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Projekt: Mobilitätsmanagement im Betrieb

Wie lässt sich ein effektives Mobilitätsmanagement in einem Betrieb einrichten? Im Rahmen des Modellprojekts Mobil.Pro.Fit können sich Unternehmen und öffentliche Einrichtungen dabei unterstützten lassen. Das Projekt wurde vom Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management B.A.U.M. im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums initiiert. 160 Betriebe können in elf Modellregionen daran teilnehmen.

Dessau-Roßlau (csr-news) > Wie lässt sich ein effektives Mobilitätsmanagement in einem Betrieb einrichten? Im Rahmen des Modellprojekts Mobil.Pro.Fit können sich Unternehmen und öffentliche Einrichtungen dabei unterstützten lassen. Das Projekt wurde vom Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management B.A.U.M. im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums initiiert. 160 Betriebe können in elf Modellregionen daran teilnehmen.

Beim Umweltbundesamt kommen rund 26 Prozent der Mitarbeiter mit dem eigenen Auto zur Arbeit. Sie nutzen das Auto alleine, nur ein kleiner Teil, etwa fünf Prozent, setzt auf Fahrgemeinschaften. Sehr verbreitet ist auch das Fahrrad und der öffentliche Personennahverkehr. Immerhin fast 14 Prozent kommen zu Fuß ins Amt. Dies sind Ergebnisse aus einer Mobilitätsumfrage, die das Umweltbundesamt im vergangenen Winter unter seinen Beschäftigten durchgeführt hat. 624 Mitarbeiter haben dazu einen Online-Fragebogen ausgefüllt. Die Befragung ist nach den Umfragen der Jahre 2006 und 2009 die dritte Befragung der Bediensteten zu diesem Thema. Zentrales Ziel der Erhebung im Jahr 2013 war es, den Ist-Zustand der arbeitsbezogenen Mobilität der Beschäftigten an allen Standorten zu erfassen. Dazu wurden in der Befragung sowohl Angaben zum genutzten Hauptverkehrsmittel, zur Entfernung und zur Dauer eines jeden Hin- und Rückweges zur Arbeit in einer typischen Arbeitswoche als auch zu den absolvierten Dienstreisen im zurückliegenden Jahr erfasst. Zudem wurden die Befragten auch zu den angebotenen Mobilitätsmanagementmaßnahmen im Umweltbundesamt befragt und um eine Einschätzung für Verbesserungspotenziale gebeten. Der Vergleich mit den vorherigen Erhebungen zeigt, dass im Jahr 2013 der Anteil der Verkehrsmittel des motorisierten Individualverkehrs im Vergleich zu 2009 abnahm. Auch die durchschnittliche Arbeitswegeentfernung und –dauer der Pendlerstrecken sanken im Vergleich zu 2009. Positiv wurden die Maßnahmen des Mobilitätsmanagements bewertet. Damit wird versucht, ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden auf den Wegen zur bzw. von der Arbeit sowie für Dienstgänge und –reisen zu befördern. Die Anstrengungen werden in der EMAS-Zertifizierung1 der Standorte des UBA dokumentiert. Für den aktuellen Erhebungszeitraum konnten die CO2-Emissionen um etwa 17 Prozent reduziert werden. Dazu hat vor allem die Erhöhung des Anteils an Radfahrern beigetragen.

Unternehmen die sich ebenfalls mit der Einrichtung eines Mobilitätsmanagements beschäftigten, können sich nun für eine Teilnahme am Mobil.Pro.Fit-Projekt bewerben. Hintergrund des Projekts sind u.a. die mitunter enormen Kosten– und CO2 –Einsparpotentiale im Verkehrsbereich, die von vielen Betrieben noch nicht wahrgenommen bzw. systematisch erfasst werden. Zudem kann ein umfassendes Mobilitätsmanagement einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterbindung, –motivation und Gesundheitsförderung leisten.Im Rahmen des Projekts erhalten sie Unterstützung dabei, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, damit Dienstreisen, Fuhrpark und die Arbeitswege der Belegschaft die Umwelt weniger belasten. Die Arbeitswege der Mitarbeiter werden dabei ebenso untersucht wie der Fuhrpark und die betriebliche Mobilität bei Dienstreisen. Ziel ist die Entwicklung von speziell auf die Bedürfnisse der Betriebe angepassten Maßnahmen für eine nachhaltig effiziente und klimafreundliche Mobilitätsgestaltung. Weitere Informationen und die Teilnahmemöglichkeiten enthält die Website zum Projekt.

 

 

 

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