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CSRbriefly am Freitag

Hückeswagen (csr-news) – Heute mit den Themen: Smurfit Kappa erhöht seine Klimaschutzziele, Wegweiser Finanzberatung veröffentlicht, Tool für nachhaltig organisierte textile Lieferketten, Blaue Plakette für saubere Luft in Städten, NRW: 42 Prozent mehr Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen, Ergo-Versicherungsgruppe legt dritten Nachhaltigkeitsbericht vor, Stressfaktor Arbeit im Urlaub und E.ON baut Ökostrom-Angebot für Großkunden aus.

 

Smurfit Kappa erhöht seine Klimaschutzziele
In seinem siebten Nachhaltigkeitsbericht kündigt der Hersteller papierbasierter Verpackungslösungen, Smurfit Kappa, an, seinen CO2-Ausstoß pro Tonne produzierten Papiers bis 2020 nicht mehr nur um 20 Prozent, sondern um 25 Prozent gegenüber dem Ausstoß in 2005 senken zu wollen. Die ursprüngliche Vorgabe wurde im letzten Jahr mit einer Reduzierung um 21 Prozent bereits übertroffen. In absoluten Zahlen entspricht die Senkung der fossilen CO2-Emissionen pro Tonne Papier seit 2005 einer Menge von 929.000 Tonnen. Allein im Jahr 2013 konnte der CO2-Ausstoß pro Tonne Papier um 6,5% gesenkt werden. Möglich wurde dies durch Investitionen in Energieeinsparung, Energieeffizienzmaßnahmen und eine generelle Optimierung der eigenen Papierproduktion. Darüber hinaus wurde das für 2015 angepeilte Ziel einer Nachhaltigkeitsquote von 90 Prozent bei den verwendeten Fasern bereits im letzten Jahr mit 91 Prozent in Europa überschritten. Zum ersten Mal verpflichtet sich Smurfit Kappa im diesjährigen Bericht zu zeitgebundenen Zielen in den vier Bereichen „Gesundheit & Sicherheit“, „kommunales Engagement“, „Abfallvermeidung“ und „nachhaltige Beschaffung“. Hier gab es bisher noch keine konkreten Vorgaben. Weitere Informationen enthält der Nachhaltigkeitsbericht.

Wegweiser Finanzberatung veröffentlicht
Am 1. August 2014 ist das Honoraranlageberatungsgesetz in Kraft getreten. Der Gesetzgeber regelt dadurch eine weitere Form der Beratung für den Anlagebereich. Um Verbrauchern einen Einblick in das vielfältige Angebot der Finanzberatung zu geben, hat das institut für finanzdienstleistungen e. V. (iff) mit Unterstützung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz den „Wegweiser-Finanzberatung“ veröffentlicht. Die Webseite www.wegweiser-finanzberatung.de gibt hilfreiche Informationen zum Ablauf einer Finanzberatung und zeigt auf, worauf Verbraucher vor und während eines Gesprächs mit einem Berater achten sollten, wie sie die Qualität der Beratung besser einschätzen können und worin sich die verschiedenen Beratertypen vor allem auch in dem Grad ihrer Unabhängigkeit unterscheiden. “Damit werden die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Beratungsmodelle transparenter. Das ist auch für eher unbekannte Beratungsangebote, wie die Honorarberatung von Vorteil“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Ulrich Kelber.

Tool für nachhaltig organisierte textile Lieferketten
Die Internationale OEKO-TEX Gemeinschaft, einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Zertifizierung textiler Produkte und Produktionsstätten, präsentierte auf der Texworld in den USA das neue MySTeP-Tool, eine stabile, sichere Datenbankanwendung für Textilunternehmen zur Verwaltung von Informationen in Bezug auf die Nachhaltigkeitsaktivitäten in ihren Betriebsstätten. Die MySTeP-Datenbank vereinfacht die vertrauliche Kommunikation zwischen Kunden und Zulieferern und ermöglicht eine übersichtliche Anzeige und Verwaltung sämtlicher Compliance-Daten und anderer Zertifizierungen, auf welche die Datenbank-Nutzer so stets vollständig und aktuell zugreifen können. Darüber hinaus unterstützt das Tool die Verantwortlichen in den Betriebsstätten dabei, die vielen Komponenten einer umfangreichen, nachhaltigen Produktionsstrategie leichter zu managen, die sowohl umweltfreundlich als auch sozialverträglich ist. Hier gibt es weitere Informationen.

