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Neue Indikatorensysteme „Nachhaltigkeit“ und „Soziales“ für bundesweite Regionalvergleiche

Hannover (csr-news) > Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bieten bereits seit April 2013 unter www.statistikportal.de ihren neuen Regionalatlas an. Dieser stellt in Form von thematischen Karten zurzeit 119 Indikatoren für alle Länder, Regierungsbezirke/Statistische Regionen, Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands kartografisch dar. Das Angebot der Indikatorensysteme wurde nun neben den bereits veröffentlichten Genderindikatoren um Nachhaltigkeits- und Sozialindikatoren erweitert. Unter dem Indikatorensystem „Nachhaltigkeit“ ist im Themenbereich Umwelt beispielsweise ersichtlich, dass 2012 das Aufkommen an Haushaltsabfällen je Einwohner bzw. Einwohnerin zwischen 320,2 kg in Sachsen und 512,3 kg in Rheinland-Pfalz differierte. In Niedersachsen war das Abfallaufkommen mit 507,8 kg je Einwohner bzw. Einwohnerin fast ebenso hoch. Der Altenquotient, d.h. das Verhältnis der Bevölkerung im sogenannten Ruhestandsalter (65 Jahre und älter) zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15 bis unter 65 Jahre), war 2011 in Sachsen mit 38,4 Prozent am höchsten und im Stadtstaat Hamburg mit 27,4 Prozent am niedrigsten (Themenbereich Bevölkerung-Alterung). Für Niedersachsen ergab sich ein durchschnittlicher Wert von 32,0 Prozent. Die regionalen Unterschiede im Land waren jedoch erheblich: So wies der Landkreis Vechta (22,0 Prozent) den niedrigsten, der Landkreis Osterode am Harz (43,7 Prozent) hingegen den zweithöchsten Altenquotient in ganz Deutschland auf. Der Umfang der Ganztagsbetreuung der 0- bis 2-Jährigen (Themenbereich Ganztagsbetreuung von Kindern) betrug 2013 in 5 Kreisen Thüringens über 50 Prozent. Spitzenreiter war die kreisfreie Stadt Jena mit 54,4, Prozent. In Niedersachsen differierten die Werte zwischen 1,3 Prozent im Landkreis Lüchow-Dannenberg und 21,5 Prozent in Wolfsburg. Der unter den Sozialindikatoren enthaltene Indikator „Anteil der Empfänger sozialer Mindestsicherungsleistungen“ war 2011 in Berlin mit 18,8 Prozent am höchsten und in Bayern mit 4,3 Prozent am geringsten. In Niedersachsen erhielten 8,9 Prozent der Bevölkerung soziale Mindestsicherungsleistungen, was in etwa dem Bundesdurchschnitt entsprach (8,8 Prozent). Beim „Verfügbaren Einkommen je Einwohner 2011″ reichte die Spannweite von 16 317 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 22 086 Euro in Bayern. In Niedersachsen hatten alle Einwohnerinnen und Einwohner insgesamt durchschnittlich 18 972 Euro zur Verfügung.

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