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Porsche-Betriebsratschef verteidigt stündliche Fünf-Minuten-Pausen

Hamburg (afp) > In der Debatte um strengere Sparvorgaben beim Sportwagenbauer Porsche hat Betriebsratschef Uwe Hück kleine stündliche Pausen für Produktionsmitarbeiter verteidigt. Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke liege „granatenmäßig falsch, wenn er die tariflich vereinbarten Fünf-Minuten-Pausen am Band“ infrage stelle, sagte Hück laut Vorabmeldung der „Zeit“. Wegen des Sparkurses der Porsche-Mutter Volkswagen hatte Meschke im „Handelsblatt“ zuletzt jährlich Produktivitätssteigerungen bei Porsche von sechs Prozent angekündigt und dabei auch Zugeständnisse der Mitarbeiter gefordert. „Alles muss auf den Prüfstand – auch die Steinkühler-Pause“, hatte der Finanzvorstand angekündigt. Die kurzen Pausen der Band-Arbeiter, nach dem Gewerkschafter Franz Steinkühler benannt, seien als Belastungsausgleich dringend geboten, entgegnete Hück. Der Finanzvorstand solle solche Themen lieber dem in diesen Fragen kompetenten Produktionskollegen überlassen. Ohne die kurzen Erholungsphasen wären „die Gesundheit der Mitarbeiter und die Qualität der Autos in Gefahr“, warnte der Betriebsratschef. Das Unternehmen dürfe die Schraube nicht überdrehen. „Bei Porsche haben wir eine Kapitalrendite von circa 25 Prozent. Da frage ich mich, wo ist das Problem?“

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