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Arbeitsbedingungen in der IT-Industrie: Fortschritte aber auch weiterhin Probleme

Stockholm (csr-news) > Zahlreiche Hardware-Hersteller der Informationstechnologie kennzeichnen ihre Produkte als TCO Certified, der unabhängigen Nachhaltigkeitszertifizierung für IT-Produkte. Alle drei Jahre werden die Unternehmen erneut überprüft, bevor das Zertifikat verlängert wird. Die Kriterien wurden erstmals im Jahr 2009 eingeführt und 2012 erweitert. Sie konzentrieren sich auf die Einhaltung der Kernabkommen der ILO, der UN-Konvention über die Rechte von Kindern und Kinderarbeit sowie Gesetze zum Arbeitsschutz im Herstellungsland. Nun wurde erstmals ein Bericht vorgelegt, in welchem Umfang die Unternehmen innerhalb des ersten Jahres der Zertifizierung ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden. Die Bedingungen bei insgesamt 17 Herstellern und deren Subunternehmen wurden überprüft. Die Ergebnisse zeigen zwar Fortschritte in einigen Bereichen, offenbaren aber auch massive Probleme. 15 der 17 Unternehmen haben in einigen Bereichen gegen ihre eigenen Ansprüche verstoßen. Hauptproblemfelder sind exzessive Überstunden, ungenügende Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen, Arbeitsrechtsverletzungen und Beschränkungen der Rechte der Arbeiter zur Bildung von Gewerkschaften. Von welchen Unternehmen die Verstöße begangen wurden, wird in der Untersuchung allerdings nicht gesagt. Dennoch müssen die Unternehmen nachbessern, wenn sie das Siegel nicht verlieren wollen. Hier geht es zum Download des Berichts.

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