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Von der kosteneffizienten zur nachhaltigen Supply Chain

Frankfurt (csr-news) > Unternehmen setzten zunehmend auf strategische Partnerschaften mit ihren Lieferanten und dabei gewinnt ein verantwortungsbewusster Einkauf an Bedeutung. Die aktuelle Ausgabe der Studienreihe „Sourcing Monitor“, die die Unternehmensberatung BearingPoint zusammen mit der Essec Business School und dem Marktforschungsinstitut Novamétrie herausgibt, dokumentiert diesen Umbruch in der Beziehung von Einkäufern zu Lieferanten. Obwohl für Unternehmen weltweit die Reduzierung von Kosten weiterhin der Haupttreiber im Management ihres Lieferantennetzwerks ist (56 Prozent), gewinnt es für sie zunehmend an Bedeutung, mit der Wahl des Zulieferers lokales Know-how einzukaufen (16 Prozent) und Risiken in der Supply Chain zu minimieren (15 Prozent), schreiben die Autoren. Entsprechend geben 65 Prozent der Befragten an, dass die Gestaltung des Lieferantennetzwerks Teil ihrer Unternehmensstrategie sei. „Die Art und Weise, wie Unternehmen weltweit mit Lieferanten zusammenarbeiten, verändert sich“, kommentiert Matthias Loebich, Partner bei BearingPoint. „Während traditionell Kostenreduzierung das oberste Ziel von Einkäufern ist, geht es zunehmend auch um den Beitrag zur Wertschöpfung im Unternehmen, den Lieferanten leisten“. Die Folge ist ein zunehmender Einfluss der Einkaufsabteilungen in den Unternehmen. Ein weiteres Ergebnis des diesjährigen Sourcing Monitors: Verantwortungsbewusster Einkauf ist erstmals unter den Top-Drei-Prioritäten der befragten Unternehmen. Im Vergleich der untersuchten europäischen und asiatischen Länder belegt Deutschland Platz eins: Für 83 Prozent der deutschen Unternehmen hat eine nachhaltige Beschaffung oberste Priorität. Im Länderdurchschnitt sind es 56 Prozent. Interessanterweise verliert die Beschaffung in Niedriglohnländern weiter an Bedeutung. Für die Studie wurden Unternehmen in Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Irland, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Finnland, Norwegen, Dänemark, Schweden, Russland und China befragt. Die Umsetzung erfolgte in zwei Phasen zwischen September 2013 und Februar 2014: in einem ersten Schritt quantitativ in Form von 502 fragebogengestützter Telefoninterviews mit Einkaufsleitern; in einem zweiten Schritt qualitativ mit mehr als 50 persönlichen Befragungen von Einkaufsleitern aus verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen in jedem Zielmarkt.

Die Studie kann auf der Website von BearingPoint zum Download abgerufen werden.