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Sparkassen – Bericht an die Gesellschaft

Ein Bericht, der weit mehr ist, als ein klassischer Report zu Kennzahlen und Maßnahmen, leitet Georg Fahrenschon, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), den Bericht an die Gesellschaft ein. Vielmehr geht es ihm darum, die Besonderheiten des Geschäftsmodells und seine Wirkung auf die Gesellschaft zu verdeutlichen. Dafür setzt man auf einen eigens entwickelten Kriterienkatalog des DNK.

Berlin (csr-news) > Ein Bericht, der weit mehr ist, als ein klassischer Report zu Kennzahlen und Maßnahmen, leitet Georg Fahrenschon, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), den Bericht an die Gesellschaft ein. Vielmehr geht es ihm darum, die Besonderheiten des Geschäftsmodells und seine Wirkung auf die Gesellschaft zu verdeutlichen. Dafür setzt man auf einen eigens entwickelten Kriterienkatalog des DNK.

Zum DSGV gehören über 400 kommunal gebundene Sparkassen mit einem breit gefächerten Filialnetz. Hinzu kommen Landesbanken, öffentliche Versicherer und die Deka-Bank als Wertpapierhaus der Gruppe. Dort wo schon lange keine Bank mehr zu finden ist, ist eine Sparkasse meist nicht weit und das schon seit mehr als 200 Jahren. Sparkassen sollten eine Alternative zu den Privatbanken sein und sie richteten sich vor allem an Arbeiter, Angestellte und kleinen Unternehmen. Heute hat der Verbund rund 50 Millionen Kunden und ist damit die größte Kreditinstitutsgruppe in Deutschland. Irgendwie klingt das alles nach einer starken gesellschaftlichen Verankerung und einem Verständnis für Bedürfnisse der mittelständischen Haushalte. Doch bei allen großen Zahlen und der starken Vernetzung der einzelnen Teile sind die einzelnen Sparkassen unabhängig und primär ihrer Region verpflichtet. Wie sie die Gelder ihrer Kunden anlegen, wo sie gesellschaftlich wirken wollen und wie sie die regionale Wirtschaft unterstützen wollen, das ist von Institut zu Institut sehr unterschiedlich. Deshalb konzentriert sich der „Bericht an die Gesellschaft“ auf jene Themen, die für alle Regionen von Bedeutung sind. Zudem soll der Bericht als Diskussionsgrundlagen mit den Stakeholdern dienen. „Ein Bericht, wie wir ihn verstehen, ist keine abgeschlossene Publikation, sondern ein Dialoginstrument, das sich stetig weiterentwickelt“, schreibt Fahrenschon im Vorwort.

Struktur bekommt der Bericht durch die vier Leitsätze, die zugleich das übergeordnete und strategische Nachhaltigkeitsverständnis der Gruppe beschreiben. Die Leitsätze beschreiben das Bekenntnis zum gesellschaftlichen Auftrag, den Anspruch einer verständlichen Finanzwirtschaft, die Verpflichtung zum schonenden Umgang mit den Ressourcen und der Einsatz für nachhaltigen Wohlstand und eine bessere Lebensqualität vor Ort. Anhand dieser Leitsätze wird das Nachhaltigkeitsverständnis der Sparkassen verdeutlicht und in Ansätzen auch durch Kennzahlen und Nachhaltigkeitsindikatoren belegt. Der 24 Seiten umfassende Nachhaltigkeitsbericht ist denn auch eher als Einstieg in Berichterstattung zu verstehen, er hat aber auch eine Besonderheit zu bieten. Die Kennzahlen orientieren sich an den Leitsätzen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex aber auch an den branchenspezifischen Berichtsleitlinien der Global Reporting Initiative für Finanzdienstleister (GRI FS). Vor allem die Orientierung am DNK ist interessant, denn sie ist ein Novum. Dazu hat sich der DSGV und der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) auf 61 Indikatoren geeinigt, mit denen sich die besondere Situation der Sparkassen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsperformance abbilden lässt. In Teilen sind diese auch schon in den ersten Nachhaltigkeitsbericht eingeflossen, sofern die Daten für die gesamte Organisation verfügbar waren, eine weitere Ausweitung der Datengrundlage ist geplant. Darüber hinaus sind die regionalen Institute aufgefordert, über ihr gesellschaftliches Engagement zu berichten, ebenso wie die anderen Unternehmen der Gruppe. Das hat beispielsweise die Deka-Bank schon getan, die im Frühjahr ihren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht hat. Die Deka ist eine der ersten Banken, die sich vom Handel mit Agrarrohstoffen verabschiedet hat. Von den regionalen Sparkassen haben beispielsweise die in Hannover, in Heinsberg und in Waiblingen inzwischen eigene Berichte vorgelegt.

Der „Bericht an die Gesellschaft“ der Sparkassen-Finanzgruppe steht in einer ausführlichen Version online und zum Download in einer Kurzfassung zur Verfügung.