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CSRbriefly am Freitag

Hückeswagen (csr-news) – Heute mit den Themen: Generali veröffentlicht internationalen Nachhaltigkeitsbericht, Verbesserungen für Werkvertragsbeschäftigte greifen, Aktion „Wir unternehmen was!“, Europäischer Milchsektor startet Transparenzinitiative, Nur jeder sechste Aufsichtsrat ist mit einer Frau besetzt, Ferrero-Gruppe setzt Investitionen im Haselnuss-Sektor fort, Ritter Sport Plantage in Nicaragua wächst, Kommunikation zu CSR-Maßnahmen wichtig und Huawei setzt auf grünere Lieferkette.

 

Generali veröffentlicht internationalen Nachhaltigkeitsbericht
Die global gültigen Werte, die die Generali Group 2013 im Rahmen ihres neuen Leitbildes „Vision, Mission & Values“ eingeführt hat, strukturieren auch als Kapitel den internationalen Nachhaltigkeitsbericht 2013. Die Fokussierung des Berichts auf das neue Leitbild soll das kulturelle Zusammenwachsen der einzelnen Ländergesellschaften zu einem internationalen Konzern deutlich machen und weiter fördern. Der Wertewandel in der Group spiegelt sich auch in den Meilensteinen 2013: der Einführung des „Codes of Conduct“ sowie der Nachhaltigkeitscharta („Charter of Sustainability Commitments“). Der Nachhaltigkeitsbericht zum Download.

Verbesserungen für Werkvertragsbeschäftigte greifen
Vor einem Jahr, am 13. Juli 2013, starben zwei rumänische Arbeiter, die mit einem Werkvertrag auf der Meyer Werft eingesetzt waren, bei einem Brand in ihrer Unterkunft. Seitdem ist in Papenburg einiges passiert, teilt der IG Metall-Bezirk Küste mit. Thomas Gelder, Betriebsratsvorsitzende der Meyer Werft: „Es gibt strengere Vorgaben, und die Stadt kontrolliert jetzt auch die Wohnungen.“ Und auch die besseren Kontrollmöglichkeiten, die der Betriebsrat durch den Tarifvertrag bei Werkverträgen auf der Werft hat, beginnen langsam zu greifen: „Wenn wir bei der Geschäftsführung auf Missstände hinweisen – etwa der Stundenlohn zu niedrig ist, werden die Werkvertragsunternehmen überprüft“, berichtet Gelder. Auf Drängen von IG Metall und Betriebsrat hat das Unternehmen auch schon die Zusammenarbeit mit einigen Firmen beendet. In anderen Fällen ist es gelungen, die rumänischen in deutsche Arbeitsverträge umzuwandeln. Nach dem Tod der beiden rumänischen Kollegen war von der Meyer Werft zunächst eine Task Force eingesetzt worden. Auf 160 Seiten beschreibt die Gruppe in ihrem Zwischenbericht die bedrückende Situation vieler Werkvertragsbeschäftigter: Von Aufenthaltszeiten von bis zu 24 Stunden auf der Werft, Doppelschichten und Drohanrufen vom Chef ist in dem Bericht zu lesen. Inzwischen hat sich die im Tarifvertrag vorgesehene ständige Arbeitsgruppe aus Betriebsrat und Geschäftsführung konstituiert. Sie befasst sich mit allen Problemen, die die Werkvertragsbeschäftigten an die Betriebsräte herantragen. Der Tarifvertrag stärkt die Informations-, Kontroll- und Mitwirkungsrechte des Betriebsrates bei Werkverträgen. Bei Streitigkeiten über den Umfang von Werkverträgen kann die betriebliche Einigungsstelle angerufen werden.

Aktion „Wir unternehmen was!“
Mit ihrer Aktion „Wir unternehmen was!“ gehen Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau im September in die Offensive und öffnen interessierten Besuchern ihre Türen, welche Potenziale im Thema der unternehmerischen Verantwortung liegen – und wie sie mit ihrem Einsatz eine nachhaltige und zukunftsorientierte Unternehmensführung möglich machen. „Die VDMA-Aktionswoche unterstreicht die enge Verbindung von Erfolg und Verantwortung: Langfristig orientiertes Wirtschaften, die faire Einbindung der Beschäftigten und ihrer Ideen, der behutsame Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Berücksichtigung gesellschaftlicher Interessen sind die Grundpfeiler unserer sozialen Marktwirtschaft“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in einem Grußwort. Weitere Informationen für interessierte Unternehmen bietet die Aktionswebsite.

Europäischer Milchsektor startet Transparenzinitiative
In diesem Monat hat eine Gruppe von Milchunternehmen ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht, mit dem die Umweltauswirkungen von Milchprodukten transparent gemacht werden sollen. Erste Ergebnisse werden für Mitte 2016 erwartet. Neben der Fokussierung auf die Klimabilanz, wird das Projekt auch den Wasserverbrauch, die Landnutzung und andere Emissionen untersuchen. Am Ende soll der ökologische Fußabdruck der Milchproduktion stehen.

Nur jeder sechste Aufsichtsrat ist mit einer Frau besetzt
Während 51 Prozent der Bevölkerung und 44 Prozent der Berufstätigen in Deutschland weiblich sind, beträgt der Frauenanteil in deutschen Aufsichtsräten gerade einmal 17,1 Prozent. Einzig in den Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen stellen Frauen schon heute jedes vierte Mitglied (24,4 Prozent). Und: Nur jeder zehnte Aufsichtsratsvorsitzende ist hier zu Lande weiblich (9,8 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Untersuchung „Frauenquote in Aufsichtsräten“ der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Für die Auswertung hat Bürgel 57.589 Positionen von Aufsichtsratsmitgliedern und 15.226 Stellen von Aufsichtsratsvorsitzenden analysiert.

