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Leiharbeiter im Schnitt drei Monate lang beschäftigt

Nürnberg (afp) – Leiharbeiter sind einer Studie zufolge im Durchschnitt drei Monate bei einem Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt. Ein leichter Trend zu längeren Beschäftigungsdauern sei im Vergleich zwischen den Jahren 2000 und 2011 aber erkennbar, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mit. Während 2000 noch 52,2 Prozent der Leiharbeitnehmer höchstens drei Monate lang für ein Zeitarbeitsunternehmen tätig waren, sank dieser Anteil im Jahr 2011 demnach auf 47,1 Prozent. Im Jahr 2011 dauerten 27 Prozent der Leiharbeitsverhältnisse mehr als neun Monate. 2000 waren es 21,6 Prozent.

Leiharbeitsverhältnisse von Akademikern, aber auch von Facharbeitern dauern laut IAB länger als die von Geringqualifizierten. Etwa 36 Prozent der Leiharbeiter mit Hochschulabschluss und 26 Prozent der Leiharbeiter mit Berufsausbildung seien nach neun Monaten nach wie vor im gleichen Zeitarbeitsunternehmen tätig gewesen. Hingegen wiesen nur etwa 18 Prozent der Leiharbeiter ohne abgeschlossene Berufsausbildung eine Beschäftigungsdauer von neun Monaten beim selben Zeitarbeitsbetrieb auf.

Eine Ursache für die längeren Beschäftigungsdauern Hochqualifizierter sei vermutlich, dass sie häufiger in längerfristig angelegten Projekten eingesetzt werden. Hingegen seien Leiharbeiter ohne Berufsausbildung eher in kurzfristigen Helfertätigkeiten anzutreffen, erklärten die Arbeitsmarktforscher.

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