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„Perspektiven 2013“ – Flughafen München veröffentlicht integrierten Bericht

Mit 38,5 Millionen Passagieren konnte der Münchner Flughafen eine neue Höchstmarke erreichen. Das hat Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis und auch das konnte sich im vergangenen Jahr sehen lassen. Wie umweltfreundlich, sozial ausgewogen und gesellschaftlich akzeptiert dieses Geschäftsjahr ablief, darüber informiert der neue integrierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht.

München (csr-news) > Mit 38,5 Millionen Passagieren konnte der Münchner Flughafen eine neue Höchstmarke erreichen. Das hat Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis und auch das konnte sich im vergangenen Jahr sehen lassen. Wie umweltfreundlich, sozial ausgewogen und gesellschaftlich akzeptiert dieses Geschäftsjahr ablief, darüber informiert der neue integrierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht.

Als Europas bester Airport wurde der Münchner Flughafen im vergangenen Jahr vom Londoner Beratungsinstitut Skytrax ausgezeichnet. Im weltweiten Vergleich haben nur die Flughäfen Singapur und Seoul besser abgeschnitten. Ein Erfolg, der dem Engagement der Mitarbeiter, der Geschäftspartner und auch der umliegenden Region zu verdanken ist, schreibt Geschäftsführer Michael Kerkloh im Vorwort. Die Entwicklung des Flughafens, vor allem der weitere Ausbau, hat nicht nur Freunde. Dialog gehört deshalb zu den vornehmen Eigenschaften eines Flughafengeschäftsführers und den will Kerkloh weiter stärken. Ein Highlight beim Ausbau hat es im vergangenen Jahr gegeben, das für das Satellitengebäude als Erweiterung des Terminals 2. Auch das Terminal 1 wird weiter ausgebaut, problematischer sind jedoch die Ausbauvorhaben bei Start- und Landebahnen. Im Februar 2014 hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof alle Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zurückgewiesen. „Die dritte Start- und Landebahn bleibt notwendig und ist eine einmalige strategische Chance für die Standortqualität“, schreibt Kerkloh und zielt damit auch auf steigende Passagierzahlen ab. Öffentlichkeitsarbeit ist dabei ein ganz wichtiger Baustein und der wird ständig ausgebaut. Im Sinne eines echten Dialogs ist vor allem die Kommunikation mit den betroffenen Anwohnern interessant. Dazu gibt es einen Nachbarschaftsbeirat, der den gesamten Planungsprozess zum Ausbau des Flughafens begleiten soll und als wichtiges Dialogforum zwischen Flughafen und Umland gilt. „Er ist außerdem ein Sprachrohr für die Belange der Region, gibt Empfehlungen ab, bringt Vorschläge ein und trägt dazu bei, einvernehmliche Lösungen zu finden“, heißt es dazu im Bericht. Das Gremium umfasst rund 40 Mitglieder und besteht aus Repräsentanten von Städten und Gemeinden, Landkreisen und der Wirtschaft aus der näheren Flughafenumgebung sowie aus Gewerkschaftsvertretern. Außerdem gehören Vertreter der Lufthansa, der Deutschen Flugsicherung und des Münchner Flughafens dazu. Im vergangenen Jahr gab es mehrere Zusammenkünfte um den Flughafenausbau zu besprechen. Aber es geht nicht nur um warme Worte, sondern auch um Geld. Dafür gibt es den 100 Millionen Euro schweren Umlandfonds. Er soll Ausgleich leisten für Belastungen, die durch den Ausbau entstehen und gleichzeitig den Ausbau der regionalen Infrastruktur unterstützen. Der Haken, die Auszahlungen sind grundsätzlich an den Baubeginn der dritten Start- und Landebahn gebunden. Aber es gibt ja noch den Betrieb des Flughafens und der ist bezüglich des Themas Lärm das Hauptproblem. Im Nachhaltigkeitsbericht wird Lärmschutz als fortlaufende Maßnahme im Nachhaltigkeitsprogramm genannt. Die Auswirkungen für die Anwohner sollen so gering wie möglich sein. Momentan werden verschiedene Maßnahmen erprobt, beispielsweise Maßnahmen bei Starts und Landungen, etwa steilere Abflüge, die zu signifikanten Lärmreduzierungen führen können und auch an anderen Flughäfen getestet werden. Um einzelne Orte zu entlasten, werden zudem alternative Flugrouten ausprobiert. Der Nachtbetrieb ist nur in besonders lärmarmen Flugzeugen und stark eingeschränktem Umfang zugelassen. Laut Nachhaltigkeitsbericht wurde der zulässige Lärmpegel von durchschnittlich 50 dB(A) im vergangenen Jahr zu keinem Zeitpunkt überschritten. Eine der interessanten Maßnahmen ist die Verknüpfung von Flugzeuglärm und Landegebühr. Die einfache Formel lautet, je leiser das Flugzeug umso geringer die Landegebühr. Auf diesem Weg können Flughafenbetreiber Einfluss auf die Fluggesellschaften nehmen. Die lärmabhängigen Start- und Landeentgelte können für einen lauten Flugzeugtyp bis zu achtmal höher ausfallen als für einen leisen.

FMG

Quelle: FMG-Nachhaltigkeitsbericht „Perspektiven 2013“

Insgesamt ist der aktuelle Bericht bereits der vierte integrierte Bericht. Die neue Marke des Flughafens München steht im Mittelpunkt des Berichts „Perspektiven 2013“. Dies zeigt sich sowohl in den Inhalten als auch in der Bildsprache des Berichts. Die Flughafen München verbindet mit der Veröffentlichung des Berichtes eine große Befragung ihrer Anspruchsgruppen. Die Leser des Integrierten Berichtes sind aufgerufen ein Feedback zur Berichterstattung abzugeben und wesentliche Themen für eine nachhaltige Konzernentwicklung zu bewerten.

Hier geht es zum Download des integrierten Berichts „Perspektiven 2013“

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