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Intercultural Innovation Award – 600 Bewerbungen, 11 Preisträger

New York/München (csr-news) > Die UN Alliance of Civilizations (UNAOC) und die BMW Group haben die elf Finalisten des Intercultural Innovation Award 2014 bekannt gegeben. Die Projekte, die aus mehr als 600 Bewerbungen aus mehr als 100 Ländern ausgewählt wurden, werden im Rahmen des Awards Unterstützung erhalten, um weiter wachsen zu können. Seit 2011 engagieren sich die UNAOC und die BMW Group in einer Partnerschaft für die Verbesserung der Beziehungen zwischen Gemeinschaften und Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Gemeinsam haben sie den Intercultural Innovation Award ins Leben gerufen. Der Award zeichnet Projekte gemeinnütziger Organisationen aus, die nachhaltig und auf innovative Weise den interkulturellen Dialog und das interkulturelle Verständnis fördern und somit einen wichtigen Beitrag für Wohlstand und Frieden in der Welt leisten. Im Rahmen des 6. Global Forum der UNAOC auf Bali werden die Finalisten am 28. August ausgezeichnet und können ihre Projekte präsentieren. „Wir legen unsere Aufmerksamkeit oft auf Konflikte und Leid, was durchaus wichtig ist. Dennoch brauchen wir ebenso Raum für Hoffnung und Enthusiasmus. Die Intercultural Innovation Awards bieten eine Plattform, jene zu ehren, die eine gemeinschaftlichere und integrativere Welt nicht nur als Möglichkeit, sondern als Unerlässlichkeit erachten“ sagt Al-Nasser, Generalsekretär der UNAOC. „Interkulturelle Verständigung ist für uns als internationales Unternehmen von zentraler Bedeutung. Durch unsere internationale Belegschaft wird uns tagtäglich vor Augen geführt, wie wichtig interkulturelles Verständnis und Bewusstsein sind“, erklärt Bill McAndrews, Leiter Konzernkommunikationsstrategie der BMW Group. Im Rahmen eines einjährigen Support-Programms werden die Preisträger von der UNOAC und der BMW Group individuell gefördert. Ziel ist es, die Wirkung der Projekte nachhaltig zu verstärken und die Projekte auszubauen. Neben der finanziellen Unterstützung haben die Finalisten die Möglichkeit an Schulungen und Workshops zu unterschiedlichen Themen, wie Ausbau, finanzielle Nachhaltigkeit, und Marketing teilzunehmen. Darüber hinaus werden alle Finalisten Mitglied bei den „Intercultural Leaders“, einer Plattform für den Kompetenz- und Wissensaustausch zwischen führenden Personen, die sich für interkulturelle Verständigung und gegenseitigen Respekt einsetzen. In diesem Jahr werden elf statt zehn Projekte ausgezeichnet, da zwei Projekte punktgleich abschlossen. Zu den diesjährigen Finalisten zählen:

Africa e Mediterraneo – ComiX4= Comics for Equality (Italien)

Mithilfe von Comics fördert Africa e Mediterraneo auf kreative Weise interkulturelles Bewusstsein und Verständigung. Die Comics erzählen die Einwanderungsgeschichten und -erfahrungen immigrierter Comiczeichner.

All Together Now – Everyday Racism (Australien)

Everyday Racism ist eine App für Smartphones, die interkulturelles Bewusstsein und Verständigung fördert. Spieler der App nehmen die Rolle von Personen ein, die tagtäglich Vorurteilen und rassistischen Erfahrungen ausgesetzt sind. Sie entwickeln so im Laufe des Spiels mehr Verständnis für die Situation kulturell benachteiligter Gruppen.

Arcenciel – A Circus School in the Service of Intercultural Dialogue (Libanon)

Im Rahmen von Zirkusworkshops fördert Arcenciel den Austausch, Dialog und die Kooperationsbereitschaft zwischen Jugendlichen unterschiedlicher kultureller Herkunft im Libanon und hilft sozial benachteiligten Jungendlichen, die am Rande der Gesellschaft leben, wieder sozial Fuß zu fassen.

Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. // .lkj) – Equal for Equal (Deutschland)

Equal for Equal ist ein Projekt, das sich für die Gleichstellung der Frau in der ganzen Welt stark macht und Frauen dazu ermutigt, ihre persönlichen Erfahrungen zum Thema Diskriminierung zu erzählen. Die Geschichten werden auf einer Online-Plattform veröffentlicht, die Austausch untereinander ermöglicht.

Department of Culture and Leisure, Municipality of Simrishamn – More Than One Story (Schweden)

More Than One Story ist ein innovatives Kartenspiel, das Menschen unterschiedlichen Alters, Hintergrunds und unterschiedlicher Kulturen miteinander verbindet. Während des Spiels relativieren Spieler ihre Vorurteile und zeigen nachweislich mehr Verständnis für den Anderen.

Fundación CONSTRUIR – Intercultural Dialogue and Plural Justice: Strengthening Indigenous Justice (Bolivien)

Mit ihrem Projekt setzt sich Fundación CONSTRUIR nachhaltig für die Rechte der indigenen Bevölkerung in Bolivien ein, indem sich die Organisation für die Verbindung der beiden Rechtssysteme – der indigenen und offiziellen Behörden – stark macht.

Manav Seva Sansthan “SEVA” – Facilitating Informed and Safe Migration among Vulnerable Nepalese Migrants along Indo-Nepal Border (Indien)

Mit ihrem Projekt setzt sich die Organisation SEVA gezielt für Migranten und deren Rechte in Regionen entlang der indisch-nepalesischen Grenze ein. Damit agiert sie gegen langanhaltende Probleme in dieser Region wie Menschenhandel, illegale Einwanderungsströme und das Fehlen von interkulturellem Bewusstsein.

Post-Conflict Research Center (PCRC) – Ordinary Heroes (Bosnien & Herzegowina)

Ordinary Heroes ist ein Projekt, das die Geschichte „gewöhnlicher“ Menschen erzählt, die außerordentliche Zivilcourage während des Konflikts zwischen Bosnien und Herzegowina gezeigt und sich so besonders für Frieden und Miteinander eingesetzt haben. Das PCRC nutzt die Geschichten von „Ordinary Heroes“, um Jugendliche für mehr interkulturelle Verständigung und Zivilcourage zu mobilisieren.

Wapikoni Mobile – International Network of Aboriginal Audiovisual Creation (Kanada)

Wapikoni Mobile gibt Jugendlichen der indigenen Bevölkerung Kanadas eine Stimme. In Workshops bekommen First Nation Filmemacher die Möglichkeit Kurzfilme zu drehen, die von der eigenen Geschichte und kulturellen Identität erzählen.

Welcoming America – Welcoming Cities and Counties Initiative (USA)

Welcoming Cities and Counties Initiative ist ein Projekt, das amerikanische Städte und Regionen dabei unterstützt, ein einwanderungsfreundliches und attraktives Umfeld für Migranten zu schaffen. Mithilfe speziell konzipierter „Welcome Plans“ sollen die unterschiedlichsten Talente und kreativen Köpfe angeworben werden.

Youth Service Organization (YSO) – Intercultural Dialogue Awareness Rising For Cooperation (IDARC) (Ruanda)

Das von der YSO ins Leben gerufene Projekt fördert den interkulturellen Dialog zwischen der Bevölkerung Ruandas. Dabei greift YSO auf die lange Tradition von Tanz und Musik in Ruanda zurück und gibt den Bewohnern so eine kreative Plattform, um Ideen und Gedanken zum Ausdruck zu bringen.

 

 

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