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Positiver Trend – KfW-Nachhaltigkeitsindikator zeigt leichte Verbesserung

Frankfurt (csr-news) > Seit 2007 analysiert die Researchabteilung der KfW-Bank den Fortschritt der nachhaltigen Entwicklung in Deutschland und fasst die Ergebnisse jährlich in Form eines Indikators zusammen. Für das Jahr 2013 weist der Indikator eine leichte Verbesserung auf und liegt damit deutlich über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre. Der positive Trend ist in allen Nachhaltigkeitsdimensionen zu beobachten.

Deutschland entwickelt sich weiterhin nachhaltig, heißt es in der Mitteilung des Instituts. Ein Wert von 0,4 soll dies belegen, im Vorjahr lag der gleiche Wert noch bei 0,3. Doch was bedeutet diese Zahl. Als Nullwert gilt der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, insofern wird die leicht positive Entwicklung deutlich. Insgesamt 24 Basisindikatoren in den Nachhaltigkeitsdimensionen Wirtschaft, Umwelt und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden dafür analysiert. Fort- oder Rückschritte werden anhand von Veränderungen im Zeitablauf gemessen. Die für alle Basisindikatoren einheitliche Benchmark lautet, mindestens so gut wie oder besser zu sein als im Durchschnitt der vorangegangenen zehn Jahre. Für das vergangene Jahr ist dies gelungen, bezogen auf den Benchmark aber auch bezogen auf das Jahr davor. Im Detail zeigt sich etwa die Wirtschaftsentwicklung ziemlich robust und liegt 2013 mit einem Wert von 0,6 deutlich über dem 10-Jahres-Durchschnitt. Der Teilindikator für die Gesellschaft erzielt 0,9 Punkte und damit sogar das beste Ergebnis seit Beginn der Berechnungen. Einzig der Umweltindikator macht Probleme. Er konnte zwar seinen historischen Tiefstwert aus dem Jahr 2012 überwinden, aber aufgrund einer schlechten Entwicklung der Energieindikatoren bleibt er mit einem Wert von -0,3 erneut klar unterhalb der Durchschnittsmarke. „Deutschland bleibt in Sachen Nachhaltigkeit auf Kurs“, kommentiert Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass der Weg zur Energiewende ein beschwerlicher ist. Vor allem für die Reduktion von Treibhausgasemissionen und einen effizienteren Energieeinsatz sind weitere Anstrengungen nötig“.

Die Teilindikatoren im Detail:

Nachhaltigkeitsdimension Wirtschaft

Bereits zum sechsten Mal in Folge übertrifft der Teilindikator Wirtschaft den langjährigen Durchschnittswert und erreicht im Jahr 2013 0,6 Punkte. Die gute Lage am Arbeitsmarkt, gestiegene staatliche und private Ausgaben für Bildung sowie höhere Innovationsanstrengungen der Unternehmen treiben die positive Entwicklung zuletzt voran. Dies überkompensiert auch negative Trends in anderen Dimensionen, zum Beispiel die in 2013 weiter gesunkenen Nettoinvestitionen von Staat und Unternehmen.

Nachhaltigkeitsdimension Umwelt

Die stockende Energiewende bremst die Nachhaltigkeitsdimension Umwelt, die 2013 einen Wert von -0,3 erreicht. Der leichte Anstieg zum Tiefststand im Vorjahr (-0,4) ist vor allem auf deutlich verbesserte Rohstoffproduktivität, sinkenden Flächenverbrauch und geringere Lärmbelästigungen durch Straßenverkehr zurückzuführen. Die Energiewendeindikatoren hingegen rutschen klar ins Minus und sorgen dafür, dass der Teilindikator Umwelt zum zweiten Mal in Folge negativ bleibt: Zu Buche schlagen hier vor allem gestiegene Treibhausgasemissionen, unbefriedigende Energieeffizienz sowie ein stagnierender Anteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch insgesamt.

Nachhaltigkeitsdimension gesellschaftlicher Zusammenhalt

In der Gesellschaft setzt sich die nachhaltige Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fort. Der Teilindikator erreicht sein bisher bestes Ergebnis (0,9; Vorjahr: 0,6). Diese erfreuliche Entwicklung ist getrieben von der weiterhin positiven Arbeitsmarktlage: Der Anteil der Langzeitarbeitslosen bleibt gering, ist aber im internationalen Vergleich noch immer hoch, und der Anteil der Niedrigqualifizierten verringert sich, wenn auch nur langsam. Auch die Integration von Ausländern und Personen mit Migrationshintergrund gelingt besser. Einzig beim Thema Gesundheit zeigt sich eine anhaltende Verschlechterung, die auch auf die stetige Alterung der Bevölkerung zurückzuführen ist.

KfW-Nachhaltigkeitsindikator

Quelle: KfW-Nachhaltigkeitsindikator 2014

Zum Download:

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