Blaue Plakette für saubere Luft in Städten
Stickstoffdioxide (NO2) sind gesundheitsgefährdend und tragen zur Smogbildung und Versauerung der Böden bei. Aus diesem Grund gibt es ähnlich wie für Feinstaub einen Grenzwert, der seit 2010 verbindlich einzuhalten ist. In vielen deutschen Städten wird dieser jedoch seit Jahren überschritten – nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2013 an ca. 56 Prozent der verkehrsnahen Messstationen. Anträge auf Fristverlängerung zur Einhaltung der Grenzwerte wurden in großer Zahl von der EU mit der Begründung abgelehnt, dass keine ausreichenden Maßnahmen zur NO2-Reduktion ergriffen wurden. „Wir brauchen die Blaue Plakette für besonders schadstoffarme Fahrzeuge, um den für die Luftreinhaltung zuständigen Ländern und Kommunen ein wirksames Instrument zur Minderung der NO2-Belastung in die Hand zu geben. Kurzfristig dürfen in besonders hochbelasteten Kommunen nur noch saubere Fahrzeuge einfahren, um die Gesundheit ihrer Bürger zu schützen und teure Sanktionen der EU zu vermeiden“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Jens Hilgenberg vom BUND unterstreicht: „Umweltzonen haben Fahrzeuge ohne Partikelfilter weitgehend aus den Innenstädten verdrängt und so Luft und Lebensqualität in den Städten deutlich verbessert. Die Blaue Plakette ist eine konsequente Weiterentwicklung dieses erfolgreichen Instrumentes und wird dazu beitragen, die Belastung durch Dieselfahrzeuge ohne wirksame Abgasreinigung zu verringern.“ Die Blaue Plakette erhalten alle Fahrzeuge, die die Abgasgrenzwerte für NO2 der Eurostufe 6/VI einhalten. Das trifft im aktuellen Bestand auf mehr als 60 Prozent der Pkw zu. Im Rahmen der Luftreinhalteplanung können dann künftig Fahrzeuge mit höheren NOX-Emissionen aus hoch belasteten Gebieten ausgeschlossen werden. „Die Blaue Plakette kann auch ein wirksames Instrument zur Förderung der Elektromobilität werden, denn Elektroautos würden die Blaue Plakette bekommen. Letztlich ist sie der Einstieg in das Ziel, den Verkehr in den Innenstädten komplett emissionsfrei zu machen“, sagt Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik beim NABU. Ähnlich wie bei der Einführung der heute bestehenden Umweltzonen gehen die Verbände auch bei der Blauen Plakette davon aus, dass eine umfassende Information im Vorfeld die Akzeptanz dieser Maßnahme sicherstellen wird. Ebenso ist zu erwarten, dass die Weiterentwicklung von Nachrüsttechnologie für Fahrzeuge ohne entsprechenden Abgasstandard nach der Einführung der rechtlichen Rahmenbedingungen vorangetrieben wird. Analog zur Nachrüstung mit Dieselpartikelfiltern werden sich die Verbände auch hier für eine finanzielle Förderung stark machen. Hintergrundpapier zum Download.

NRW: 42 Prozent mehr Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen
In Nordrhein-Westfalen ereigneten sich im Jahr 2013 insgesamt 469 Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen oder deren Beförderung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren dies 138 Unfälle mehr als im Jahr 2012 (+42 Prozent). Dabei ereigneten sich 152 Unfälle beim Umgang, also z. B. bei Lagerung, Abfüllung, Herstellung oder Verwendung dieser Stoffe (2012: 108) und weitere 317 Unfälle bei deren Beförderung (2012: 224). Die freigesetzte umweltgefährdende Stoffmenge betrug 3 550 Kubikmeter (2012: 1 851). Der überwiegende Teil (3 369 Kubikmeter oder 95 Prozent) der im Jahr 2013 freigesetzten wassergefährdenden Stoffe konnte nicht wiedergewonnen werden und belastet den Wasserhaushalt somit dauerhaft. Die übrigen 181 Kubikmeter (5 Prozent) konnten wiedergewonnen werden, sodass das Material einer anschließenden Nutzung oder Verwendung zur Verfügung steht oder einer geordneten Entsorgung zugeführt werden kann. Wie die Statistiker weiter mitteilen, waren die Hauptunfallursachen in 174 Fällen Fehlverhalten oder menschliches Versagen, in 136 Fällen waren es Materialfehler und 159 Unfälle hatten sonstige (z. B. höhere Gewalt) oder ungeklärte Ursachen.