Ferrero-Gruppe setzt Investitionen im Haselnuss-Sektor fort
Die Ferrero-Gruppe verstärkt ihre Präsenz im Haselnuss-Markt. Ziel ist es, die Qualität eines der wichtigsten Rohstoffe für die Gruppe jederzeit sicherzustellen und weiter zu verbessern. Haselnüsse werden in zahlreichen Produkten der Gruppe verwendet, beispielsweise in nutella, Ferrero Rocher und kinder Bueno. Vor diesem Hintergrund erwirbt Ferrero zu 100 Prozent das Familienunternehmen Oltan Group. Die Oltan Group ist das weltweit führende Unternehmen in den Bereichen Beschaffung, Verarbeitung und Vermarktung von Haselnüssen. Der Jahresumsatz liegt bei über 500 Millionen US-Dollar. Die Oltan Group mit Sitz in Trabzon in der Türkei ist in den wesentlichen Haselnussanbauregionen mit fünf Produktionsstätten vertreten. Die Gruppe exportiert in die Europäische Union und in weitere international wichtige Märkte.

Ritter Sport Plantage in Nicaragua wächst
Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG, Hersterller der Ritter Sport Schokolade, ist ihrem Ziel, selbst ökologisch und sozial nachhaltigen Kakao anzubauen, einen weiteren Schritt näher gekommen. Die 2012 im Osten von Nicaragua erworbene Fläche von 2.000 Hektar Land, wurde inzwischen um weitere 500 Hektar erweitert. Die über 150 Mitarbeiter der Plantage konnten bisher rund die Hälfte der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen umsetzen: vom Bau von Wegen und Brücken, über die Installation eines Abwassersystems bis hin zur Errichtung von Sozial- und Wirtschaftsgebäuden. Schritt für Schritt entwickelt sich das ehemalige Brachland in eine Plantage mit Modellcharakter, die nach den Prinzipien der Integrierten Landwirtschaft aufgeforstet wird. Mit rund 1.500 Hektar Anbaufläche, von denen bereits etwa Dreiviertel  bearbeitet werden, entsteht so eines der weltweit größten zusammenhängenden Kakaoanbaugebiete. Weitere 1.000 Hektar entfallen auf Wald- und Feuchtgebiete, die zum Schutz der Biodiversität erhalten bleiben. Bereits 2017 soll „El Cacao“ den ersten Kakao für Ritter Sport Schokolade liefern und langfristig 30 Prozent des Bedarfs an Kakaomasse des mittelständischen Tafelschokoladeherstellers decken.

Kommunikation zu CSR-Maßnahmen wichtig
In den kommenden drei Jahren wird traditionelle Medienarbeit nach Einschätzung von PR-Managern weiter an Bedeutung verlieren. Das ist ein Ergebnis des European Communication Monitor (ECM), der weltweit größten Umfrage unter Kommunikationsprofis. Während heute noch 76 Prozent der PR-Manager Pressearbeit für wichtig halten, sinkt dieser Wert mit Blick auf 2017 um 35 Prozentpunkte. Dagegen werden Social-Media-Plattformen und vor allem Instrumente für die mobile Kommunikation immer wichtiger, um Stakeholder und Zielgruppen anzusprechen. Ein weiteres Ergebnis zeigt, was PR-Experten denken, welche Erwartungen Stakeholder an die Inhalte der Social-Media-Kommunikation von Unternehmen haben. Die Kommunikations-Profis meinen, dass Informationen über Events und Krisen am wichtigsten (70 Prozent) sind. Unmittelbar dahinter folgt der Wunsch nach Produkt- und Serviceinformationen zu künftigen und neuen Angeboten (66 Prozent). Details zu aktuellen Artikeln und zu Corporate-Social-Responsibility-Maßnahmen rangieren in der Wunschliste gleichauf (beide 64 Prozent). Finanznachrichten sind in der Social-Media-Kommunikation dagegen weniger bedeutend. Hier geht es zum ECM.

Huawei setzt auf grünere Lieferkette
Huawei, ein führender globaler Anbieter für Informations- und Kommunikationstechnologie, plant Maßnahmen zur Sicherstellung einer umweltverträglichen globalen Lieferkette. Dazu hat das Unternehmen ein Pilotprogramm mit derzeit 24 Lieferanten gestartet, das schrittweise auf weitere Zulieferer ausgeweitet werden soll. Ziel des Programms ist es, eine gute Umweltbilanz zu einer Voraussetzung für künftige Lieferantenbeziehungen zu machen. Die Initiative wurde anlässlich der Veröffentlichung von Huaweis Nachhaltigkeitsberichts 2013 vorgestellt. „Huawei gibt sich nicht damit zufrieden, erfolgreich zu wirtschaften. Wir sehen es als unsere Pflicht an, in den 170 Ländern der Welt, in denen wir tätig sind, auch einen Beitrag zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten, unsere CO2-Bilanz zu optimieren und unseren Kunden und Lieferkettenpartnern zu helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu minimieren“, sagte Alex Deng, Vorsitzender des Nachhaltigkeitsausschusses von Huawei.

 

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