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Fachkräfte aus Süd- und Osteuropa an Deutschland interessiert

Auf der Suche nach Arbeit sind Süd- und Osteuropäer nach wie vor an einem Job in Deutschland interessiert.

Bonn (afp) – Auf der Suche nach Arbeit sind Süd- und Osteuropäer nach wie vor an einem Job in Deutschland interessiert. Das Interesse der Bewerber im Ausland sei weiterhin hoch, erklärte die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) am Montag in Bonn. Da es in Deutschland derzeit einen Bewerberengpass in technischen Berufsfeldern sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen gebe, konzentriere sich die ZAV bei ihrer Vermittlung auf diese Berufsgruppen.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres vermittelte die ZAV insgesamt 512 Männer und Frauen aus dem Ausland an Arbeitgeber in Deutschland. Die größte Bewerbergruppe waren den Angaben zufolge Pflegefachkräfte. Stark vertreten gewesen seien auch Ingenieure, IT-Berufe und Fachkräfte im Hotel- und Gastgewerbe. Die meisten vermittelten Fachkräfte kamen der ZAV zufolge aus Bulgarien mit 14,3 Prozent, gefolgt von Spanien mit gut 13 Prozent sowie Kroatien und Bosnien-Herzegowina mit jeweils rund 10,5 Prozent.

Für junge Menschen aus EU-Ländern, die in Deutschland eine betriebliche Ausbildung anfangen möchten, gibt es laut ZAV das Förderprogramm MobiPro-EU, mit dem Deutschkurse, Praktika und ausbildungsbegleitende Hilfen finanziert werden können. Seit Anfang 2013 stellten demnach knapp 6500 Interessenten Anträge auf eine Förderung, zwei Drittel von ihnen junge Spanier.

Die ZAV gehört zu einem Netzwerk, in dem sich die europäischen öffentlichen Arbeitsverwaltungen zusammengeschlossen haben. Außerdem gibt es gezielte Vermittlungsabsprachen mit einzelnen Drittstaaten.

Weitere Informationen im Internet:
www.zav.de
www.thejobofmylife.de