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Zusammenarbeit von Lego und Shell im Visier von Greenpeace

Amsterdam (csr-news) > Gegen Shell ist Greenpeace schon seit Längerem aktiv. Neu ist, dass die Zusammenarbeit mit dem Spielzeughersteller Lego im Fokus einer Kampagne steht. Für Greenpeace International sind in dieser Kooperation die Rollen klar verteilt, Lego sind die Guten, Shell die Bösen. Die Umweltschützer prangern an, Shell würde Lego benutzen, um sein eigenes schmutziges Image aufzupolieren. Es geht um Ölbohrungen in der Arktis und die sind auch Gegenstand eines Kampagnenvideos. Gezeigt wird eine Lego-Landschaft, die langsam im Öl versinkt. Seit Jahren arbeiten beide Unternehmen im Lizenzgeschäft zusammen, aktuell gibt es beispielsweise Lego-Rennwagen, auf denen das Shell-Logo angebracht ist. Verkauft werden diese meist an Tankstellen in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt. Mit der Kampagne soll Lego aufgefordert werden diese Zusammenarbeit zu beenden. „Die Greenpeace-Kampagne bezieht sich auf Aktivitäten von Shell in einem bestimmten Teil der Welt. Wir sind davon überzeugt, dass der Dialog zu diesem Thema zwischen Shell und Greenpeace geführt werden sollte. Wir bedauern sehr, wenn die Marke Lego als Werkzeug in einer Auseinandersetzung zwischen anderen Organisationen genutzt wird“, so Lego-Chef Jørgen Vig Knudstorp in einer Stellungnahme seines Hauses. „Wir sind entschlossen, die Gesellschaft und den Planeten, den wir unseren Kindern hinterlassen, positiv zu beeinflussen. Wir erwarten von Shell, dass das Unternehmen seiner Verantwortung überall auf der Welt gerecht wird und bei potenziellen Beanstandungen angemessene Schritte unternimmt, sollte dies nicht der Fall sein. Wir möchten den im Jahr 2011 mit Shell abgeschlossenen langfristigen Vertrag einhalten“.

Zur weiteren Information:

Das Video “Everything is not awesome”

Eine Greenpeace Broschüre über die Zusammenarbeit von Lego und Shell.

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