25,1 Prozent. Im Vergleich untereinander schneiden die Unternehmen mit mehrheitlicher Bundesbeteiligung (20,7 Prozent) schlechter ab als die mit mehrheitlicher Landesbeteiligung (21,7 Prozent) oder kommunaler Beteiligung (Landeshauptstädte: knapp 30 Prozent Frauenanteil in Aufsichtsgremien). Bei den 65 untersuchten Unternehmen mit Bundesbeteiligung ist nur jede 5. Position in Aufsichtsgremien mit einer Frau besetzt (20,7 Prozent). Schulz-Strelow: „Mit dem Public WoB-Index zeigen wir, dass auch bei den Unternehmen der Öffentlichen Hand hoher Handlungsbedarf besteht, um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in der Wirtschaft durchzusetzen. Veränderungen werden ab jetzt sichtbar gemacht und dokumentiert.“ Handlungsbedarf also für die Ministerin, die noch in diesem Jahr ein Gesetzesvorhaben mit einer Quotenregelung auf den Weg bringen will. Bislang stand die Privatwirtschaft im Fokus, nun sollen auch die gesetzlichen Regelungen für den Öffentlichen Dienst novelliert werden. „Mit dem Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wird ein längst überfälliger Schritt getan“, sagte Manuela Schwesig. „Es geht uns darum, dass aus einer Selbstverständlichkeit endlich Realität wird: Dass Frauen nämlich ebenso wie Männer Führungsverantwortung übernehmen. Dabei werden wir sehr genau auch auf die Regelungen für Unternehmen der Öffentlichen Hand achten. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen muss signifikant besser werden. Der Public WoB-Index wird uns dabei helfen, die Entwicklung transparent zu machen.“

Die Studie zum Public WoB-Index steht in Internet zum Download bereit.

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