Ergo-Versicherungsgruppe legt dritten Nachhaltigkeitsbericht vor
„Versichern heißt verstehen“ lautet der bekannte Slogan der Ergo-Versicherungsgruppe. Mit diesem Versprechen will das Unternehmen den Menschen in den Mittelpunkt stellen und somit Verantwortung übernehmen. Wie das im vergangenen Geschäftsjahr 2013 gelungen ist, darüber gibt der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht Auskunft. Mit einem Beitragsvolumen von mehr als 18 Milliarden Euro gehört Ergo zu den größten Versicherungsgruppen in Deutschland. Mit dem strategischen Ansatz „CR in Business“ hat Ergo vier Handlungsfelder definiert, um Nachhaltigkeit systematisch im Kerngeschäft zu verankern. Dazu gehört Vertrieb, der Ausbau des Compliance-Managements, das Marketing und die Berücksichtigung von ESG-Aspekten und sensiblen Themen im Prozess der Produktentwicklung und in den Richtlinien zur Zeichnung von Versicherungsverträgen. Der 44-Seiten starke Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2013 zum Download.

Stressfaktor Arbeit im Urlaub
Der Jahresurlaub ist im Zeitalter von Smartphone und Co. Längst keine Zeit mehr, in der Vorgesetzte oder Kollegen stören. Eine aktuelle Studie des Reiseanbieters lastminute.de zeigt, das 62 Prozent der über 1.000 befragten Berufstätigen in Deutschland, schon mindestens einmal im Urlaub arbeitsbedingt kontaktiert wurden, meist via Telefon und zwar auf der privaten Nummer. Dabei sind es meist gar nicht die Vorgesetzten die sich melden. Es sind vor allem die Kollegen (45 Prozent) die kurzerhand anrufen, und nicht die Vorgesetzten (40 Prozent). Bei zwölf Prozent waren es die eigenen Mitarbeiter, bei elf Prozent ein anderer Mitarbeiter des Unternehmens und bei acht Prozent erfolgte die Ruhestörung durch einen externen Geschäftspartner. Im Durchschnitt kommt so über eine Stunde zusammen, die Deutsche während eines einwöchigen Urlaubs für die Arbeit opfern. 54 Prozent der Befragten empfanden die gestellten Fragen als vollkommen unwichtig. Nur 23 Prozent gaben an, nach dem Status eines Projektes gefragt worden zu sein. Ganze 20 Prozent wurden lediglich belanglose Neuigkeiten vom Arbeitsplatz mitgeteilt. Ein nicht-auffindbares Dokument war bei 17 Prozent Grund für die unliebsame Störung und 16 Prozent wurden tatsächlich gebeten, früher aus dem Urlaub zurückzukommen. Immerhin noch 14 Prozent sollten sozusagen „vom Pool aus“ an etwas arbeiten. Der Kontakt erfolgte in den meisten Fällen (86 Prozent) via Telefon, mit 39 Prozent an zweiter Stelle die E-Mail gefolgt von WhatsApp Nachrichten mit einem Anteil von 25 Prozent. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Der kurze Telefonanruf ist meist nicht nur eine kurze Störung. Der Großteil der Befragten benötigt bis zu einer Stunde, um danach wieder in Urlaubsstimmung zu kommen (38 Prozent). 16 Prozent ging das Thema noch ein bis zwei Stunden später im Kopf umher und bei immerhin sieben Prozent dauerte es drei bis vier Stunden, um wieder einen freien Kopf zu bekommen. Ein Prozent konnte sich sogar für den Rest des Urlaubs nicht mehr richtig entspannen.

E.ON baut Ökostrom-Angebot für Großkunden aus
Der Energiekonzern E.ON will sein Ökostrom-Angebot für Großkunden in Deutschland weiter ausbauen. Mit NaturEnergie bietet das Unternehmen ein deutschlandweites Ökostrom-Produkt an, teilte das Unternehmen mit. NaturEnergie basiert auf Herkunftsnachweisen mit fest definierten Eigenschaften der erneuerbaren Anlagen hinsichtlich Herkunftsland, Erzeugungstechnologie und Anlagenalter. Die Herkunftsnachweise kommen zu 60 Prozent aus E.ON-Anlagen. Davon stammen 50 Prozent aus E.ON Wasserkraft-Anlagen in Deutschland; die anderen 50 Prozent aus E.ON Windkraft-Anlagen der E.ON Climate & Renewables. Der Rest setzt sich fast ausschließlich aus Herkunftsnachweisen aus jüngeren norwegischen Wasserkraftanlagen zusammen. Alle Eigenschaften des Produkts sind vom TÜV Rheinland zertifiziert. Sie unterliegen einer jährlichen Prüfung. Der Kunde erhält ein TÜV-Tochterzertifikat auf seinen Namen auf Basis der E.ON-Zertifizierung. Der Aufwand für das TÜV-Monitoring liegt vorrangig bei E.ON.

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